Philipp Grubauer kann Niederlage gegen Flames nicht verhindernPlay Offs - Runde 1: Washington startet mit Heimsieg

Philipp Grubauer spielte sehr solide, konnte aber die Niederlage zum Auftakt in Calgary nicht verhindern.Philipp Grubauer spielte sehr solide, konnte aber die Niederlage zum Auftakt in Calgary nicht verhindern.
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Boston Bruins - Toronto Maple Leafs 1:4

Play Off-Stand: 0:1

Die Toronto Maple Leafs konnten das erste Spiel der Serie gegen die Boston Bruins mit 4:1 für sich entscheiden. Zunächst gingen die Bruins durch Patrice Bergeron, der in Überzahl perfekt von Brad Marchand freigespielt worden war, nach knapp zehn Minuten mit 1:0 in Führung.

Dann kam Mitchell Marner, Doppel-Torschütze und Mann des Abends. Kurz vor Ende des ersten Drittels verwertete er einen Pfostenkracher von Jake Muzzin zum wichtigen Ausgleich. Kurz nach Beginn des zweiten Abschnitts hatte Boston eine Überzahlsituation, in der DeBrusk als letzter Mann den Puck an der gegnerischen Zone vertändelte und Marner alleine auf Bruins-Torhüter Tuukka Rask zulief, jedoch im letzen Moment von DeBrusk auf Kosten eines Penaltys gestoppt wurde. Den anschließenden Penaltyschuss verwandelte Marner ohne Probleme.

Das 3:1 für Toronto fiel dann zu einem Zeitpunkt, als Boston drauf und dran war das 2:2 zu erzielen.

Nazem Kadri spielte einen starken Pass aus der eigenen Zone auf William Nylander, der im Alleingang Rask tunnelte. So ging Toronto mit einer 3:1-Führung in den letzten Spielabschnitt. 

Boston konnte die Abwehr der Maple Leafs nicht mehr überwinden. Stattdessen erzielte John Tavares kurz vor Schluss, nach eigenem Bullygewinn, das entscheidende 4:1 per Empty-Net-Tor. Toronto gewinnt am Ende verdient, dank der besseren Chancenverwertung und einem überragenden Frederik Andersen mit 37 Paraden und einer Fangquote von 97,4 Prozent.

Boston muss sich vorwerfen lassen, zu viele individuelle Abwehrfehler gemacht zu haben und dass am Ende eben die Effektivität im Angriff gefehlt hat.

Washington Capitals - Carolina Hurricanes 4:2

Play Off-Stand: 1:0

Der amtierende Stanleycup-Sieger Washington Capitals gewinnt das erste Play Off-Spiel gegen die Carolina Hurricanes mit 4:2. Nach dem ersten Spielabschnitt führten die Capitals bereits souverän mit 3:0.

Nicklas Backström traf mit einem verdeckten Handgelenkschuss in den Winkel zum 1:0. In Überzahl erhöhte der 31-jährige Schwede auf 2:0. Alex Ovechkin verwertete ebenfalls in Überzahl einen Abpraller zur 3:0-Pausenführung. Bis zur 46. Spielminute konnten die Caps diese Führung verwalten. Dann traf jedoch Andrei Svechnikov doppelt, einmal per Alleingang und per Direktschuss nach einem wunderschönen Querpass von Lucas Wallmark, für Carolina und plötzlich war das Spiel wieder offen. Es waren die ersten beiden Play Off-Tore des russischen Rookies. 

Braden Holtby (27 Saves, Fangquote 93,1 Prozent) im Tor der Caps hielt den weiteren Angriffen der Hurricanes stand. Erst Lars Eller erlöste Washington 37 Sekunden vor Ende, als Gäste-Torhüter Petr Mrazek bereits das Tor für einen weiteren Feldspieler verlassen hatte.

Das Schussverhältnis von 29-18 für Carolina zeigt, dass die Hurricanes keinesfalls unterlegen waren. Washington schaltete ähnlich wie Tampa Bay nach einer entspannten Führung zurück und ließ den Gegner in das Spiel kommen. Diesmal jedoch mit dem besseren Ende für den Favoriten.

Calgary Flames - Colorado Avalanche 4:0

Play Off-Stand: 1:0

Die Calgary Flames wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen die erste Play Off-Partie gegen die Colorado Avalanche mit 4:0. Colorado konnte das Spiel lange ausgeglichen gestalten und wäre beinahe Anfang des zweiten Drittels nach zwei Großchancen im Powerplay durch Landeskog und Brassard in Führung gegangen. Beide Chancen vereitelte der starke Mike Smith im Tor der Flames mit seiner Fanghand.

In der 35. Minute umkurvte Andrew Mangiapane die Abwehr der Avalanche und überwand am Ende den bereits am Boden liegenden Philipp Grubauer. Kurze Zeit später erhöhten die Flames im Powerplay auf 2:0. Matthew Tkachuk fälschte einen Schuss von Mark Giordano unhaltbar für Grubauer ab. Avalanche-Trainer Bednar plädierte auf Torwart-Behinderung - der Schiedsrichter entschied jedoch nach Videobeweis zu Recht auf Tor.

Colorado steckte allerdings nicht zurück und versuchte in Drittel drei nochmal alles. Nathan MacKinnon traf den Pfosten und Mike Smith reagierte überragend beim Nachschuss von Kerfoot. Smith sollte an diesem Abend trotz einiger weitere guter Einschussmöglichkeiten für Colorado nicht mehr überwindbar sein.

In einer weiteren Überzahlsituation wurde Grubauer die Sicht verdeckt und Mikael Backlund machte alles klar. Als Grubauer seinen Kasten zugunsten eines weiteren Feldspieler verlassen hatte, setzte Matthew Tkachuk nach Vorlage von Torhüter Mike Smith den Schlusspunkt.

Der deutsche Torhüter Philipp Grubauer bestätigte seine gute Form und konnte mit 28 Paraden und einer Fangquote von 90,3 Prozent sein Team lange im Spiel halten. Sein Gegenüber Mike Smith überragte allerdings und konnte alle 26 Schüsse halten und verdiente sich seinen Shutout redlich.

Colorado muss in Spiel zwei an der Chancenverwertung arbeiten, um nicht bereits mit 0:2 ins Hintertreffen zu geraden und unter enormen Druck vor heimischer Kulisse zu stehen.


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