Pittsburgh Penguins gewinnen auch Spiel 2 um den Stanley CupNach furiosem Schlussdrittel

Jubel in Pittsburgh: Die Penguins führen in der Serie gegen die Nashville Predators mit 2:0. (Foto: dpa/picture alliance/AP Photo)Jubel in Pittsburgh: Die Penguins führen in der Serie gegen die Nashville Predators mit 2:0. (Foto: dpa/picture alliance/AP Photo)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Das zweite Finalspiel begann ähnlich wie Spiel 1 der Serie. Nashville kam mutig aufs Eis, erwischte den etwas besseren Start in die Partie und gab früh erste Warnschüsse auf das Tor von Pittsburgh-Goalie Matt Murray ab. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels wurden die Penguins - bei denen der Deutsche Tom Kühnhackl wieder nicht auf dem Eis stand - dann jedoch immer stärker. So rückte Pekka Rinne, der Schlussmann der Nashville Predators, immer mehr in den Vordergrund. Die ersten großen Torchancen für Pittsburgh vergaben zunächst Olli Määtä, der mit der Rückhand an Rinne scheiterte und anschließend Patric Hornqvist, der es mit einem Bauerntrick versucht hatte - wieder parierte Rinne glänzend. Die Führung für den Gastgeber schien eine Frage der Zeit.

Führung für Nashville – Penguins schlagen zurück

Nachdem sowohl Chris Kunitz (Crosscheck) als auch Evgeni Malkin (Haken) auf der Strafbank saßen, drehte sich das Momentum zugunsten der Preds, die aus der doppelten Überzahl trotz mehrerer Gelegenheiten jedoch kein Kapital schlagen konnten. Wenig später gelang dem Western Conference Champion dann aber doch die erste Führung der Finalserie – nachdem in Spiel 1 der Führungstreffer durch P.K. Subban noch aberkannt worden war. Pontus Åberg setzte sich auf der linken Seite mit einer sehenswerten Einzelaktion durch, umkurvte Murray und versenkte die Scheibe zum 1:0 für Nashville.

Anschließend vergab Nashville jedoch mehrere Hochkaräter, die Führung hochzuschrauben. Und das wurde bestraft: Pittsburgh kam durch den überragend aufspielenden Rookie Jake Guentzel kurz vor der ersten Pause doch noch zum Ausgleich. Nachdem Sheary die Scheibe in Richtung Gehäuse feuerte, stocherte Guentzel den Abpraller über die Linie. Trotz einiger Glanzparaden bis zu diesem Zeitpunkt sah Rinne bei dieser Aktion nicht gut aus. Mit dem leistungsgerechten 1:1 ging es folgerichtig in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt wurde dann klar, worum beide Teams nach dieser extrem langen Saison in einem nervenaufreibenden Finale kämpfen:  um nichts weniger als den Stanley Cup. Beide Teams lieferten sich einen harten Playoff-Kampf um jeden Zentimeter und bemühten sich, Fehler zu vermeiden und in Rückstand zu geraten. So neutralisierten sich die beiden Teams über weite Strecken. Durch starke Leistungen der beiden Goalies und ein schwaches Powerplay der Penguins fielen im Mitteldrittel keine Treffer. 

Vier Minuten zum Knockout

Im Schlussabschnitt wurde den 18.643 Fans dann jedoch ein ganz anderes Bild geboten. 3:18 Minuten reichten für Pittsburgh, um den abwesenden Predators drei Tore einzuschenken und den K.O. in Spiel zwei zu verpassen. Es waren gerade einmal zehn Sekunden im Schlussdrittel gespielt, da besorgte erneut Jake Guentzel das Game-Winning-Goal nach einem Abpraller. Guentzel ist nun der punktbeste US-Rookie in einer Postseason mit 19 Punkten (zwölf Tore, sieben Assists). Nur drei Minuten später brachte Phil Kessel die Scheibe nach einem 2 auf 1 in den Slot, wo sie vom Schlittschuh des eigenen Verteidigers ins Tor abgefälscht wurde - Symbolcharakter für den Schlussabschnitt. Es offenbarte sich ein Schockzustand, den Nashville nicht mehr verarbeiten konnte. Nur 15 Sekunden später schlief die sonst so starke Nashville-Defensive erneut, sodass Evgeni Malkin alleine auf Pekka Rinne zustürmen konnte und eiskalt den 4:1-Endstand markierte. Der Knockout für die Predators. Im Verlauf des Schlussdrittels wurde den Penguins sogar noch der 5:1-Treffer durch Patric Hornqvist nach einer vorangegangenen Abseitsstellung aberkannt. Die Entscheidung der Referees sollte jedoch weniger folgenreich sein als die aus der ersten Begegnung.

Zwei Siege zur Titelverteidigung

Die Predators schafften es zum Schluss nicht mehr, den Rückstand aufzuholen und mussten sich auch im zweiten Aufeinandertreffen mit dem amtierenden Stanley-Cup-Champion geschlagen geben. „Ich glaube, das Team glaubt innerlich an sich und die Fähigkeit, Tore zu erzielen“, sagte Pittsburgh-Trainer Mike Sullivan nach der Partie. Von der Titelverteidigung spricht Jake Guentzel jedoch vorerst noch nicht. „Es ist schwer, wir müssen jetzt auswärts antreten und das werden sicherlich schwere Spiele“, so der Siegschütze.

Durch die 2:0-Führung in der Finalserie fehlen dem amtierenden Meister noch zwei weitere Siege, um den Titel erfolgreich zu verteidigen. Dies gelang in der Ära des Salary Cups bisher noch keiner Mannschaft. Zuletzt feierten die Detroit Red Wings 1997 und 1998 zwei Meisterschaften in Folge.

Spiel 3 um den Stanley Cup steigt in der Nacht zum Sonntag in Nashville (2 Uhr). Es bleibt abzuwarten, ob Nashville noch einmal verkürzen kann, oder ob die Penguins sich drei Matchpucks zur Titelverteidigung sichern können.

Benedikt Hellmann

Patrik Laine und Pierre-Luc Dubois tauschen die Teams
Columbus beschert Tampa Bay erste Saisonniederlage

Einen spektakulären Tausch gab es am Samstag zwischen den Winnipeg Jets und Columbus Blue Jackets. Patrik Laine und Jack Roslovic wechseln nach Columbus, während im ...

Starker Grubauer führt Avalanche mit 36 Paraden zu drittem Saisonsieg
Draisaitl-Tor zu wenig bei Oilers-Niederlage, Grubauer glänzt bei Sieg der Avalanche

Die Edmonton Oilers verlieren ein enge Partie trotz Unterzahltor von Leon Draisaitl gegen die Toronto Maple Leafs. Tobias Rieder verliert im Shootout mit Buffalo geg...

Ohne Grubauer unterliegen die Avs den LA Kings
Ottawa verlieren ohne Stützle erneut gegen die Jets, Meister Tampa Bay marschiert

Tampa Bay Lightning legt einen Blitzstart hin: Drei Siege aus den ersten drei Spielen - und das ohne Top-Scorer Nikita Kutcherov, der frühestens in den Playoffs wied...

Ovechkin, Kuznetsov, Orlov und Samsonov von den Quarantäne-Maßnahmen für mindestens vier Spiele betroffen
Sperre für Ovechkin und drei weitere Caps-Spieler nach Verstoß gegen COVID-19-Protokoll

Die Washington Capitals erhalten eine Strafe von 100.000 US-Dollar und müssen für mindestens vier Spiele auf Superstar Alex Ovechkin, Evgeny Kuznetsov, Dmitry Orlov ...

Siegtor bei Auswärtserfolg der Oilers gegen Toronto Maple Leafs
Draisaitl bringt Edmonton zurück in die Erfolgsspur

Fünf Duelle fanden in der vergangenen Nacht statt. Die Edmonton Oilers erkämpfen einen wichtigen Sieg gegen Toronto und beenden eine kleine Niederlagenserie. Nico St...

Grubauer führt Colorado zum Sieg gegen die LA Kings
Ottawa verliert ohne Stützle, Red Wings siegen ohne Greiss

Tim Stützle musste wegen einer nicht näher bezeichneten „kleinen Verletzung“ passen gegen die Winnipeg Jets, im Tor der Red Wings bekam Jonathan Bernier den Vorzug....

Knappe Niederlage für Greiss und Edmonton verliert erneut gegen Montreal
Rieder gewinnt erstmals mit Buffalo, erste Niederlage für Sturm mit Minnesota

Zehn Spiele standen am Montag auf dem Spielplan. Leon Draisaitl und Dominik Kahun verlieren erneut mit den Edmonton Oilers, während Tobias Rieder den ersten Saisonsi...

Jetzt mit Gratismonat starten!
Die NHL Live & im Replay auf DAZN

NHL Hauptrunde

Samstag 23.01.2021
Chicago Blackhawks Chicago
4 : 1
Detroit Red Wings Detroit
Minnesota Wild Minnesota
4 : 1
San Jose Sharks San Jose
Dallas Stars Dallas
7 : 0
Nashville Predators Nashville
Arizona Coyotes Arizona
5 : 2
Vegas Golden Knights Vegas
Washington Capitals Washington
4 : 3
Buffalo Sabres Buffalo
Pittsburgh Penguins Pittsburgh
4 : 3
New York Rangers NY Rangers
Anaheim Ducks Anaheim
2 : 3
Colorado Avalanche Colorado
Toronto Maple Leafs Toronto
4 : 2
Edmonton Oilers Edmonton
Carolina Hurricanes Carolina
- : -
Florida Panthers Florida
Columbus Blue Jackets Columbus
5 : 2
Tampa Bay Lightning Tampa Bay
Sonntag 24.01.2021
St. Louis Blues St. Louis
4 : 2
Los Angeles Kings Los Angeles
Boston Bruins Boston
6 : 1
Philadelphia Flyers Philadelphia
Winnipeg Jets Winnipeg
6 : 3
Ottawa Senators Ottawa
Vancouver Canucks Vancouver
2 : 5
Montréal Canadiens Montréal
Chicago Blackhawks Chicago
- : -
Detroit Red Wings Detroit
Arizona Coyotes Arizona
- : -
Vegas Golden Knights Vegas
Washington Capitals Washington
- : -
Buffalo Sabres Buffalo
Calgary Flames Calgary
- : -
Toronto Maple Leafs Toronto