Schock fürs Fraueneishockey: CWHL hört aufEine von zwei Profiligen stellt Betrieb ein – Reaktionen von NHL und NWHL

Vor einer Woche war die Welt bei Calgary Inferno nach den Gewinn der CWHL-Meisterschaft noch in Ordnung. Nun ist ihre Liga zusammengebrochen. (Foto: dpa/picture alliance/AP Photo)Vor einer Woche war die Welt bei Calgary Inferno nach den Gewinn der CWHL-Meisterschaft noch in Ordnung. Nun ist ihre Liga zusammengebrochen. (Foto: dpa/picture alliance/AP Photo)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Kanada und die USA stellen die mit Abstand erfolgreichsten Nationalmannschaften im Eishockey der Frauen. Doch in den beiden Profiligen rumort es – nun erleidet die CWHL sogar den kompletten Zusammenbruch. Die CWHL teilte am Sonntag mit, den Spielbetrieb zum 1. Mai offiziell einzustellen. 2007 wurde die kanadische Liga gegründet, entwickelte sich zu einer der Topligen und galt bereits früh als „Profiliga“. Zunächst jedoch bezahlte die Liga für ihre Spielerinnen nur die Ausrüstung, die Reisekosten und übernahm einige Unkosten. Erst seit 2017 ist sie eine tatsächliche Profiliga. Gleichzeitig mit dem Einstieg der chinesischen Mannschafen Kunlun Red Star – das ist der chinesische KHL-Club bei den Männern – und Vanke Rays gab die CWHL bekannt, künftig ihre Spielerinnen zu bezahlen. Damit wurde die kanadische Liga, zu der vier kanadische Teams (Markham Thunder, Toronto Furies, Les Canadiennes de Montreal und Calgary Inferno) sowie eine US-amerikanische Mannschaft (Worcester Blades, zuvor Boston Blades) gehören, zur zweiten Frauen-Profiliga nach der 2015 gegründeten NWHL, die von Beginn an ein Gehalt für ihre Spielerinnen bezahlte, was aber über die vier Jahre nicht immer reibungslos klappte. Die NWHL ist bislang eine reine US-Liga: Gründungsmitglieder sind die Buffalo Beauts, Boston Pride, Metropolitan Riveters (gegründet als New York Riveters) und Connecticut Whale; in dieser Saison kamen die Minnesota Whitecaps hinzu, die gerade in ihre Premierensaison die Meisterschaft gewonnen haben.

„One-League-Movement“ und Struktur der beiden Ligen

Seit über einem Jahr gibt es – initiiert von den Spielerinnen – ein „One-League-Movement“. Die Aktiven hatten den Zusammenschluss beider Ligen zu einer großen Liga gefordert. Auch die National Hockey League betonte ihr Interesse daran, dass es nur eine Profiliga gebe. Die NHL selbst hatte beiden Ligen in kleinem Rahmen unterstützt; zudem gibt es Kooperationen zwischen NHL-Clubs und NWHL- bzw. CWHL-Teams vor Ort. Die NHL betonte aber, keine der beiden Ligen zu bevorzugen, weil „wir nicht an ihre Geschäftsmodelle glauben“, so NHL-Commissioner Gary Bettman. Beide Ligen sind Eigentümer fast aller Teams. Bei der CWHL waren nur die chinesischen Teams (die 2018 zu den Shenzhen KRS Vanke Rays fusioniert wurden) nicht in Ligahand; bei der NWHL sind nur die Buffalo Beauts in Privatbesitz.

Die Reaktionen der NWHL und NHL sind nun interessant: NWHL-Commissionerin Dani Rylan sagte, ihre Liga „werde alle Möglichkeiten prüfen um sicherzustellen, dass die besten Spielerinnen in Kanada einen Platz zu spielen haben“. Bill Daly, Co-Commissioner der NHL, erklärte, dass die NHL nicht beabsichtige eine aktivere Rolle im Fraueneishockey zu spielen, es sei denn es gäbe keine Profiliga mehr: „Uns ist die Wichtigkeit bewusst, dass Frauen die Möglichkeit haben, auf professionellem Level zu spielen. Wenn es diese Möglichkeiten in der Zukunft nicht mehr geben sollte, würden wir sicher in Erwägung ziehen, das zu tun, was nötig ist, um diese Lücke zu füllen.“

Gespräche mit der NHL?

Die NWHL reagierte und erklärte, alle Personen an einen Tisch bringen zu wollen, „die eine starke Profiliga für die USA und Kanada aufbauen wollen.“ NWHL-Commissionerin Dani Rylan hatte bereits im ersten Statement zum Aus der CWHL mit der Information überrascht, dass sich beide Ligen im Januar zu Gesprächen über einen möglichen Zusammenschluss getroffen hätten; weitere Treffen seien für den April geplant gewesen. Das Verhältnis beider Ligen galt lange als problematisch. Ob die kanadischen Teams nun in die NWHL wechseln und/oder sich die NHL aktiv beim Aufbau einer gemeinsamen, nordamerikanischen Profiliga für Frauen engagiert, müssen nun die nächsten Tage und Wochen zeigen. Das Entsetzen über das Aus der CWHL ist bei den kanadischen Spielerinnen jedenfalls groß.

Nico Sturm ist mit Minnesota zurück in der Erfolgsspur
Starker Grubauer siegt mit Colorado nach Aufholjagd in der Overtime

In der vergangenen Nacht waren zwei deutsche Akteure im Einsatz. Torhüter Philipp Grubauer führte Colorado zu einem knappen Overtime-Sieg gegen die Anaheim Ducks. Ni...

Erstes NHL-Spiel für den 25-jährigen Mannheimer
Siegreiches NHL-Debüt von Marc Michaelis für Vancouver

In der vergangenen Nacht feierte Marc Michaelis sein NHL-Debüt im Trikot der Vancouver Canucks, welches mit 3:1 gegen den favorisierten Tabellenführer Toronto Maple ...

Kündigung trotz Kantersieg
Flames besiegen Senators klar - und feuern Coach Geoff Ward

Die mangelnde Konstanz und das mögliche Verpassen der Play-Offs kosteten den ehemaligen Adler-Trainer den Job. Äußerst kurios verlief die "Battle of Pennsylvania". ...

Grubauer mit drittem Shutout für Colorado
Oilers verlieren zum dritten Mal in Folge gegen Maple Leafs

Die Leafs festigen damit ihre Spitzenposition. Zdeno Chara kehrte mit den Washington Capitals erstmals an seine langjährige Wirkungsstätte zurück und wurde würdig e...

New York Rangers spielen erstmals wieder vor Zuschauern und feiern 6:2-Sieg gegen Boston
Sechster Sieg in Folge für Sturm mit Minnesota, Grubauer auf der Bank bei Avalanche-Sieg

Minnesota feiert den sechsten Erfolg hintereinander und beendet damit die Siegesserie der Los Angeles Kings von sechs Spielen. Colorado gewinnt ohne Grubauer gegen A...

Minnesota Wild besiegt Colorado Avalanche
Nico Sturm trifft doppelt bei seiner Tor-Premiere

Beim vierten Sieg in Folge der Minnesota Wild versetzt Nico Sturm den Avs den endgültigen Knock-Out – seine Kollegen Mats Zuccarello und Zach Parise erreichen Meilen...

Tim Stützle mit Scorerpunkt gegen Montreal
Leon Draisaitl und Dominik Kahun brillieren bei Oilers-Sieg gegen Vancouver

Zwar weht über der Rogers Place Arena in Edmonton die kanadische Fahne, aber am Dienstagabend war der deutsche Einfluss in der westkanadischen Stadt deutlich wahrneh...

Jetzt mit Gratismonat starten!
Die NHL Live & im Replay auf DAZN

NHL Hauptrunde

Sonntag 07.03.2021
Carolina Hurricanes Carolina
4 : 2
Florida Panthers Florida
Boston Bruins Boston
0 : 1
New Jersey Devils New Jersey
Dallas Stars Dallas
5 : 0
Columbus Blue Jackets Columbus
Colorado Avalanche Colorado
4 : 5
Anaheim Ducks Anaheim
Arizona Coyotes Arizona
5 : 2
Minnesota Wild Minnesota
Los Angeles Kings Los Angeles
4 : 3
St. Louis Blues St. Louis
San Jose Sharks San Jose
0 : 4
Vegas Golden Knights Vegas
Edmonton Oilers Edmonton
3 : 2
Calgary Flames Calgary
Montréal Canadiens Montréal
7 : 1
Winnipeg Jets Winnipeg
Vancouver Canucks Vancouver
4 : 2
Toronto Maple Leafs Toronto
Chicago Blackhawks Chicago
3 : 6
Tampa Bay Lightning Tampa Bay
New York Islanders NY Islanders
5 : 2
Buffalo Sabres Buffalo