Nur Philipp Grubauer gewinnt mit ColoradoDie Deutschen in der NHL

Sidney Crosby überraschte Islanders-Goalie Gibson mit einem präzisen Schuss aus spitzem Winkel. (picture alliance / AP Images)Sidney Crosby überraschte Islanders-Goalie Gibson mit einem präzisen Schuss aus spitzem Winkel. (picture alliance / AP Images)
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Das war kein guter Abend für die beiden Goalies der New York Islanders: Von 21 Torschüssen der Pittsburgh Penguins musste Thomas Greiss fünf passieren lassen, wurde schließlich ausgewechselt – und sein Ersatz wurde von einem extrem platzierten Schuss von Pens-Kapitän Sidney Crosby aus ganz spitzem Winkel überrascht. Am Ende stand es damit 6:2 für den Meister der Jahre 2016 und 2017, weil die „Big Guns“ Phil Kessel, Jake Guentzel, Kris Letang und eben Crosby ablieferten: Kessel gelangen zwei Tore und zwei Assists, Crosby ein Treffer und ebenfalls zwei Vorlagen, Guentzel assistierte bei drei Toren und Letang traf doppelt. Insofern dürfte die Freude bei Isles-Stürmer Tom Kühnhackl über seinen Assist gegen die Ex-Kollegen eher gering ausgefallen sein.

Ebenso wenig herrscht bei den Chicago Blackhawks Jubelstimmung: Mit der drittschlechtesten Punktausbeute aller 31 Teams sind die Play Offs im Moment in weiter Ferne. Gegen den Vorjahres-Vizemeister Vegas lagen sie zunächst mit 0:2 zurück, glichen im Mitteldrittel aus und gingen im Schlussabschnitt sogar in Führung, ehe die Golden Knights nur 41 Sekunden später ausglichen und weitere zwölf Sekunden darauf wieder in Führung gingen. Alle Reklamationen wegen einer möglichen Behinderung von Hawks-Goalie Crawford blieben erfolglos. Dominik Kahun setzte einen Abpraller an den Pfosten, während der Schlussoffensive trafen die Blackhawks erneut nur das Gestänge. Es läuft also auch unter dem neuen Coach Jeremy Colliton, der vor einem Monat Joel Quenneville ersetzt hatte, nicht rund beim Meister der Jahre 2010, 2013 und 2015.

LA Kings behalten die Rote Laterne – Avs-Trio auf Rekordkurs

Ganz am Ende der Tabelle der NHL stehen derzeit die Los Angeles Kings, bei denen Ex-Bundestrainer Marco Sturm bekanntermaßen seit einigen Wochen als Assistenztrainer hinter der Bande steht. Den New Jersey Devils, die zuletzt sechs Mal in Folge verloren hatten, verschaffte das Team aus Kalifornien ein Erfolgserlebnis: Mit 6:3 gewannen die Teufel in der Stadt der Engel. Devils-Superstar Taylor Hall erzielte drei Assists.

Nur Philipp Grubauer konnte sich über einen Sieg seiner Mannschaft freuen: Beim Auswärtssieg der Colorado Avalanche in Florida parierte er 33 Schüsse der Panthers und zeigte einige wichtige Paraden in einem Spiel, das bis ins Schlussdrittel 2:2 stand und erst durch einen Doppelschlag von J.T. Compher und Carl Söderbergh zugunsten der Avs entschieden wurde. NHL-Topscorer Mikko Rantanen erzielte im zehnten Spiel hintereinander mindestens einen Punkt und steht nun bei insgesamt 47 Zählern aus 29 Spielen. Er und seine Sturmkollegen Nathan MacKinnon und Gabriel Landeskog, die bei gleichbleibender Produktivität allesamt auf Karrierebestleistungen zusteuern, haben diese Saison bereits 120 Punkte erzielt – das entspricht 43 Prozent der Gesamtausbeute des Teams. Das Trio bildet damit die erfolgreichste Sturmreihe der Liga – und die gefährlichste seit mehr als zwanzig Jahren. Damals versetzten Jaromir Jagr, Ron Francis und Stu Barnes die Abwehrreihen der Liga in Angst und Schrecken.

Die Ergebnisse der vergangenen Nacht im Überblick:

Toronto Maple Leafs – Detroit Red Wings 4:5 n.V.
Florida Panthers – Colorado Avalanche 2:5
Philadelphia Flyers – Columbus Blue Jackets 3:4 n.V.
Pittsburgh Penguins – New York Islanders 6:2
Ottawa Senators – Montreal Canadiens 2:5
Tampa Bay Lightning – Boston Bruins 3:2
Calgary Flames – Minnesota Wild 2:0
Arizona Coyotes – Washington Capitals 2:4
Vancouver Canucks – Nashville Predators 5:3
Vegas Golden Knights – Chicago Blackhawks 4:3
Los Angeles Kings – New Jersey Devils 3:6

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