Schubert und die Senators sind zurück

Senators: Bryan Murray neuer TrainerSenators: Bryan Murray neuer Trainer
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Durch ein denkwürdiges 5:3 im dritten Spiel der Stanley Cup Finals, dem ersten Finalspiel in Ottawa seit 80 Jahren, haben Christoph Schubert und die Ottawa Senators im der best-of-seven Serie auf 1:2 verkürzen können.

Der Gast aus Anaheim startete optimal in die Partie und ging durch einen Überzahltreffer von Andy McDonald bereits nach rund fünf Minuten in Führung. Doch Chris Neil, frisch gebackener Vater in den Reihen der Sens, glich vier Minuten vor dem Ende des ersten Drittels aus. Zuvor war Ducks-Goalie J-S Giguere rund 111 Minuten ohne Gegentor geblieben.

Der zweite Abschnitt hatte es dann in sich: Zunächst traf Corey Perry nach knapp fünfeinhalb Minuten aus spitzem Winkel zum 2:1 für die Ducks. Bei diesem Treffer machte Ray Emery, der ebenso wie sein Gegenüber J-S Giguere keinen guten Tag erwischt hatte, eine unglückliche Figur. Doch nur 27 Sekunden später war es Mike Fisher, der einen Schuss von Anton Volchenkov abfälschte und somit den Ausgleich für Ottawa erzielte. Die Ducks zeigten sich allerdings gänzlich unbeeindruckt. Nach einem harmlosen Schuss von Dustin Penner versenkte Ryan Getzlaf den Abpraller zur erneuten Führung für Anaheim, das nun am Drücker schien. Doch der Genickbruch folgte rund vier Minuten vor dem Ende des Drittels: Einen Schuss von Wade Redden lenkte Daniel Alfredsson mit dem Schlittschuh vorbei am verdutzten Giguere ins Netz der Ducks. Das Schiedsrichtergespann auf dem Eis entschied umgehend auf Schlittschuhtor, wurde jedoch anschließend von den Video-Schiedsrichtern überstimmt. Nach Studium der Szene wurde der Treffer gegeben und es stand 3:3. Alfredsson habe den Puck nicht bewusst mit einer Schuss-Bewegung über die Linie bugsiert, so die Begründung für die Anerkennung des Treffers. Dies war allerdings nicht die erste umstrittene Entscheidung im Verlauf der diesjährigen Play-offs. Auch der Videobeweis scheint nicht immer für eine lückenlose Aufklärung der Geschehnisse auf dem Eis zu sorgen. Weniger als zwei Minuten später kassierten die Ducks, offenbar noch immer geschockt von Alfredssons Schlittschuhtor, auch noch das 3:4 durch Dean Mcammond und gerieten somit erstmals in Rückstand. Ein für Christoph Schubert anvisierter Pass wurde von Chris Pronger unhaltbar für Giguere ins eigene Gehäuse abgefälscht.

Im Schlussdrittel wirkten die Ducks müde gehemmt und kamen nur noch selten zu gefährlichen Angriffen auf das Tor von Ray Emery. Die beste Chance vergab Todd Marchant, der bei einem Alleingang noch entscheidend gestört wurde und nicht richtig zum Abschluss kam. Glück hatte indes Chris Pronger. Nach einem bösen Foul an Dean McAmmond hätte Pronger, der bereits in der Serie gegen Detroit nach einem Check gegen Tomas Holmström für ein Spiel gesperrt wurde, eigentlich mit mindestens zwei Minuten bestraft werden müssen. Nach seinem Ellbogencheck gegen den Kopf von McAmmond ging dieser benommen zu Boden und kehrte im späteren Verlauf der Partie nicht mehr aufs Eis zurück. Es bleibt abzuwarten, ob diese Aktion erneut ein Fall für den Disziplinar-Ausschuss der NHL wird.

Die folgenden Szenen erinnerten stark an die Partie zwischen den Ottawa Senators und den Buffalo Sabres aus der regulären Saison. Die von Beginn an intensiv geführte Partie drohte nun zu eskalieren, doch glücklicherweise beruhigten sich die Gemüter schnell wieder, so dass weiter Eishockey gespielt werden konnte. Anton Volchenkov war es schließlich, der nach etwas mehr als acht Minuten das 5:3 und somit die Entscheidung besorgte.

Während die Senators von Beginn an um ihre fast letzte Chance kämpften und nach dreimaligem Rückstand Moral zeigten, schienen den Ducks vor allem gegen Ende der Partie die Kräfte zu schwinden. Spiel vier findet am Montag erneut im Scotiabank Place statt, bevor die Serie zu Spiel fünf wieder nach Kalifornien wechselt. (Dennis Kohl)

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