NHL-Play-offs: Ducks und Hawks sind weiter

NHL-Play-offs: Ducks und Hawks sind weiterNHL-Play-offs: Ducks und Hawks sind weiter
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Vielleicht erhält die deutsche Nationalmannschaft bei der Eishockey-WM in der Schweiz noch Verstärkung: Im gestrigen sechsten Spiel der Serie zwischen den San Jose Sharks und Anaheim Ducks gelang es den Sharks mit den Deutschen Christian Ehrhoff und Marcel Goc nicht, einen Sieg einzufahren und ein siebtes Spiel zu erzwingen. Von Beginn an wurde die Partie hitzig geführt: Kaum war das Eröffnungsbully angespielt, trugen die beiden Stars Joe Thornton und Ryan Getzlaf einen Faustkampf aus. Die Sharks gingen dann in der 11. Spielminute durch ein Abstaubertor von Milan Michalek im Powerplay mit 1:0 in Führung, lange brauchten die Ducks in der heimischen Halle aber nicht bis zum Ausgleich: Nur 134 Sekunden später glich Corey Perry mit seinem dritten Tor der Serie im Powerplay aus. In der Folge drängten die Sharks auf die erneute Führung, aber erneut überragte der Schweizer Schlussmann Jonas Hiller bei den Ducks und ließ sich nicht mehr überwinden in der Partie. Selänne (34., PP), Beauchemin (35.) und Getzlaf (58.) machten den 4:1-Sieg perfekt. Anaheim gewann die Serie mit 4:2 und steht in der nächsten Runde. Die Sharks als punktbestes Team der Vorrunde sind damit erst das vierte Team seit der Einführung der Presidents' Trophy 1986, das bereits in der ersten Runde der Play-Offs ausscheidet. Die Ducks treffen nun in der zweiten Runde auf die Detroit Red Wings.

Im zweiten Spiel des gestrigen Abends ließen sich die laufstarken Chicago Blackhawks nicht aus der Ruhe bringen vom ausverkauften Haus in Calgary: Patrick Kane gelang bereits in der 3. Minute die Führung per Powerplaytor. Trotz des Schussverhältnisses von 16:7 sprang für die Flames kein Treffer mehr im ersten Drittel heraus. Im Gegenteil: Adam Burish markierte in der 12. Minute das 2:0, und Brian Campbell legte in der 35. Minute per Powerplaytor das 3:0 nach. Es war das erste Tor von Campbell seit 50 Spielen. Todd Bertuzzis Anschlusstreffer zum 1:3 in der 41. Minute blieb ein Strohfeuer, Chicago brachte die Führung über die Zeit und kam fünf Sekunden vor dem Ende noch durch Byfuglien zum 4:1-Endstand und zog somit zum ersten Mal seit 1996 in die zweite Play-Off-Runde ein. Der Gegner heißt Vancouver Canucks, die einzige kanadische Mannschaft, die noch in den Play-Offs dabei ist. (Patrick Bernecker)