Rangers müssen Jagr-Verlust kompensieren

Rangers reagieren: John Tortorella ersetzt Trainer Tom RenneyRangers reagieren: John Tortorella ersetzt Trainer Tom Renney
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Vier Jahre lang war Jaromir Jagr ein Blauhemd, am Samstag und Sonntag müssen die New York Rangers ausgerechnet ohne den nach Omsk (Russland) abgewanderten Superstar in dessen tschechischer Heimat zeigen, was sie zum Saisonauftakt drauf haben. Mit dem Top-Scorer des Teams aus der letzten Saison (25 Tore, 71 Punkte) fehlt bei der NHL-Premiere in Prag etwas Salz in der Suppe.

Aber nicht nur die Fans an der Moldau werden den Nationalhelden vermissen, auch seine Teamkollegen müssen sich erst auf die neue Situation einstellen. Im Angriff lastet nun noch mehr Verantwortung auf den Schultern von Scott Gomez und Chris Drury, zumal mit Brendan Shanahan und Martin Straka zwei weitere Offensivstützen nicht mehr im Kader stehen.

„Das eine Jahr, das ich mit Jaromir Jagr gespielt habe, war etwas Besonderes. Er ist einer der besten Spieler, mit denen ich je in einer Mannschaft war“, erinnert sich Scott Gomez. „Er fehlt aber nicht nur auf dem Eis, sondern auch in der Kabine. Er war immer für einen Lacher gut.“

Eine Führungsrolle soll nun der aus Ottawa als Top-Neuzugang geholte Verteidiger Wade Redden übernehmen. „Ich freue mich, dass ich jetzt in New York und Teil dieses Teams bin. Wir hatten ein großartiges Vorbereitungscamp“, sagt der 31-jährige Kanadier. Um die Erwartungen, die an ihn gestellt sind, weiß er. „Ich war in Ottawa einer der Führungsspieler. Diese Rolle versuche ich auch hier zu übernehmen. Ich will mein Spiel aufziehen und damit dem Team helfen.“

Wade Redden spielt gerne in Europa und freut sich auf das Gastspiel in Prag: „Es ist aber schon was anderes als bei einer WM, jetzt hier ein NHL-Spiel zu bestreiten. Wir wollen natürlich versuchen, diese beiden Spiele zu gewinnen.“

Gegner der Mannschaft von Chefcoach Tom Renney ist jeweils Tampa Bay Lightning. Die „Bolts“ sind schon ein paar Tage früher über den großen Teich gekommen und gut akklimatisiert. Eine Rolle sollte das für die Rangers, die nach einem Zwischenstopp in Bern (Schweiz) am Donnerstag in Prag eintrafen und sich unmittelbar danach bei einem öffentlichen Training 10.000 Zuschauern präsentierten, nicht spielen. „Ich glaube, wir haben uns auch schon an die Zeitumstellung gewöhnt, das ist das Wichtigste“, meint Wade Redden.

Zwei direkte Aufeinandertreffen gab es bereits in der Vorbereitung zwischen diesen Teams. Zweimal gewann der Lightning (3:2, 4:2). Für Unruhe sorgt das bei den New Yorkern allerdings nicht, wie Verteidiger Marc Staal feststellt: „Die beiden Testspiele waren nicht in Bestbesetzung. Wir haben gesehen und wissen, dass Tampa ein hart arbeitendes Team ist, das jetzt ein paar neue Spieler hat.“ Er baut auf eine gute Vorbereitung: „Bevor wir nach Europa gekommen sind, hatten wir schon ein gutes Trainingscamp in New York.“

Viel wird bei den Rangers, die in der letzten Saison in der zweiten Play-Off-Runde die Segel streichen mussten, davon abhängen, wie sich die jüngeren Spieler zurechtfinden und ob sie mehr Verantwortung übernehmen können. Die Defensive um den schwedischen Torhüter Henrik Lundqvist gilt als sattelfest und stärker als die des Lightning.

Die Durchschlagskraft der Offensive ist allerdings noch das dicke Fragezeichen beim viermaligen Stanley-Cup-Gewinner. Das zeigte sich auch bereits in den Testspielen. In allen sechs Partien gegen andere NHL-Teams reichte es jeweils nur zu zwei Treffern. Ob Ähnliches am Samstag und Sonntag in Prag zu Punkten genügt, ist doch recht fraglich.


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