Nicht irgendein Umzug (2/2)Die Bedeutung des Nassau Veterans Memorial Coliseums für die NHL

Das Nassau Veterans Memorial Coliseum. (Foto: Imago)Das Nassau Veterans Memorial Coliseum. (Foto: Imago)
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(Fortsetzung von Teil 1) Schon 1979 kam das Ende der WHA, die sich offiziell in einer Fusion („Merger“) mit der NHL zusammenschloss – ähnlich wie auch NFL und AFL im American Football oder NBA und ABA im Basketball. Mit nur sieben Teams ging die World Hockey Association in die letzte Spielzeit. Die Indianapolis Racers, die das erste Profiteam eines gewissen Wayne Gretzky waren, stellten nach 25 Spielen den Spielbetrieb ein. Vier Teams wechselten im Zuge des Mergers von der WHA in die NHL: die Edmonton Oilers, die New England Whalers (das Team zog in der Saison 1974/75 von Boston mit Zwischenstopp in Springfield nach Hartford um und musste sich auf Druck der Bruins beim Ligawechsel in Hartford Whalers umbenennen), die Quebec Nordiques (die 1972 als WHA-Team für San Francisco geplant waren, aber noch vor Ligastart 1972 nach Quebec transferiert wurden) und die Winnipeg Jets. Die Besitzer der Cincinnati Stingers und Birmingham Bulls wurden finanziell für das Ende ihre WHA-Franchise entschädigt.

So chaotisch es teilweise in der WHA zuging (Umzüge während der Saison, Franchises, die den Spielbetrieb einstellen), so bemerkenswert war auch der Erfolg einiger Teams – vor allem jener vier, die 1979 in die NHL wechselten. Dem Namensteil „World“ wurde die Liga in ihren letzten beiden Jahren gerecht, als Nationalteams der Sowjetunion und der Tschechoslowakei gegen jedes WHA-Team spielten, was für die Clubs jeweils als reguläres Ligaspiel gewertet wurde (1978/79 kam gar das Spiel Edmonton – Finnland als Ausgleich für ein fehlendes Spiel gegen Indianapolis hinzu).

Insgesamt waren einige Teams sehr stark. Für die Houston Aeros und New England Whalers spielte NHL-Legende Gordie Howe. Das Supertalent Wayne Gretzky lief für die Indianapolis Racers und die Edmonton Oilers in der WHA auf. In insgesamt 63 Freundschaftsspielen mit NHL-Teams schnitten die Clubs der WHA mit 34 Siegen (NHL 22 Siege, dazu sieben Unentschieden) besser ab. Doch beim Eintritt in die NHL verloren die vier Clubs einen Großteil ihrer Spieler, weil NHL-Teams Rechte an ihnen hielten.

Um Spieler zu gewinnen, gab die WHA den Spielern mehr Rechte – was sich später in der NHL fortsetzte. Zudem war die World Hockey Association die Liga, die damit begann, europäische Stars und Talente nach Nordamerika zu holen.

Auch die NHL litt unter der Konkurrenzsituation. Die Minnesota North Stars und die Cleveland Barons waren nahe am Bankrott, schlossen sich daher 1978 zusammen und blieben in Minnesota. Wer weiß, wie die Situation der NHL gewesen wäre, hätte sich die WHA in New York, sprich im  Nassau Veterans Memorial Coliseum, etablieren können.

Der Umzug der Islanders im anstehenden Sommer ist also nicht nur irgendein Stadionwechsel. Er markiert einen Meilenstein im nordamerikanischen Profi-Eishockey.

Rund um die WHA

Der Meister der World Hockey Association wurde mit der AVCO World Trophy ausgezeichnet, die heutzutage in der Hockey Hall of Fame in Toronto ausgestellt wird. Die sieben WHA-Meister waren: 1973 New England Whalers, 1974 Houston Aeros, 1975 Houston Aeros, 1976 Winnipeg Jets, 1977 Quebec Nordiques, 1978 Winnipeg Jets, 1979 Winnipeg Jets.

Literatur zur Geschichte der WHA:
Scott Adam Surgent: The Complete Historical and Statistical Reference to the World Hockey Association
Ed Willes: The Rebel League – The short and unruly life of the World Hockey Association


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