Ohne Greiss: Islanders-Aufholjagd endet in Overtime-NiederlageRookie-Torhüter Demko lässt Vancouver jubeln

Jakub Voracek bejubelt mit Torschütze Scott Laughton den Overtime-Sieg (picture alliance / ASSOCIATED PRESS)Jakub Voracek bejubelt mit Torschütze Scott Laughton den Overtime-Sieg (picture alliance / ASSOCIATED PRESS)
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Philadelphia Flyers - New York Islanders 4:3 n.V.

Play-off-Stand: 2:3

Der deutsche Islanders-Torhüter Thomas Greiss, der in Spiel 4 mit 36 Paraden eine überragende Partie spielte, musste in Spiel 5 wieder Platz für den Russen Semyon Varlamov im Tor machen. Er und der zweite Deutsche im Islanders-Trikot Tom Kühnhackl, der erneut nicht zum Kader gehörte, sahen eine fast identische Partie wie in Spiel 2, als New York spät ausglich, um in der Verlängerung doch zu verlieren. Zunächst erspielte sich Philadelphia bis zu Beginn des dritten Abschnitts eine verdiente 3:1-Führung heraus. Allerdings drehten die Mannen aus Long Island im Schlussabschnitt wieder auf und egalisierten durch zwei späte Tore von Brock Nelson (56.) und Derek Brassard (58.) zum 3:3-Ausgleich. „Am Ende des Spiels sind sie ganz schön angerannt gekommen", gab Philadelphia-Kapitän Claude Giroux zu. "Da müssen wir uns natürlich anschauen, was wir falsch gemacht haben.“ In der anschließenden Verlängerung behielten die Flyers erneut die Nerven und hatten durch das Siegtor von Scott Laughton (73.) das bessere Ende für sich. Dabei war für Philadelphia endlich Verlass auf die Leistungsträger, die bislang in der Postseason nicht überzeugten und in der Kritik standen. Claude Giroux, James van Riemsdyk und Matt Niskanen erzielten alle drei ihren ersten Treffer der diesjährigen Playoffs und hatten so großen Anteil daran, dass das vorzeitige Playoff-Aus abgewendet werden konnte. 
„Jeder Sieg nach Verlängerung in den Playoffs ist ein großer Sieg", betonte Flyers-Coach Alan Vigneault die Bedeutung des Spiels. „Mir hat unser Kampfgeist heute gefallen. Unsere Spieler sind heute aufs Eis gegangen, um zu kämpfen und das werden wir im nächsten Spiel genauso machen.
„Islanders-Stürmer Josh Bailey, der zwei Torvorlagen beisteuerte, meinte nach der Partie: "Natürlich hätten wir es heute Abend gerne beendet. Das ist nun nicht der Fall. Es ist eine lange Playoff-Serie, in der man Rückschläge verkraften und einen Weg finden muss. Also werden wir zurückkommen und sicherstellen, dass wir für das nächste Spiel bereit sind." Philadelphia liegt mit 2:3 in der Playoff-Serie hinten und muss auch Spiel 6 gewinnen, um nicht vorzeitig auszuscheiden. New York hingegen könnte mit dem Sieg den ersten Einzug in das Conference-Finale seit 1993 klar machen. Damals verloren die „Isles“ mit 1:4 gegen Montreal. 

Tore: 

1:0 Matthew Barzal (Bailey / Eberle) 1:20 (PPG)
1:1 Claude Giroux (Myers / Couturier) 35:45
1:2 James van Riemsdysk (Laughton / Konecny) 38:18
1:3 Matt Niskanen (Konecny / Hayes) 44:32
2:3 Brock Nelson (Bailey / Mayfield) 55:46
3:3 Derek Brassard (Clutterbuck / Cizikas) 57:19
3:4 Scott Laughton (Provorov / Giroux) 72:20

Vegas Golden Knights - Vancouver Canucks 1:2

Play-off-Stand: 3:2

Was für ein Playoff-Debüt von Canucks-Goalie Thatcher Demko. Mit 42 Paraden und einer Fangquote von 97,7 Prozent überragte der 24-jährige US-Amerikaner bei seinem ersten Playoff-Start der Karriere. Der eigentliche Backup rückte für die etatmäßige Nummer eins Jacob Markström zwischen die Pfosten, da der Schwede mit „unfit to play“ vor der Partie eingestuft wurde. Thatcher Demko sagte nach dem Spiel: „Es ist etwas Besonderes, zum ersten Mal in den Playoffs zu sein. Es war eine einzigartige Situation, aber Playoffs sind das, woran ich schon seit meiner Kindheit teilnehmen wollte und es ist ganz speziell diese Gelegenheit zu bekommen. Ich möchte einfach weiter helfen, so gut ich kann."
Es war eine verrückte Partie, in der die Vegas Golden Knights ihre klare Überlegenheit mit 43:17-Torschüssen nicht in einen Sieg umwandeln konnten. Zwar brachte Knights-Verteidiger Shea Theodore, der mittlerweile seinen 15. Scorerpunkt der Endrunde erzielte, Vegas in der 36. Minute in Führung. Doch nur 24 Sekunden später glich Brock Boeser zum 1:1 aus. Den Spielverlauf auf den Kopf stellte Elias Pettersson, als er zu Beginn des Schlussdrittels die erstmalige Führung für Vancouver erzielte, welche bis zum Schluss Bestand haben sollte. Vegas war in allen drei Dritteln (10:6 / 18:4 / 15:7) bei den Torschüssen völlig überlegen und schoss in den letzten 40 Minuten sogar mit 33:11, dreimal so oft auf den Kasten, wie der Gegner. Robin Lehner, der wieder den Vorzug vor Marc-Andre Fleury im Tor der Golden Knights erhielt, erlebte zwar mit 15 Paraden einen relativ ruhigen Abend, musste sich dennoch entscheidend zweimal geschlagen geben. Dieser meinte nach dem Spiel: „Demko hatte ein gutes Spiel. Vancouver spielte ein bisschen besser in der Defensive, um unser Anstürmen aufzuhalten. Sie haben mit fünf Jungs ziemlich eng gespielt und uns nach außen gedrängt. Wir hatten unsere Momente, in denen wir wirklich Druck gemacht und einige gute Gelegenheiten bekommen haben. Demko war jedoch da und hielt sie im Spiel. Wir müssen im nächsten Spiel genauso weitermachen, um erfolgreich zu sein." 
Entscheidender Schachzug von Canucks-Coach Travis Green: Er stellte nach anfänglichen Schwierigkeiten die Reihen um und bildete die Sturmreihe aus Brock Boeser (1 Tor, 1 Assist), Elias Pettersson (1 Tor) und T.J. Miller (2 Vorlagen), die für beide Treffer zuständig waren. „Wir haben einen Funken gebraucht, denn es war kein Geheimnis, dass bis dato nicht viel zusammenlief", erklärte Trainer Travis Green. „Sie hatten schon in der Vergangenheit eine gute Chemie, deswegen habe ich sie wieder zusammen in eine Reihe gesteckt."
Vegas führt in der Playoff-Serie mit 3:2 gegen Vancouver und hat in Spiel 6 die nächste Möglichkeit in das Conference-Finale einzuziehen. 

Tore:

1:0 Shea Theodore (Smith / Stone) 35:12
1:1 Brock Boeser (Miler / Hughes) 35:36
1:2 Elias Pettersson (Boeser / Miller) 43:19


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