Oilers gewinnen wildes Spiel gegen die Anaheim DucksNHL kompakt

Rick Nash wechselte am gestrigen Sonntag von den New York Rangers zu den Boston Bruins. (picture alliance - AP Photo)Rick Nash wechselte am gestrigen Sonntag von den New York Rangers zu den Boston Bruins. (picture alliance - AP Photo)
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"Alles, was Leon Draisaitl im Moment anpackt, scheint in ein Tor zu münden", sagte einer der Kommentatoren beim gestrigen Spiel der Edmonton Oilers beim Divisionsrivalen aus Anaheim. Bereits nach 13 Sekunden brachte er sein Team in Fühung. Mike Cammalleri hatte den Ducks die Scheibe abgeluchst und sie direkt zu Draisaitl gepasst, der aus halbrechter Position traf. Danach entwickelte sich ein spannendes Spiel, das gegen Ende - wie auch schon in den letztjährigen Play-offs - dramatisch wurde. Nur 93 Sekunden nach der Führung der Oilers glichen die Ducks durch Richard Rackell aus, doch noch im ersten Drittel gingen die Gäste aus der kanadischen Provinz Alberta erneut in Führung durch Anton Sleypyshev. Im MIttelabschnitt glichen die Kalifornier nach nur 82 Sekunden aus: Adam Henrique traf im Powerplay mit einem harten Direktschuss vom rechten Bullykreis. Ryan Strome brachte die Oilers auf Zuspiel von Leon Draisaitl zum dritten Mal an diesem Abend in Führung. Diese baute er im Schlussdrittel aus. Erst sechs Minuten vor dem Ende schaffte Anaheims Kapitän Ryan Getzlaf den Anschlusstreffer zum 3:4 aus Sicht der Ducks. Als aber Ilko Parinen nur eineinhalb Minuten später den Zwei-Tore-Vorsprung wieder hergestellt hatte, schien das Spiel entschieden. Doch da hatten sich die Oilers, die erstmals ohne den nach Columbus getradeten Mark Letestu antraten, zu früh gefreut: Anaheim nahm den Torhüter vom Eis und erzwang mit dem Extra-Angreifer noch zwei Tore innerhalb von nur 14 Sekunden. Beide erzielte Richard Rackell, der damit seinen dritten Karriere-Hattrick erreichte. In der fälligen Overtime traf zunächst Getzlaf nur die Latte, für Edmonton verpasste Connor McDavid das Siegtor, als er seinen Direktschuss nach Querpass von Leon Draisaitl nicht am Ducks-Keeper vorbeibrachte. Im Shootout machte er es besser und verwandelte den entscheidenden Versuch. Neben dem Sieg-Tor verbuchte der Oilers-Kapitän noch drei Assists.

Das Spielerkarussel dreht sich immer schneller

Mit 15 Punkten Rückstand auf den letzten Play-off-Platz scheint sich das Thema Endrunde für die Oilers erleidgt zu haben. Insofern ist der Letestu-Trade als Teil des Neuanfangs zu sehen, denn einige Analysten sehen Letestus Leistung als einen der Gründe für das deutlich schwächere Abschneiden der Oilers in dieser Saison. Coach Todd McLellan hatte lange am 33jährigen Lokalmatador, der rund 200 Kilometer östlich von Edmonton in Elk Point zur Welt gekommen ist, festgehalten, doch nun hat sich das Management der Oilers zu einem Trade entschlossen, der den 24jährigen Schweden Pontus Aberg aus Nashville nach West-Kanada bringt. In Tennessee nicht so recht um Zug gekommen, hat er für ein vergleichweise geringes Gehalt von 650.000 Dollar das Zeug zum Top 6-Stürmer bei den OIlers.

Einen Aufsehen erregenden Deal haben die Boston Bruins gelandet: Der Meister von 2011 sicherte sich die Dienste von Rick Nash, der nach sechs Spielzeiten am Broadway von den New York Rangers nach Massachusetts wechselt. Im Gegenzug werden die Stürmer Ryan Spooner und Matt Beleskey künftig für die New Yorker auflaufen. Zudem traten die Bruins die Rechte an Verteidiger Ryan Lindgren ab sowie ihren Erstrunden-Draft-Pick 2018 und die Wahl in der siebten Runde beim diesjährigen Draft. In seinem ersten Einsatz für den neuen Arbeitgeber bleib Nash jedoch punktlos und konnte die 1:4-Niederlage seiner Mannschaft bei den Buffalo Sabres nicht verhindern. Nashs ehemaliges Team verlor nach Verlängerung zuhause gegen die Detroit Red Wings, ehemaliger Club des frisch gekürten Olympiasiegers und Triple Gold Club-Mitglieds Pavel Datsiuk. Die 2:0-Führung der Gäste konnten die Rangers noch ausgleichen, sechs Sekunden vor dem Ende der Verlängerung sorgte jedoch Trevor Daley für den Siegtreffer der Wings in diesem "Original Six"-Duell.

Wie Rick Nash wechselt auch der Tscheche Tomas Plekanec von einem Traditionsclub zu einem anderen: Nach fast 1000 Spielen für den Club gaben ihn die Montreal Canadiens an die Toronto Maple Leafs ab und bekam im Tausch den Stürmer Kerby Rychel sowie Verteidiger Rinat Valiev und einen Zweitrunden-Wahlrecht im kommenden Draft. Davon haben die Habs nunmehr vier und können das Team mit neuen, talentierten Spielern umbauen.

Die weiteren Ergebnisse der vergangenen Nacht im Überblick:
Nashville Predators - St. Louis Blues 4:0
Minnesota Wild - San Jose Sharks 3:2 (OT)
Arizona Coyotes - Vancouver Canucks 1:3


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