Sieben von acht Deutschen im Rennen um den TitelDie CHL-Play-offs starten

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Von aktuell acht Deutschen, die in der Ontario Hockey League, Western Hockey League und Quebec Major Junior Hockey League aktiv sind, hat nur Marvin Cüpper die Play-offs verpasst; die anderen nehmen am Kampf um den jeweiligen Liga-Cup teil.  

Am Ende der Play-Offs werden die jeweiligen Meister der OHL, WHL und QMJHL den Meister der Canadian Hockey League im Memorial-Cup-Finale ermitteln. Dieses Finale, das im Form eines Turniers stattfindet, wird in diesem Jahr von den Saskatoon Blades ausgetragen. Als Ausrichter des Turniers dürfen die Blades automatisch am Turnier teilnehmen, selbst wenn sie sich nicht für die Play-offs in der WHL qualifiziert hätten oder in einer der ersten Runden der Play-offs ausscheiden würden. Dass man nicht unbedingt als Meister einer der drei Ligen auch automatisch den Memorial Cup gewinnt und der Veranstalter keine Chance hat ein Wörtchen mitzureden, das zeigten im letzten Jahr die Shawinigan Cataractes, die vor einem Jahr in der zweiten Play-off-Runde ausgeschieden waren, aber eben Gastgeber waren.

Die Prince Albert Raiders und Leon Draisaitl gehen in die Play-offs der Western Hockey League um den Ed-Chynoweth-Cup gegen die Red Deer Rebels. In der abgelaufenen Saison trafen diese beiden Teams bereits in vier Spielen aufeinander. Dabei konnte jedes Team zwei Siege einfahren, jeweils die Heimspiele konnten die Teams gewinnen. Allerdings musste Prince Albert dabei bis in die Verlängerung oder sogar ins Penaltyschießen gehen. Der Heimvorteil liegt in dieser Serie bei Red Deer, die als Vierter in die Play-Offs gehen; die Prince Albert Raiders waren Fünfter.  Für Leon Draisaitl hat es in den Spielen gegen Red Deer nur zu zwei Assists gereicht.

In den letzten beiden Jahren konnten sich die Raiders nur einmal für die Play-offs Qualifizieren. 2011 unterlagen sie bereits in der ersten Runde den Saskatoon Blades in 2:4 Spielen.

Die Spiele der Saison:

Red Deer – Prince Albert 4:5n.P.
Prince Albert – Red Deer 1:6
Red Deer – Prince Albert 3:4n.V.
Prince Albert – Red Deer 2:4

Die Play-off-Partien:

22.03. Prince Albert – Red Deer
23.03. Prince Albert – Red Deer
26.03. Red Deer – Prince Albert
27.03. Red Deer – Prince Albert
29.03. Prince Albert – Red Deer
31.03. Red Deer – Prince Albert
02.04. Prince Albert – Red Deer

In der Quebec Major Junior Hockey League spielen die Halifax Mooseheads und Konrad Abeltshauser um den President-Cup in den Play-offs gegen die Saint John Sea Dogs.

Bereits in der Saison zeichnete sich ab, dass die Mooseheads es in dieser Serie einfach haben werden. So gewannen die Mooseheads sieben von acht Spielen gegen die Sea Dogs und das teilweise klar.

Am Anfang der Saison spielten die Saint John Sea Dogs noch mit ihrem Starspieler Jonathan Huberdeau, der in Drei Spielen gegen die Mosseheads drei Tore und zwei Vorlagen erzielte und zu diesem Zeitpunkt der beste Scorer gegen Halifax war. Doch nach 30 Spielen mit 16 Toren und 29 Assist (45 Punkte) wurde Huberdeau in die NHL zu den Florida Panthers berufen.  Abeltshauser hat in diesen acht Spielen gegen die Sea Dogs sechs Assist-Punkte erzielt.

Dies sind nun die dritten Play-offs für Abeltshauser im Trikot der Mooseheads. In insgesamt 19 Spielen in den Play-offs kam er auf sieben Tore und elf Assists. In den ersten Play-Offs reichte es nur zu vier Spielen; in den zweiten waren es dann bereits 15 Spiele. Dabei kamen die Mooseheads bis ins Halbfinale und scheiterten an den Rimouski Oceanic nach sechs Spielen.

Die Spiele der Saison:

Halifax – Saint John 4:3
Saint John – Halifax 2:11
Halifax – Saint John 4:2
Halifax – Saint John 5:1
Saint John – Halifax 3:2n.V.
Halifax – Saint John 8:3
Saint John – Halifax 1:6
Saint John – Halifax 1:3

Die Play-off-Partien:

22.03. Saint John – Halifax
23.03. Saint John – Halifax
26.03. Halifax – Saint John
27.03. Halifax – Saint John
29.03. Saint John – Halifax
31.03. Halifax – Saint John
02.04. Saint John – Halifax

Der Play-Off-Sieger der Ontario Hockey League gewinnt den J. Ross-Robertson-Cup. Um diesen Cup streiten sich ab dem 21. März alle Deutschen in der Ontario Hockey League. Alle fünf Deutschen stehen mit ihren Teams in den Play-offs. Eines wird sicher sein: Dass zumindest ein Deutscher in die nächste Runde kommen wird. Denn Sebastian Uvira und Nickolas Latta treffen in den Play-offs aufeinander.

Die Plymouth Whalers und Sarnia Sting trafen in sechs Spielen aufeinander. Dabei hat Nickolas Latta in sechs Spielen vier Punkte (zwei Tore, zwei Vorlagen) gesammelt. Sebastian Uvira, der erst später zu den Plymouth Whalers getradet wurde, bestritt vier Spiele gegen die Stings im Whalers-Dress und kam auf ein Tor und zwei Assists.  Die Plymouth Whalers gewannen den J. Ross-Robertson-Cup in der Saison 2006/07 im Finale gegen Sudbury.

Die Spiele der Saison:

Plymouth – Sarnia 3:2
Sarnia – Plymouth 7:5
Plymouth – Sarnia 4:5
Sarnia – Plymouth 2:6
Plymouth – Sarnia 10:2
Sarnia – Plymouth 0:4

Die Play-off-Partien:

22.03. Sarnia – Plymouth
23.03. Sarnia – Plymouth
25.03. Plymouth – Sarnia
27.03. Plymouth – Sarnia
29.03. Sarnia – Plymouth
30.03. Plymouth – Sarnia
02.04. Sarnia – Plymouth

Ein weiterer Deutscher ist Torhüter Mathias Niederberger. Die Barrie Colts gehen als Tabellenzweiter in die Play-offs und starten gegen den Siebten, die Kingston Frontenacs. Viermal trafen diese Teams in der Hauptrunde aufeinander. Dabei unterlagen die Colts nur zu Saisonbeginn bei den Frontenacs mit 1:3. Mathias Niederberger stand in drei der vier Partien im Tor. Dabei wurde er insgesamt 119 Schüssen ausgesetzt und hielt davon 112.  Die Colts gewannen ebenfalls einmal den J. Ross-Robertson-Cup. 1999/2000 siegten sie gegen die Plymouth Whalers.

Die Spiele der Saison:

Barrie – Kingston 1:3
Kingston – Barrie 2:6
Barrie – Kingston 3:2
Kingston – Barrie 2:4

Die Play-off-Partien:

21.03. Kingston – Barrie
23.03.
Kingston – Barrie
25.03. Barrie – Kingston
27.03. Barrie – Kingston
28.03. Kingston – Barrie
31.03. Barrie – Kingston
01.04. Kingston – Barrie

Einer der seine ersten Play-offs gleich im ersten Nordamerika-Jahr spielt, ist Dominik Kahun mit den Sudbury Wolves. In der ersten Play-off-Runde werden die Wolves auf das Bramtpon Battalion treffen. Die Mannschaft aus Brampton beendete die Saison als Vierter, während Sudbury mit sieben Punkten Rückstand auf Platz fünf landete. Dominik Kahun hat in sieben von acht Partien gegen Brampton mitgespielt. Bei der einzigen Partie, die er gegen Brampton verpasste, war Kahun bei der U20-WM in Russland. In den Spielen gegen Brampton gab er fünf Vorlagen. Sudbury standen in seiner Geschichte zweimal im Finale, verlor aber beide Finalrunden.

Die Spiele der Saison:

Brampton – Sudbury 1:4
Sudbury – Brampton 2:4
Brampton – Sudbury 4:2
Sudbury – Brampton 2:0
Brampton – Sudbury 3:4
Sudbury – Brampton 1:2
Sudbury – Brampton 1:4
Brampton – Sudbury 2:1

Die Play-off-Partien:

21.03. Sudbury – Brampton
24.03.
Sudbury – Brampton
26.03. Brampton – Sudbury
28.03. Brampton – Sudbury
29.03. Sudbury – Brampton
01.04. Brampton – Sudbury
02.04. Sudbury - Brampton

Der letzte Deutsche in der Ontario Hockey League, der die Play-offs erreicht hat, ist Tobias Rieder. Der Landshuter trifft auf Guelph Storm. Die Rangers konnten sich nur knapp den Heimvorteil sichern. Nur drei Punkte trennten die beiden Teams in der Western Conference.  In den Partien in der Saison zwischen Guelph und Kitchener stand Tobias Rieder in sechs von acht Spielen auf dem Eis. Dabei kam er auf drei Tore und sechs Assist.

Die Kitchener Rangers standen das letzte Mal 2008 im Finale und gewannen gegen die Belleville Bulls. Vorher gewannen sie bereits dreimal, nämlich 1981, 1982 und 2003, den Cup.

Die Spiele der Saison:

Guelph – Kitchener 3:2
Guelph – Kitchener 2:6
Kitchener – Guelph 3:2
Kitchener – Guelph 5:2
Guelph – Kitchener 4:3
Kitchener – Guelph 3:5
Guelph – Kitchener 4:6
Kitchener – Guelph 3:2

Die Play-off-Partien:

22.03. Guelph – Kitchener
24.03. Guelph – Kitchener
26.03. Kitchener – Guelph
28.03. Kitchener – Guelph
29.03. Guelph – Kitchener
31.03. Kitchener – Guelph
01.04. Guelph - Kitchener