Play-off-Time in der NHL - Teil 2: Eastern Conference

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Morgen Abend startet die NHL mit dem Beginn der Play-offs in die heiße Phase. Auch in der Eastern Conference stehen spannende Duelle auf dem Plan.

Pittsburgh Penguins - Ottawa Senators: Mit viel Spannung wird die Neuauflage des letztjährigen Erstrunden-Duells erwartet. Die Vorzeichen könnten diesmal jedoch unterschiedlicher nicht sein. Die Penguins verpassten nur knapp den Tersten Platz der Eastern Conference und haben mit Sidney Crosby, Marian Hossa, Evgeni Malkin oder Sergei Gonchar ein nahezu unerschöpfliches Arsenal an Klassespielern. Wackelig ist jedoch die Torhüterposition, auf der Marc-Andre Fleury wohl den Vorzug gegenüber Ty Conklin erhält. Zwar zeigte Fleury nach langwieriger Knöchelverletzung gute Leistungen, muss jedoch seine Play-off Tauglichkeit erst noch unter Beweis stellen. Kommt der talentierte Schlussmann gut in die Serie, wird er für den nötigen Rückhalt sorgen.
Die Ottawa Senators und Christoph Schubert taumelten derweil dem Ende der regulären Saison entgegen. Der Stanley Cup Finalist des Vorjahres ist nur noch ein Schatten seiner selbst, der Trainerwechsel (Bryan Murray übernahm für John Paddock) verfehlte seine Wirkung. Zudem müssen die Sens verletzungsbedingt wohl einige Zeit auf Kapitän Daniel Alfredsson sowie auf Mike Fisher verzichten. Starspieler, wie beispielsweise Dany Heatley, sind außer Form, das Team scheint ohne Führung. Auf der Torhüterposition muss der Schweizer Martin Gerber das Vertrauen rechtfertigen und zeigen, dass er auch in einer Endrunde dem Druck gewachsen ist. Ansonsten ist für die Sens bereits in Runde eins Schluss. Tipp: 4:2 Pittsburgh

Montreal Canadiens - Boston Bruins: Dieses Duell zweier Original-Six Teams lässt viele Zuschauer mit der Zunge schnalzen. Schon in der Vergangenheit waren die Paarungen zwischen dem Rekord-Titelträger und den Bruins etwas Besonderes. Auf Seiten der Canadiens werden sich viele Augen auf "Wunder-Torwart" Carey Price richten. Nicht wenige hoffen auf eine Wiederholung der Ereignisse aus dem Jahr 1986, als ein gewisser Patrick Roy, gerade einmal zwanzig Jahre jung, die Habs zum Titel führte. Doch auch der Rest des Teams genügt in diesem Jahr höchsten Ansprüchen und landete in der Vorrunde knapp, aber verdient an der Spitze der Eastern Conference. Alexei Kovalev, die Kostitsyn-Brüder, Tomas Plekanec oder Roman Hamrlik gehören zu den besten Akteuren. Abzuwarten bleibt, wann Saku Koivu nach seinem Fußbruch wieder zum Team stößt.
Die Bruins und Marco Sturm wollen dagegen für eine erste Überraschung sorgen und dem Favoriten ein Bein stellen. Dieses Unterfangen wird jedoch nicht leicht. Denn die Canadiens scheinen über einen tieferen Kader zu verfügen, während sich die Bruins offensiv oftmals nur auf Sturm, Marc Savard oder Verteidiger Zdeno Chara verlassen können. Außerdem bleibt abzuwarten, wie sich Torhüter Tim Thomas gegen seinen deutlich jüngeren Kollegen im Trikot der Habs schlägt. Um den Favoriten wirklich zum Stolpern zu bringen, muss bei den Bruins schon alles passen, auch wenn Stürmer Patrice Bergeron nach seiner Gehirnerschütterung kurz vor den Play-offs von den Ärzten "Grünes Licht" bekam. Tipp: 4:1 Montreal

Washington Capitals - Philadelphia Flyers: Eine Wundertüte ist diese Serie zwischen den Flyers und den Caps. Auf der einen Seite stehen die Caps, die in Alexander Ovechkin den in dieser Saison wohl überragenden Spieler der Liga in ihren Reihen wissen. Ihm zur Seite stehen Alexander Semin, der bärenstarke Rookie Niklas Bäckström sowie die Neuverpflichtungen Matt Cooke und Sergei Fedorov. Hinzu kommen mit Tom Poti und Mike Green zwei Verteidiger der gehobenen Kategorie. Den wichtigsten Schritt unternahmen die Caps jedoch mit der Verpflichtung von Torhüter Cristobal Huet, der den zuletzt nicht mehr ganz so dominaten Olaf Kölzig auf die Bank verdrängte und sicher ein Mosaiksteinchen in der Endrunde sein wird. Den Caps spielt einerseits ihre Unbekümmertheit sowie die Begeisterung, erstmals nach 2003 wieder die Play-offs erreicht zu haben, in die Karten.
Die Flyers qualifizierten sich nach einer wahren Katastrophensaison 2006-07 wieder die Play-offs. Auffällig ist, dass Torhüter-Veteran Martin Biron das erste Mal überhaupt in den Play-offs zum Einsatz kommen wird. Vorne brauchen sich die Flyers mit Mike Richards, R.J. Umberger, Daniel Briere, Jeff Carter und Vaclav Prospal keinerlei Sorgen zu machen. Die Defensive wirkt jedoch steif, unbeweglich und könnte vor allem gegen Spieler wie Ovechkin und Semin an ihre Grenzen stoßen. Die Tagesform wird entscheiden. Allerdings haben die Caps das Momentum derzeit eindeutig auf ihrer Seite. Tipp: 4:2 Washington

New Jersey Devils - New York Rangers: Was soll man noch zu diesem Aufeinandertreffen sagen? Hudson-Series, Tunnel-Series, Brodeur vs. Lundqvist - es dürfte in jedem Fall eine der intensivsten Play-off Paarungen überhaupt werden, in der vor allem die Torhüter den Spielen ihren Stempel aufdrücken werden. Auf der einen Seite steht Henrik Lundqvist, schwedischer Torhüter in Diensten der New York Rangers, Publikumsliebling im Madison Square Garden und zudem fleischgewordener Alptraum der Devils. Bei acht Duellen in der regulären Saison konnten die Devils Lundqvist nur ein Mal bezwingen. Ansonsten stehen für "King Henrik" zwei Shutouts und sieben Siege zu Buche. Rechtzeitig zum Beginn der Play-offs hat auch Jaromir Jagr seine Form wiedergefunden. Der Tscheche traf in den letzten acht Saisonspielen sieben Mal. Zudem wäre da noch der geniale Spielmacher Scott Gomez, der vor der Saison die Farben wechselte und nun für die Rangers stürmt. Chris Drury, Brendan Shanahan und Martin Straka sind ohnehin über jeden Zweifel erhaben, während die Verteidigung der vielleicht einzige Schwachpunkt der Rangers sein wird.
Bei den Devils steht mit Martin Brodeur ein nicht minder gefürchteter Schlussmann zwischen den Pfosten, der stets in den Play-offs zur Höchstform aufläuft. Auch wenn er nicht mehr das defensivstarke Team vergangener Tage vor sich hat, kann er seine Mannschaft dennoch weit bringen. Denn offensiv brauchen sich die Devils mit Zach Parise, Patrik Elias sowie Jamie Langenbrunner und Brian Gionta nicht vor dem großen Stadtrivalen zu verstecken. Beide Mannschaften nehmen sich nicht viel, so dass der Heimvorteil zu einem entscheidenden Faktor werden könnte. Tipp: 4:3 New Jersey

 (Dennis Kohl)



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NHL Hauptrunde

Samstag 14.12.2019
Dallas Stars Dallas
2 : 3
Vegas Golden Knights Vegas
Colorado Avalanche Colorado
3 : 1
New Jersey Devils New Jersey
New York Islanders NY Islanders
3 : 2
Buffalo Sabres Buffalo
Ottawa Senators Ottawa
4 : 3
Columbus Blue Jackets Columbus
Anaheim Ducks Anaheim
4 : 3
New York Rangers NY Rangers
Calgary Flames Calgary
0 : 4
Carolina Hurricanes Carolina
Sonntag 15.12.2019
Nashville Predators Nashville
1 : 4
Dallas Stars Dallas
Edmonton Oilers Edmonton
1 : 4
Toronto Maple Leafs Toronto
Florida Panthers Florida
2 : 4
Boston Bruins Boston
Minnesota Wild Minnesota
4 : 1
Philadelphia Flyers Philadelphia
Montréal Canadiens Montréal
1 : 2
Detroit Red Wings Detroit
Pittsburgh Penguins Pittsburgh
5 : 4
Los Angeles Kings Los Angeles
Tampa Bay Lightning Tampa Bay
2 : 5
Washington Capitals Washington
Arizona Coyotes Arizona
1 : 2
New Jersey Devils New Jersey
St. Louis Blues St. Louis
4 : 3
Chicago Blackhawks Chicago
San Jose Sharks San Jose
- : -
Vancouver Canucks Vancouver
Winnipeg Jets Winnipeg
- : -
Philadelphia Flyers Philadelphia