Rangers nach Sweep als erste ausgeschiedenIslanders und Calgary haben nach Sieg Matchpuck

New York Rangers Torhüter Igor Shesterkin (31) stoppt Carolina HurricanesNew York Rangers Torhüter Igor Shesterkin (31) stoppt Carolina Hurricanes' Sebastian Aho (20) (picture-alliance/AP-Photo)
Lesedauer: ca. 10 Minuten

Florida Panthers – New York Islanders 2:4 (1:0,1:3,0:1)

Serienstand: 0:2

Nach zwei Spielen stehen die Panthers bereits mit dem Rücken zur Wand. Dabei war der Start in diese zweite Partie in Toronto durch sehenswert. Die Panthers wollten unbedingt den Serienausgleich und starteten mit viel Druck. Die Islanders hielten diesem bis zur 12. Minute stand, dann war es Jonathan Huberdeau, der mit seinem Handgelenkschuss für die Führung sorgte. Semyon Varlamov im Tor der Islanders, der den Vorzug vor Thomas Greiss erhalten hatte, war chancenlos, weil vor ihm drei Spieler, davon zwei eigene Verteidiger standen und ihm die Sicht raubten. Im zweiten Drittel schien Florida weiterhin die Hosen an zu haben, bis er völlig dummer Fehler den Islanders den Ausgleich bescherte. In der 27. Minute verstolperten gleich drei Verteidiger der Panthers die Scheibe, legten diese Tom Kühnhackl vor, dieser bediente genial Matt Martin und der ließ Sergei Bobrovski im Panthers-Tor keine Chance. Aber Florida gab nicht auf. In der 33. Minute überwand Aleksander Barkov Semyon Varlamov im Powerplay zum 2:1. Fast die gleiche Position wie Barkov hatte in der 34. Minute Islanders-Stürmer Ryan Pulock, ebenfalls in Überzahl, und bei dessen Schuss sah Panthers-Keeper Bobrovsky nicht so gut aus. Und die New Yorker legten nach. Ryan Pulock bediente in der 37. Minute den Torschützen Jordan Eberle und dieser verzögerte zunächst den Abschluss um dann eiskalt das 3:2 für die Islanders herauszuschießen. Ein weiteres Überzahlspiel brachte schließlich die endgültige Entscheidung. Anthony Beauvillier schoss und der im ersten Spiel punktlose Jordan Eberle lenkte die Scheibe unhaltbar für Bobrovski ins Tor ab.

Damit führen die Islanders mit 2:0 und sollten, wenn die Statistik nicht lügt, die absoluten Favoriten für Spiel drei sein. Lt. der NHL schafften 98 Prozent aller Teams, die in einer best-of-five-Serie 2:0 führten bisher den Einzug in die nächste Runde. Ganz begeistert war Islanders-Trainer Barry Trotz: „Wir waren unglaublich widerstandsfähig. Jetzt fehlt uns noch ein Sieg, den wir aber schaffen sollten. Und Floridas Coach Joel Quenneville meinte: „Man muss aus den Situationen lernen. Es gab auch heute positive Aspekte. Wir sind gut gestartet, aber uns fehlten in entscheidenden Situationen die Gelassenheit. Das müssen wir abstellen.“

 

Arizona Coyotes – Nashville Predators 2:4 (0:2,0:1,2:1)

Serienstand 1:1 

Mit einer überraschend offensiven Taktik begegneten die Coyotes ihrem Gegner und zwangen diese zunächst zu verstärkter Abwehrarbeit. Juuse Saros im Tor vor Nashville: „"Ich habe mich gut gefühlt und die Mannschaft hat vor mir sehr gut gespielt. Ich habe genieße jedes dieser Spiele und ich hoffe noch auf viele Siege", musste gleich sein bestes geben und er hielt sein Team im Spiel. Dieses dankte ihm mit der überraschenden Führung in der achten Minute, als Nick Bonino das 1:0 erzielte. Der im ersten Spiel überragende Keeper Darcy Kuemper im Tor der Coyotes sah nicht besonders gut aus, auch wenn seine Sicht eingeschränkt war. Noch schlimmer, zumindest aus der Sicht von Kuemper, das 0:2. Er wollte einen Puck aus der Abwehrzone herausschlagen, traf ihn nicht richtig, Nashvilles Ryan Johansen schoss und Kuemper rutschte bei der Abwehr auch noch aus und schob den Puck selbst ins Tor.  Damit lag Kuemper mit seiner Fangquote von 33 Prozent im unterirdischen Bereich, aber niemand machte dem Held von Spiel eins einen Vorwurf. Im zweiten Drittel das gleiche Spielchen. Arizona machte Druck, Nashville schoss die Tore und hatte wiederum Glück. Calle Jarnkrok, der Torschütze zum 3:0 in der 27. Minute durfte sich zweimal versuchen und beim zweiten Versuch war die Scheibe natürlich im Tor. Das schockte Arizona und diese ließen sich jetzt von Nashville immer deutlicher dominieren. Die endgültige Entscheidung fiel in der 54. Minute, als Viktor Arvidsson für die Predators einen Konter mit dem 4:0 abschloss. Dass die Coyotes aber auch treffen, sie bewiesen sie mit einem Doppelschlag in den letzten siebzig Sekunden der Partie. Zunächst bediente Derek Stepan den Torschützen Clayton Keller und nur neun Sekunden später traf Lawson Crouse gar noch zum 2:4. Mehr ließ Nashville nicht zu und jetzt lautet die Frage, ob Nashville das Momentum ausnutzen kann oder ob sich Arizona einmal kurz durchschüttelt, dem Druck standhält und sich die Serienführung wieder zurückhält. Ein Problem von Arizona wurde nach der Partie bekanntgegeben. Arizonas Ersatzkeeper Antti Raanta verletzte sich beim Aufwärmen, so Trainer Rick Toccet und muss wohl ersetzt werden. Nach den NHL-Bestimmungen darf die Art der Verletzung nicht bekanntgegeben werden. Richtung zufrieden war nach dem Spiel Predators-Coach John Hynes: „Saros hat uns den Sieg gerettet. Es war sein erster Play-Off-Sieg und wir freuen uns für ihn.“

 

Columbus Blue Jackets – Toronto Maple Leafs 0:3 (0:0,0:1,0:2)

Serienstand 1:1

Es war, wie im ersten Spiel, ein Match der Torhüter, wobei diesmal Joonas Korpisalo von den Blue Jackets mit 35 Aktionen deutlich mehr gefordert wurde als sein dänischer Gegenpart im Tor von Toronto, Frederik Andersen mit zwanzig Paraden. Diese Statistik zeigt dann auch auf, wie die Partie abging. Toronto wollte mit aller Macht, zumal mit Heimvorteil, wenn auch ohne Zuschauer, den Serienausgleich und drückte von Anfang an, ohne jedoch erfolgreich zu sein. So fiel das erste Tor erst in der 36. Spielminute, als Zach Hyman seinen Mitspieler Auston Matthews bediente und dieser die Scheibe unhaltbar für Korpisalo ins Tor lenkte. Eine mehr als verdiente Führung, zumal Toronto im zweiten Drittel auch perfekte Abwehrarbeit leistete und nur fünf Torschüsse zuließ. Es war das erste Gegentor für Columbus in der dieser Serie. Im letzten Drittel versuchte sich Columbus offensiver, konnte jedoch die Defensive der Maple Leafs nicht ernst in Gefahr bringen und als Superstar John Tavares in der 45. Minute einen Konter im Tor von Korpisalo unterbrachte, wenn auch mit Glück, war die Partie vorab entschieden. Den Schlusspunkt setzte Morgan Rielly mit einem Empty-Netter in der letzten Spielminute, als er aus fünfzig Metern Entfernung exakt traf. Nach dem Spiel war John Tortorella, Trainer der Blue Jackets, zwar enttäuscht aber auch kampfesmutig: „Wir werden die Serie jetzt nicht abbrechen. Es steht 1:1 und wir werden wiederkommen. Heute war Toronto wirklich besser aber das heißt noch nichts.“ Und John Tavares meinte: „Wir waren heute gedanklich und körperlich schneller. Dieses Spiel müssen wir beibehalten und dann haben wir gute Chancen auf einen Seriensieg.“ Eine Schrecksekunde musste Toronto im dritten Drittel hinnehmen, als Verteidiger Jake Muzzin seinen Kopf gegen die Beine von Columbus-Spieler Oliver Bjorkstrand schlug. Er war kurzfristig bewegungsunfähig, wurde mit der Trage vom Eis geholt und ins Krankenhaus gebracht, wo aber zum Glück Entwarnung gegeben werden konnte.

  

Calgary Flames – Winnipeg Jets 6:2 (1:1,3:1,2:0)

Serienstand 2:1

Im ersten Drittel war Calgary das tonangebende Team. Die Westkanadier berannten das Tor von Jets-Keeper Hellebuyck, hatten aber immer wieder Pech mit dem Abschluss und durften sich in der 11. Minute nicht wundern, dass sie auf einmal zurücklagen.  Vor allem das wie lag den Flames im Magen, denn Jets-Defender Dmitri Kulikov hatte den Torschützen Nikolaj Ehlers mit einem Pass hinter seinem eigenen Tor losgeschickt und der Däne hatte freie Fahrt, ließ Calgary Torhüter Cam Talbot, der für Rettich im Tor stand, ohne Chance. Der Jubel von Winnipeg war kaum verklungen, da hieß es 1:1. Die Jets-Verteidiger hatten Elias Lindholm übersehen und der Schwede glich für die Flames aus. Ein grober Abwehrschnitzer von Winnipeg bescherte Calgary in der 26. Minute durch Mikael Backlund die Führung in der Partie und diese wurde nur 132 Sekunden später durch Sean Monahan sogar noch auf 3:1 ausgebaut. Auch bei diesem Tor, wenn auch in Überzahl, sah die Jets-Defensive sehr anfällig aus. Trotzdem blieb es spannend, denn auch Calgary fabrizierte in der Abwehr Schnitzer. Zwanzig Sekunden nach dem 1:3 gelang Winnipegs Andrew Copp, in Überzahl, der Anschluss zum 2:3. Bei dem Spielstand blieb es für vier Minuten, dann traf Matthew Tkachuk zum 4:2. Auch hier gelang der Schuss aus der Nahdistanz, weil er nicht angegriffen wurde. Ein Abstaubertor in der 49. Minute, erzielt von Milan Lucic brachte das 5:2 und in der Schlussminute durfte Johnny Gadreau mit einem Empty-Netter den Schlusspunkt zum Endstand 6:2 setzen. Entscheidend für den klaren Erfolg war diesmal neben den Abwehrschwächen von Winnipeg das Powerplay von Calgary mit drei erzielten Toren. Torschütze Tkachuk: „Wir mussten auf ihren Sieg antworten und haben dies erfolgreich geschafft. Jetzt haben wir einen Matchpuck und den müssen wir nutzen, ansonsten kann es noch sehr schwer werden.“ Winnipegs Kapitän Blake Wheeler: „Wir müssen jetzt unser nächstes Spiel gewinnen, koste es was es wolle. Wir müssen aus diesem Spiel lernen und eine Siegermentalität an den Tag legen, dann haben wir eine gute Chance.“

 

Carolina Hurricanes – New York Rangers 4:1 (0:0,1:1,3:0)

Serienstand 3:0 

Die Nachspielsaison der New York Rangers ist beendet und das ging schneller als die Experten erwartet hatten. Mit einem Sweep setzten sich die Carolina Hurricanes durch und kann sich jetzt auf die erste Play-Off-Runde vorbereiten.

Den Rangers kann man aber nicht vorwerfen, dass sie sich nicht gewehrt haben. Im ersten Drittel beherrschten sie das Spiel, konnten sich aber in der Offensive nicht durchsetzen. Im zweiten Drittel schien sich das Blatt zugunsten der Rangers zu wenden. Nach einer schönen Einzelleistung traf Chris Kreider bereits nach 12 Sekunden zur Führung für das Team aus Manhattan. Nur drei Minuten später glich der Finne Teuro Teräväinen mit einem Rückhandschuss aus aber noch waren die Rangers nicht geschlagen. Sie spielten mutig nach vorne und fanden ihren Meister in Carolinas Keeper James Reimer, der 38 Paraden zeigte und so zum Matchwinner wurde. Im dritten Drittel wurde Carolina endlich wach und als ein Schuss von Brady Skjei, von Warren Foegele abgelenkt, genau im Toreck von Rangers-Keeper Igor Shestyorkin landete, da wurde die Zeit für die New Yorker immer knapper. Wie die Nerven der Rangers spielten, zeigte das 3:1 für Carolina in der 51. Minute. Jacob Trouba und Tony de Angelo verdaddelten im Aufbau die Scheibe, Carolinas Sebastian Aho schnappte sie sich und verlud Shestyorkin mit einem Rückhandschuss. Sebastian Aho war es dann auch, der mit einem Empty-Netter den Endstand 4:1 herstellte. Carolinas Trainer Rod Brind`Amour war nach dem Seriensieg happy: „Es war ein Sieg des Teamgeistes und deshalb spielen wir noch. Jeder trägt seinen Teil bei und jetzt wollen wir noch weit kommen.“ Rangers-Stürmer Mika Zibanejad war sehr enttäuscht: „Wir haben hart gearbeitet, trainiert und haben alles gegeben und jetzt ist es schon vorbei. Wir sind sehr enttäuscht. Rangers-Trainer David Quinn: „Wir sind über unsere Leistung sehr enttäuscht. Von diesen neun Dritteln, die wir gespielt haben, waren eigentlich nur zwei gut und das ist zu wenig. 

Vegas Golden Knights – Dallas Stars 5:3 (1:0,0:3,4:0)

Im Zwischenrundenspiel (Round Robin) besiegten die Vegas Golden Knights die Dallas Stars nach einem ziemlich verrückten Spiel noch mit 5:3.

Der Start der Knights war dabei stark, denn Chandler Stephenson brachte schon nach 64 Sekunden seine Farben in Führung, als sein haltbarer Schuss von Dallas-Keeper Ben Bishop durch die Schoner rutschte. Im Mitteldrittel zeigten die Stars ihrem Gegner die Zähne und machten aus dem 0:1 ein 3:1. Innerhalb von nur fünf Minuten trafen Joe Pawelski, Jamie Oleksiak und Corry Perrey zur vermeintlichen sicheren Führung.

Im dritten Drittel begannen die Knights ihre Aufholjagd recht spät. Erst in der 50. Minute verkürzte Mark Stone auf 2:3. Sechzig Sekunden später glich Nate Schmidt aus und als William Carrier in der 55. Minute Vegas in Führung schoss, da musste auf einmal Dallas reagieren. Die Texaner warfen jetzt alles nach vorne, konnten aber Vegas-Keeper Robin Lehner nicht bezwingen. Den Endstand 5:3 erzielte schließlich William Karlsson in der letzten Minute mit einem Empty-Netter. Dallas-Trainer Rick Bowness war am Ende verärgert: „Wir hatten vierzig Minuten den richtigen Weg eingeschlagen und ihn dann völlig unnötig verlassen. Aus diesem falschen Verhalten müssen schnellstens die Konsequenzen ziehen.“

 

Minnesota Wild – Vancouver Canucks 3:4 (1:1,0:2,2:1)

Serienstand 1:1

Mit viel Kampfkraft konnten die Canucks den Serienrückstand gegen die Wild ausgleichen, wobei schon der Start rekordverdächtig war. Bereits nach 24 Sekunden knallte Tanner Pearson die Scheibe unter die Latte des Toren von Wild-Keeper Alex Stalock. Etwas überraschend in der 18. Minute der Ausgleich. Obwohl in Unterzahl fuhr Minnesota einen Konter, Luke Kunin versuchte einen Schuss und der landete im Tor. Im zweiten Drittel verschärfte Vancouver das Tempo und erzielte in dieser Phase auch zwei Tore. J.T. Miller in der 24. Minute und Brock Boeser in der 29. Minute machten aus dem 1:1 ein 3:1. Aber Minnesota gab nicht auf, musste aber in der 47. Minute gar noch das 1:4 hinnehmen, als Bo Horvat mit einem fulminanten Schlagschuss in Überzahl Stalock überwinden konnte. Dem zuletzt stark spielenden Kevin Fiala von den Wild gelangen zwar in den letzten drei Minuten noch zwei Tore aber dieser Endspurt kam leider eindeutig zu spät. 

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