Nico Sturm bereitet Colorados Siegtor in der Verlängerung vor2:0-Serienführung der Avs gegen Nashville

Nico Sturm (l.), Devon Toews und Cale Makar bejubeln den OT-Siegtreffer der Avs. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Jack Dempsey)Nico Sturm (l.), Devon Toews und Cale Makar bejubeln den OT-Siegtreffer der Avs. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Jack Dempsey)
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Der Augsburger Nico Sturm stand in den 68 Minuten, die Spiel 2 der Serie zwischen Colorado Avalanche und den Nashville Predators dauerte, nur knapp zehn Minuten auf dem Eis - aber er war an der entscheidenden Situation nach gut acht Minuten in der Verlängerung maßgeblich beteiligt. Nach einem Puckgewinn der Avs in der linken Ecke der Preds-Zone sicherte er zunächst die Scheibe, lief sich dann frei und wurde Devon Toews angespielt. Sturms Schuss wurde zwar geblockt, doch der Abpraller landete auf der Kelle von Cale Makar, der mit seinem Schuss aus zentraler Position das Spiel entschied. Es war sein zwölfter Torschuss in diesem Spiel - Franchise-Rekord! - und der vierte Game Winner des jungen Star-Verteidigers. Damit er zog er mit Club-Legende Sandis Ozolinsh gleich. Nico Sturm erzielte bei dieser Aktion seinen ersten Punkt in dieser Endrunde.

In der regulären Spielzeit hatte Nathan MacKinnon, der Spieler mit dem höchsten Punkteschnitt pro Play-off-Spiel unter den aktiven Profis, nach nur fünf Minuten zur Führung für die Gastgeber getroffen. Diese glich Yakov Trenin auf Zuspiel des Schweizers Roman Josi - einziger Verteidiger, der in der Hauptrunde Top-Scorer seiner Mannschaft war (96 Punkte) - noch im ersten Abschnitt aus. Es war Josis 31. Assist in der Endrunde - Franchise-Rekord eingestellt. Dennoch geht die Serie nun mit einer 2:0-Führung für die favorisierten Avs für zwei Spiele nach Nashville, in den die Predators schon gehörig unter Zugzwang stehen.

Panthers beißen zurück, Joe Pavelski der Matchwinner für die Stars
Perfektes Timing für ihre Treffer bewiesen die Florida Panthers beim Serienausgleich gegen die Washington Capitals: Im ersten Drittel gingen sie mit einem Doppelschlag innerhalb von 98 Sekunden durch Aaron Ekblad und Alexander Barkov in Führung. Zu Beginn des zweiten Drittels verkürzten die Caps durch ein Überzahltor von Nicklas Bäckström. Doch nur 27 Sekunden später stellte Mason Marchment den alten Abstand wieder her. Noch im Mittelabschnitt zogen die Panthers durch Anton Lundell und Carter Verhaeghe uneinholbar auf 5:1 davon.

Eine äußerst torarme Serie liefern sich bislang die Calgary Flames und die Dallas Stars: Ganze drei Treffer fielen in zwei Spielen, eines davon war der Empty Netter von Michael Raffl, mit dem der Österreicher Spiel 2 endgültig zugunsten der Stars zum Serienausgleich entschied. Das Siegtor wurde allerdings Joe Pavelski zugesprochen, er fälschte bereits nach gut acht Minuten einen Schuss unhaltbar ab zur Führung für die Gäste aus Texas. Es war sein 13. Game Winner in den Play-offs - Bestwert unter den aktiven Spieler gemeinsam mit Evgeni Malkin.

Shesterkin stellt einen NHL-Rekord auf
Der russische Stürmer der Pittsburgh Penguins konnte in Spiel 2 der Serie gegen die New York Rangers nach seinem Treffer in der dritten Verlängerung der ersten Partie keine Akzente setzen. Artemi Panarin und Frank Vatrano erzielten jeweils ein Tor und steuerten zwei Vorlagen zum überzeugenden und kaum gefährdeten 5:2-Heimsieg gegen die Pens, mit dem die New Yorker die Serie ausglichen. Igor Shesterkin im Tor der Rangers fuhr in seinem zweiten Play-off-Spiel den ersten Sieg ein.

Dabei musste er jedoch 119 Schüsse abwehren - höchster Wert, seit diese Statitik in den 1950er Jahren. Bisherige führende waren Roberto Luongo und Jean-Sebastian Giguerre, die in ihren ersten beiden Play-off-Partien jeweils 97 Mal eingreifen mussten. Pens-Torwart Luis Domingue, der im ersten Spiel während der zweiten Verlängerung eingwechselt werden musste, kam in Spiel 2 zu seinem ersten Start in der Play-offs und machte seine Sache mit 35 Paraden ordentlich.

Mission Auswärtssieg der Edmonton Oilers in Los Angeles
In der kommenden Nacht treten die Edmonton OIlers nach ihrem beeindruckenden 6:0-Heimsieg zum Serienausgleich gegen die Los Angeles Kings nun erstmals in Kalifornien an. Mit zumindest einem Sieg aus den beiden Spielen auf deren Eis könnten sich Draisaitl & Co. eine gute Ausgangsposition für Spiel 5 erarbeiten, das dann wieder zuhause in Alberta stattfindet. Ebenfalls beeindruckt hatte Tampa Bay Lightning in Spiel 2 bei den Toronto Maple Leafs: Nach der klaren Auftaktpleite sicherten sie sich die zweite Partie mit einem 5:3-Sieg in Kanadas Metrople. Die Bolts haben damit seit Beginn der Play-offs 2020 keine zwei Spiele hintereinander verloren und stehen seither nach einer Niederlage bei 15:0-Siegen. In einer torreichen Serie (zwei Spiele, zwölf Tore) glichen die Minnesota Wild nach der 0:4-Pleite gegen die St. Louis Blues zum Auftakt mit einem überzeugenden 6:2-Heimsieg aus, müssen jetzt aber zweimal in Missouri antreten.


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