Penguins mit zehntem Heimsieg in Folge, Coyotes schlagen die HabsNHL kompakt

Ryan Reaves traf unter den Augen von Willie ORyan Reaves traf unter den Augen von Willie O'Ree zur Führung für die Penguins gegen die Kings. (picture alliance / AP Images)
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Ryan Reaves, dunkelhäutiger Stürmer der Pittsburgh Penguins, hat Wort gehalten: Willie O'Ree, der erste Afro-Amerikaner in der Geschichte der NHL, hatte die Pens beim Training besucht und sich auch deren Heimspiel gegen die Los Angeles Kings angeschaut. Bei dieser Gelegenheit hatte Reaves versprochen, ein Tor für ihn zu schießen. Und nachdem der Angreifer der Penguins im ersten Drittel eine gute Möglichkeit ausgelassen hatte, machte er es im MIttelabschnitt besser: Die Kings bekamen die Scheibe nicht aus der eigenen Zone, irgendwie landete sie bei Ryan Reaves der vom rechten Bullykreis mit einem platzierten Handgelenkschuss über die Stockhand von Jonathan Quick zur Führung für die Penguins traf. DIese glichen die Kings nur 76 Sekunden später in Überzahl aus. Dion Phaneuf, unter der Woche von den Ottawa Senators nach Kalifornien gewechselt und erst in letzter Sekunden mit gültigen Papieren ausgestattet, traf in seinem ersten Spiel an neuer Wirkungsstätte. Ebenfalls im Powerplay gingen die Peguins erneut in Führung, als Zach Aston-Reese einen Schlagschuss Kris Letang durch die Schoner von Jonathan Quick abfälschte. In der Schlussminute traf Malkin für die Penguins noch ins leere Kings-Tor. Pittsburghs Torwart Matt Murray rettete einge Male spektakulär und parierte insgesamt 34 von 35 Schüssen der Kings. Der Meister der beiden vergangenen Jahre feierte damit seinen zehnten Heimsieg in Serie und nähert sich so ganz allmählich dem Franchise-Rekord von 2014/2015, als man 13 Partien in Folge vor den heimischen Fans gewinnen konnte. Mit dem Sieg haben die Pittsburgh Penguins bei nur drei Punkten Rückstand auf die Washington Capitals, die jedoch zwei Spiele weniger absolviert haben, sogar den Titel in der starken Metropolitan Division wieder im Visier. Tom Kühnhackl kam nicht für die Pens zum Einsatz.

Nach überstandener Krankheit zu Beginn des Monats kommt Tobias Rieder mit den Arizona Coyotes immer besser in Fahrt: Gegen die Montreal Canadiens erzielte er mit einem sehenswerten Direktschuss nach schöner Kombination im Powerplay über Oliver Ekman-Larsson und Clayton Keller das Tor zum 4:2 für die Koyoten gegen die Habs. Ein Treffer zur rechten Zeit: Denn ebenfalls in Überzahl hatte Clayton Keller die Coyotes im ersten Drittel in Führung gebracht, die Brendan Perlini mit einem Doppelschlag zu Beginn des MIttelabschnitts innerhalb von nur 19 Sekunden scheinbar komfortabel ausbaute. Im Schlussdrittel kamen die Canadiens jedoch durch zwei schnelle Tore von Brendan Gallagher und Daniel Carr innerhalb von 112 Sekunden heran - doch dann kam der große Auftritt von Rieder, der nach seinem achten Saisontor Sturmpartner Josh Archibald noch den fünften Treffer der Coyotes an diesem Abend auflegte, mit dem die Partie endgültig entschieden war. Rieder steht damit bei fünf Punkten aus den letzten drei Partien. Trotz des Erfolges bleibt das Team aus Glendale 42 Punkten auf dem letzten Platz der Western Conference und hat damit auch die schlechteste Punkteausbeute aller Mannschaften der NHL.

Meilensteine für William Karlsson und Alexander Ovechkin

Nur acht Punkte vor den Coyotes und meilenweit hinter den eigenen Erwartungen liegen die Edmonton Oilers auf dem drittletzten Platz im Westen. Gegen das Top-Team aus Las Vegas hatten sie wenig zu bestellen: DIe neugegründeten Vegas Golden Knights erzielten vor heimischen Publikum vier Tore in Folge durch Ryan Carpenter, Jonathan Marchessault, William Karlsson und Erik Haula. Für Karlsson war es das 30. Saisontor und gleichzeitig Karriere-Scorerpunkt Nummer 100. Leon Draisaitl blieb am Ende nur noch die kleine Genugtuung, mit seinem Treffer im Schlussdrittel Vegas-Goalie Marc-Andre Fleury den Shutout vermasselt zu haben. Der deutsche Nationalspieler steht damit bei 17 Saisontoren und insgesamt 50 Punkten in bislang 52 Saisonspielen.

Thomas Greiss kam für die New York Islanders im Derby gegen die Rangers nicht zum Einsatz. Jaroslav Halak, der im internen Duell mit dem Deutschen derzeit die Nase vorn hat, parierte alle 50 Schüsse der Rangers und verfehlte damit den Franchise-Rekord von Glenn Healy aus dem Jahr 1990 um nur einen Save. Matt Barzal, bärenstarker Rookie der Isles und heißer Anwärter auf die Calder-Trophy für den besten Newcomer der Liga, leistete bei allen drei Treffern der Islanders die Vorarbeit. Während die Islanders damit wieder in Schlagdistanz zum letzten Wild-Card-Platz der Eastern Conference gekommen sind, haben die Rangers durch ihren katatrophalen Lauf seit Jahresbeginn weiter an Boden eingebüßt. Trotz des letzten Platzes in der Metropolitan Division haben sie bei nur drei Punkten Rückstand auf die Carolina Hurricanes noch gute Chancen auf die Qualifikation für die Endrunde.

Philipp Grubauer glänzte beim 5:2-Auswärtssieg der Washington Capitals nicht nur mit einigen Paraden, sondern trat auch als Vorbereiter in Erscheinung: Nach einer Parade des gebürtigen Rosenheimers schnappte sich Caps-Stürmer Andre Burakowsky hinter dem eigenen Tor die Scheibe und marschierte "from coast to coast" zu seinem sechsten Saisontor. Washingtons Superstar Alexander Ovechkin verbuchte einen Treffer und drei Assists. Damit wurde er der 61. Spieler der NHL-Geschichte, der die Marke von 1100 Punkten übertroffen hat. Caps-Tough Guy Tom Wilson traf doppelt und hat mit seinen neun Saisontoren einen Karriere-Bestwert erreicht. Philipp Grubauer hielt insgesamt 32 Schüsse der Wild, für die nur Eric Staal und der Schweizer Nino Niederreiter traf. Ebenfalls viefach punktete Nikita Kucherov, Ovechkins russischer Landsmann und Top-Scorer der Liga mit 76 Punkten, beim 4:1 seiner Tampa Bay Lightning gegen die Detroit Red Wings.

Die weiteren Ergebnisse der vergangenen Nacht im Überblick:
New Jersey Devils - Carolina Hurricanes 5:2
Ottawa Senators - Buffalo Sabres 3:2 (OT)
Nashville Predators - Calgary Flames 3:4
Chicago Blackhawks - Anaheim Ducks 2:3
San Jose Sharks - Vancouver Canucks 4:1   

 

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