Playoff-Qualifikation: Tobias Rieder gelingt Siegtor für CalgaryDraisaitl erwischt Fehlstart mit Edmonton

Tobias Rieder vollendet einen Konter in Unterzahl zum 2:1 für die Calgary Flames (picture alliance / AP Photo)Tobias Rieder vollendet einen Konter in Unterzahl zum 2:1 für die Calgary Flames (picture alliance / AP Photo)
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Calgary Flames - Winnipeg Jets 4:1

Serienstand: 1:0 

Die Calgary Flames gewannen ihre Auftaktpartie der Playoff-Qualifikation gegen die Winnipeg Jets mit 4:1. Die Jets erwischten den besseren Start und führten nach dem Tor durch Andrew Copp mit 1:0 (9.) nach dem ersten Durchgang. Im zweiten Drittel hatte Calgary deutlich mehr Spielanteile (Torschussverhältnis 18:6) und drehte die Partie durch drei Special-Teams-Tore in eine 3:1-Führung. Erst markierte Johnny Gaudreau (8.) in Überzahl per Abstauber den Ausgleich. Als die Flames in Unterzahl agieren mussten, konnte Winnipeg den Puck an der gegnerischen blauen Linie nicht kontrollieren und der pfeilschnelle deutsche Nationalspieler Tobias Rieder schloss den eigenen Kontor mit einem wunderschönen Rückhandschuss (33.) in den rechten Winkel zur 2:1-Führung ab. Es war das erste Karriere-Playofftor des 27-jährigen Landshuters, der 11:24 Minuten Einsatzzeit erhielt. „Ich habe gerade den Puck in die Rundung kommen sehen und sie haben versucht, ihn an der blauen Linie zu halten, und er ist mir auf die Füße gesprungen", sagte Rieder." Ich hatte viel Platz zum Skaten. Ich habe versucht, den Puck zu kontrollieren. Er rollte lange. Ich legte ihn auf meine Rückhand. Zum Glück ging er rein." Kurz vor der zweiten Drittelpause dann das 3:1 wieder in Überzahl (39.), als Mikael Backlund frei im Slot angespielt wurde und mit einem trockenen Schuss abschloss. Im Schlussabschnitt ließ Calgary mit einer starken Defensivleistung Winnipeg nicht mehr verkürzen und setzte per Empty-Netter (59.) durch Andrew Mangiapane den Schlusspunkt zum 4:1. Besonders bitter für Winnipeg - die beiden Stürmer Mark Scheifele und Patrik Laine mussten aufgrund von Verletzungen das Spiel vorzeitig beenden. 


Edmonton Oilers - Chicago Blackhawks 4:6 (1:4/1:2/2:0)

Serienstand: 0:1

Die favorisierten Edmonton Oilers erwischten im heimischen Rogers Place einen Fehlstart in die Playoff-Qualifikation gegen die Chicago Blackhawks. Bei der 4:6-Niederlage verschliefen die Oilers das erste Drittel komplett und lagen bereits vorentscheidend mit 1:4 im Hintertreffen. Das frühe Führungstor durch Connor McDavid in Überzahl (3.) nach Zuspiel von Leon Draisaitl verlieh Edmonton keine Sicherheit. Stattdessen schlug Chicago mit vier Toren durch Dylan Strome (6.), Jonathan Toews (8.), Brandon Saad (10.) und nochmals Jonathan Toews (13.) zurück und führte zur ersten Drittelpause mit 4:1. Zwar verkürzte Edmonton nach einer Direktabnahme durch Leon Draisaitl in der 25. Minute bei einem weiteren Überzahlspiel auf 2:4, konnte jedoch vorerst keinen weiteren Treffer erzielen. Stattdessen schlug die Stunde von Rookie Domink Kubalik, der zunächst ebenfalls im Powerplay (27.) mit einem harten Schlagschuss von der blauen Linie auf 5:2 stellte, bevor er erneut in Überzahl (38.) den Schuss von Keith Duncan abfälschte und sogar auf 6:2 erhöhte. Nach dem fünften Gegentor war der Arbeitstag für Oilers-Torhüter Mike Smith (18 Paraden, Fangquote 78,3%) beendet und wurde durch Backup Mikko Koskinen (18 Paraden, Fangquote 94,7%) ersetzt. Die Oilers wachten im Schlussdrittel zu spät auf und kamen mit einem Doppelschlag in der 57. Spielminute durch James Neal und Ryan Nugent-Hopkins (Vorlage Draisaitl) nur noch auf 4:6 heran. Die Leistung von Connor McDavid (1 Tor, 2 Vorlagen) und Leon Draisaitl (1 Tor, 2 Assists, 21:54 Minuten Eiszeit) genügte letztendlich nicht, um die Schwächen in der Abwehr auszubügeln. „[Unser Spiel] war einfach nicht gut genug", sagte McDavid bei NHL.com nach der Partie. "Spiel 1 ist wichtig, wir haben es verloren. Wir können jetzt nichts dagegen tun. Wir können uns nur auf Spiel 2 konzentrieren.“ Der 24-jährige Tscheche Dominik Kubalik stahl allen anderen Akteuren die Show und verzeichnete mit zwei Toren und drei Vorlagen einen Rekord, da dies noch nie einem Rookie in seinem ersten Playoffspiel gelang. Ebenfalls zu den Sieggaranten der Blackhawks gehörten Kapitän Jonathan Toews (2 Tore, 1 Assist) und der rechtzeitig wiedergenesene Goalie Corey Crawford (25 Paraden). Die klar favorisierten Oilers müssen sich in der zweiten Partie insbesondere in der Abwehr steigern, um nicht bereits mit 0:2 in der Serie in Rückstand zu geraten. 

New York Islanders - Florida Panthers 2:1 (1:0/1:0/0:1)

Serienstand: 1:0

Nach exakt zwölf Minuten brachte der vor der Trading-Deadline verpflichtete Jean-Gabriel Pageau die New York Islanders in der Partie gegen die Florida Panthers mit 1:0 in Front. Zu Beginn des zweiten Drittels erhöhte Anthony Beauvillier in Überzahl auf 2:0. Der Anschlusstreffer zum 1:2 nach nur 28 Sekunden im Schlussabschnitt durch Jonathan Huberdeau machte die Partie wieder spannend. Allerdings ließ Islanders-Torhüter Semyon Varlamov (27 Paraden), der den Vorzug vor dem deutschen Thomas Greiss erhielt, keinen weiteren Treffer zu. Somit gewannen die New York Islanders am Ende knapp mit 2:1 und führen in der Serie mit 1:0. Der zweite Deutsche Tom Kühnhackl verzeichnete in 11:33 Minuten Spielzeit zwei Checks und hatte einen Plus-Minus-Wert von +1. Am kommenden Dienstag findet Spiel 2 der Serie statt. 

Carolina Hurricanes - New York Rangers 3:2 (1:0/1:1/1:1)

Serienstand: 1:0

Im ersten Spiel der Playoff-Qualifikation empfingen die Carolina Hurricanes die New York Rangers in der Scotiabank in Toronto. Die Hurricanes erwischten einen Start nach Maß und gingen nach nur 61 Sekunden durch Jaccob Slavin mit 1:0 in Führung. Der Finne Sebastian Aho spielte einen schönen Pass in den Slot zu Slavvin, der Rangers-Goalie Henrik Lundqvist mit einem platzierten Schuss in den linken Winkel das Nachsehen gab. Das 2:0 fiel dann in einer Überzahlsituation (27.), als Andrei Svechnikov den Puck Richtung Tor spielte und Sebastian Aho unhaltbar abfälschte. Der Anschlusstreffer für New York dann in der 35. Spielminute, als die Rangers sich im Angriffsdrittel festsetzen konnten und Mika Zibanejad den Schuss von Ryan Lindgren zum 1:2 ins Tor ablenkte. Im Schlussabschnitt überstanden die Rangers gerade ein Unterzahlspiel (51.), als Verteidiger Marc Staal einen Schuss von Martin Necas an den Schlittschuh bekam und der Puck von dort in das eigene Tor zum 1:3 rutschte. In der 59. Minute traf Marc Staal in Unterzahl von der blauen Linie noch in das richtige Tor und verkürzte nochmal auf 2:3. Carolina rettete jedoch die Führung über die Zeit und führt somit in der Best-of-5-Serie 1:0. Carolina verdiente sich den Sieg mit einem Torschussverhältnis von 37:26 und einem starken Penalty Killing, dass alle sieben Unterzahlsituationen überstand.   

Pittsburgh Penguins - Montreal Canadiens 2:3 n.V. (0:1/2:1/0:0/0:1)

Serienstand: 0:1

Einen Überraschungscoup landete der krasse Außenseiter Montreal Canadiens beim 3:2-Sieg nach Overtime gegen die favorisierten Pittsburgh Penguins. Montreal führte bereits nach Treffern durch die beiden 20-jährigen Rookies Jesperi Kotkaniemi (12.) und Nick Suzuki (27.) mit 2:0, bevor Penguins-Star Sidney Crosby (30.) und Bryan Rust noch im zweiten Abschnitt auf 2:2 stellten. Nach einem torlosen letzten Drittel entschied Verteidiger Jeff Petry in der Verlängerung (74.) die Partie, nachdem Pittsburgh den Puck nicht klären konnte und er mit einem platzierten Schuss in den Winkel den vielumjubelten Siegtreffer erzielte. Canadiens-Torhüter Carey Price war mit 39 Paraden ein großer Rückhalt für sein Team, dass den wichtigen ersten Sieg in der Serie einheimste. Pittsburgh steht bereits unter Zugzwang und muss die zweite Partie unbedingt gewinnen, um nicht frühzeitig die Hoffnung auf den Stanley Cup begraben zu müssen.



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