Sensationsteam Las Vegas Golden Knights sorgt weiter für Furore NHL-Neuling besiegt Washington Capitals im ersten Finale um den Stanley Cup

Im ersten Spiel der NHL-Finalserie ging es zur Sache.  (picture alliance / newscom)Im ersten Spiel der NHL-Finalserie ging es zur Sache. (picture alliance / newscom)
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Das Sensationsteam aus der NHL sorgt weiter für Furore. Neuling Vegas Golden Knights hat das erste Stanley-Cup-Finale gegen die Washington Capitals gewonnen. In einem spektakulären Spiel gewann das Team aus der Spielerstadt gegen die Mannschaft des erneut nicht eingesetzten Nationaltorhüters Philipp Grubauer 6:4 (2:2, 1:1, 3:1) und führt die Best-of-Seven-Serie mit 1:0 an. Am Donnerstag (2 Uhr) findet das zweite Aufeinandertreffen erneut in Las Vegas statt.

Hier die Highlights aus Spiel 1:

Tomas Nosek traf in der 50. Minute zum 5:4 für die Golden Knights und stellte drei Sekunden vor dem Ende mit einem Schuss ins leere Tor den 6:4-Endstand her. „Ich bin überwältigt. Aber wir brauchen noch drei weitere Siege, dann werde ich noch begeisterter sein“, erklärte der Tscheche nach seinem Doppelpack im ersten Stanley-Cup-Finale des aus dem Boden gestampften Expansion Teams aus der Wüste Nevadas.

Das Spiel war zuvor geprägt von ständigen Führungswechseln. Die Gastgeber erzielten durch Colin Miller (8.) das 1:0. Die Capitals-Profis Brett Connolly (15.) und Nicklas Backström drehten innerhalb von 42 Sekunden zum ersten Mal die Partie. Wieder lagen die Golden Knights nach den Treffern von William Karlsson (19.) und Reilly Smith (24.) mit 3:2 vorne.  John Carlson (29.) und Tom Wilson (42.) antworteten für die Capitals - 4:3 für Washington. Lange hielt die Führung allerdings nicht. Erst glich Ryan Reaves (43.) aus. Dann ließ  Nosek das Gitzerpardies erstrahlen. „Wir hatten sicher etwas Glück, aber das gehört dazu", sagte der Held des Abends.

Vor dem Spiel gab es in Vegas, logisch, eine Mega-Show. Langbeinige Showgirls säumten während der Aufwärmphase das Eis. Zwei Reihen von Elvis-Imitatoren - und ein Gorilla - saßen neben Washingtons Bank. Der berühmte Ringsprecher Michael Buffer las die Startaufstellung wie vor einer Box-Meisterschaft. Nervte das Hauptstadtteam gewaltig. Schon vorher klagte Capitals-Superstar Alex Ovechkin, dass die T-Mobile Arena der Golden Knights "wie ein Nachtclub ist. Es ist wie eine Party. Alle tanzen. Heiliger Jesus, ist das ein Hockeyspiel? Oder ist das eine Poolparty?"   

Danach gab es aber nur noch sportliche Action auf dem Eis. „Ich denke, es war wahrscheinlich aufregend für die Fans, aber nicht gerade ein sauberes Hockeyspiel von beiden Seiten", sagte Capitals-Torhüter Braden Holtby. „Wir waren schon etwas nervös“, gab Ovechkin zu. Aufgeben gilt nicht. Caps-Kapitän Brett Connolly meinte: „Es sind zwei gute Mannschaften. Wir können auch punkten.“ Na dann. Weiter geht’s.