NHL: Playoff-Vorschau Eastern Conference

NHL-Playoffs: Tampa Bay und Calgary spielen um den Stanley CupNHL-Playoffs: Tampa Bay und Calgary spielen um den Stanley Cup
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EASTERN

CONFERENCE-Viertelfinale:



Tampa Bay Lightning (1.) - New York Islanders (8.)


Das junge Team aus Florida hat mit Platz eins im Osten den größten Erfolg der

Franchise-Geschichte erreicht. Mit NHL-Topscorer Martin St. Louis, Vincent

Lecavalier und Brad Richards besitzt Head Coach John Tortorella drei exzellente

Spieler, die sogar noch Entwicklungspotential besitzen. Das Goalie-Duo

Khabibulin / Grahame hat eine starke Saison hinter sich, die Verteidigung um Dan

Boyle, Darryl Sydor oder Pavel Kubina wird längst nicht mehr unterschätzt. Die

Islanders haben die Endrunde soeben noch erreicht, dies allerdings einem

durchaus beeindruckenden Schlussspurt zu verdanken. Die fehlende Konstanz der

beiden Torhüter DiPietro und Snow ist wohl das größte Manko. Zudem fehlt Stürmer

Jason Blake wohl die komplette erste Runde. Dennoch: Die Verteidigung um Adrian

Aucoin, Kenny Jönsson oder Roman Hamrlik ist solide, der Angriff mit Mike Peca,

Alexej Yashin, der Saisonüberraschung Trent Hunter oder dem Polen Mariusz

Czerkawski schwer auszurechnen.

Prognose: Alles hängt davon ab, wie der Lightning mit dem Druck des

Tabellenersten umgehen kann. Lassen sich Lecavalier & Co. auch nicht von der

mäßigen Statistik von drei Niederlagen und nur einem Sieg gegen die Islanders

in der Vorrunde beeindrucken, wird das Team aus Tampa eine Runde weiterkommen,

wenn auch mit einiger Mühe.



Boston Bruins (2.) - Montreal Canadiens (7.)


Das Duell zweier Mannschaften der "Original Six", der sechs Gründungsmitglieder

der NHL, steht unter bösen Erinnerungen für die Bruins. Vor zwei Jahren waren

sie als Conference-Erster bereits in Runde eins an den Canadiens gescheitert.

Aber die Zeiten haben sich geändert. Der Kader ist reifer und tiefer geworden.

Die Last liegt nicht mehr so sehr auf den Schultern von Joe Thornton oder Sergej

Samsonov allein. Da der Verletzungs-Status des Superstar-Centers aber ohnehin äußerst

fraglich ist, werden Spieler wie Glen Murray, Mike Knuble, Michael Nylander und

auch Rookie Patrice Bergeron einspringen müssen. Ebenso muss Torhüter Andrew

Raycroft seine Vorrundenform bewahren, die Verteidiger Gonchar und Slegr nicht

nur in der Offensive glänzen, sondern auch ihre Kollegen Boynton, McGillis oder

O'Donnell im eigenen Drittel unterstützen. Die Canadiens sind schwer

auszurechnen. Mit einem Jose Theodore in Topform ist einiges möglich, aber die

Defensive ist ein Schwachpunkt. Einzig Sheldon Souray überzeugte in der

Vorrunde restlos. Im Angriff überraschten vor allem die Youngster Mike Ribeiro

und Michael Ryder, aber auch Pierre Dagenais. In den Playoffs muss auch von

Richard Zednik und Saku Koivu mehr kommen, wollen die Quebecois Erfolg haben.

Prognose: Viel hängt davon ab, ob Bruins-Kapitän Joe Thornton spielen kann.

Aber auch ohne ihn wäre ein Erfolg der Canadiens eine kleine Überraschung. Zu

talentiert scheint der Kader Bostons, das selbst mit einer eher

durchschnittlichen Saison auf Platz eins der Northeast Divison landete.



Philadelphia Flyers (3.) - New Jersey Devils (6.)


Gerade rechtzeitig zum Beginn der Endrunde können die Flyers drei der

allerwichtigsten Franchise-Figuren zurück auf dem Eis begrüßen. Mit Jeremy

Roenick, Keith Primeau und Eric Desjardins kann Head Coach Ken Hitchcock das

Herz und die Seele des Teams in den Playoffs einsetzen und so aus einem ohnehin

schon talentierten Team einen potentiellen Topfavoriten formen. Die Abwehr ist

mit Youngster Joni Pitkänen oder Spielern wie Kim Johnsson, Marcus Ragnarsson

und Vladimir Malakhov tief und gut besetzt. Im Sturm stehen Namen wie Zhamnov,

Handzus, Recchi, LeClair oder Amonte für Erfahrung und Torgefahr. Ein

Fragezeichen steht allerdings hinter dem Goalie-Duo, denn Starter Robert Esche

ist unerfahren, sein designierter Backup Sean Burke gilt nicht als Playoff-Torhüter.

Dennoch könnte Philadelphia eigentlich der zweiten Runde relativ ruhigen

Herzens entgegen sehen, wenn, ja wenn der Gegner nicht die New Jersey Devils,

der Titelverteidiger, wären. Mit Martin Brodeur steht einer der ganz Großen

der letzten Dekade im Tor des Teams von Pat Burns. Selbst das vorläufige Fehlen

von Kapitän Scott Stevens (Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung) sollte bei

Defensivkräften wie Niedermayer, Rafalski oder White nur wenig schmerzen. Im

Angriff ist im Großen und Ganzen alles wie gehabt. Nur Patrik Elias und mit

Abstrichen Scott Gomez sorgten in der regulären Saison für konstante

Torgefahr. Aber haben es die Devils nicht (fast) immer in der Endrunde

geschafft, aus defensiv eingestellten Mitläufern, Playoff-Topscorer zu

kreieren? Spieler wie Jamie Langenbrunner, Jeff Friesen, John Madden oder Brian

Gionta stehen hierfür. 

Prognose: Mit so viel Talent wie nie zuvor versucht der General Manager der

Flyers, Bobby Clarke, den Angstgegner zu bezwingen. Doch ist gerade die wichtige

Torhüterposition ein Unsicherheitsfaktor bei den Flyers, und damit ein klares

Plus für die Devils. Dennoch: Nur mit enormer Disziplin und einem Brodeur in

Bestform ist Philadelphia zu bezwingen.  



Toronto Maple Leafs (4.) - Ottawa Senators (5.)


Die "Battle of Ontario" verspricht eine der heißesten Serien der

ersten Runde zu werden. Zumal es nicht nur das Duell zweier kanadischer Teams

ist, sondern auch das Duell einer relativ jungen und europäisch-technisch geprägten

(Ottawa), und einer älteren, nordamerikanisch-physisch geprägten Mannschaft

(Toronto) ist. Beide verfügen über ein großes Arsenal an außerordentlich

guten Spielern. Alfredsson, Hossa, Havlat, Spezza, Redden oder Chara stehen

Spielern wie Sundin, Francis, Roberts, Mogilny, Nieuwendyk oder Leetch gegenüber.

Problemfälle auf beiden Seiten könnten die Torhüter sein. Sowohl Patrick

Lalime auf Seiten der Senators, als auch Ed Belfour bei den Maple Leafs sind

zumindest nicht in absoluter Topform, da beide über die Saison von Verletzungen

geplagt waren. Ottawa scheint mit den Verpflichtungen einer Reihe von hart

arbeitenden und physischen Spielern das Manko der vergangenen Saison getilgt zu

haben, doch was wenn gerade die in der regulären Saison oft unwiderstehlichen

offensiven Kräfte gegen die Checks der Maple Leafs-Verteidigung das Toreschießen

vergessen?

Prognose: War der 6:0-Erfolg Torontos am letzten Vorrundenspieltag in Ottawa

bereits ein Fingerzeig, oder schenkten die Senators dieses Spiel emotionslos ab?

Selten in den vergangenen Jahren jedenfalls war die Stimmung in Umfeld wie Team

der Maple Leafs ähnlich erwartungsfroh, wie in dieser Spielzeit. Nur wenn alle

Senators die physische Komponente annehmen, kann Ottawa weiterkommen. (JM)

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