NHL: Die TSN-Lösung

NHL-Playoffs: Tampa Bay und Calgary spielen um den Stanley CupNHL-Playoffs: Tampa Bay und Calgary spielen um den Stanley Cup
Lesedauer: ca. 1 Minute

Der NHL-Oktober wurde bereits gestrichen und es ist mehr als wahrscheinlich, dass das gleiche in den nächsten Wochen auch mit dem November geschieht. Weder NHL noch NHLPA scheinen bestrebt darin, wieder Gespräche mit einander führen zu wollen.



Nun hat sich Kanadas Sportsender TSN in die Problematik eingeklinkt, indem man einen umfassenden Vorschlag unterbreitet hat, wie man die festgefahrenen Verhandlungen zwischen Liga und Spielern wieder ins Rollen bringen könnte.

Die "TSN-Lösung" sieht kurz gefasst so aus:

(1) Das Maximalbudget für Spielerverträge (ein Jahr) liegt bei $6-Millionen.

(2) Es gibt keine Gehaltsobergrenze (Salary Cap), für das gesamte Teambudget.

(3) Es gibt eine 100 Prozent Luxussteuer für jeden Dollar, der über die Mannschaftsbudget-Grenze von $40-Millionen geht, die direkt an Teams weitergeleitet wird, deren Mannschaftsbudget unter $40-Millionen liegt. (aber über $30-Millionen)

(4) Der Free-Agent-Markt wird liberalisiert, indem das Alter für den "unrestricted Free-Agent" Status auf 30 Jahre herabgesetzt wird oder stattdessen die Grenze von 10 "Dienstjahren" überschritten wird.

(5) Der Gang vor das NHL-Schiedsgericht, um ein neues Gehalt unabhängig festlegen zu lassen, wird von Spieler- aber auch von Mannschaftsseite möglich sein.

(6) Das Einstiegsgehalt von Liganeulingen darf insgesamt die Grenze von $1,7-Millionen nicht überschreiten. Davon dürfen maximal $850-Tausend das reine Spielergehalt (incl. max 25% Unterzeichnungsbonus) sein. Der Rest könnte für leistungsbezogene Boni verwendet werden.

Fazit: TSN glaubt natürlich nicht, dass diese Vorschläge, die hier nur grob umrissen wurden, eins zu eins übernommen werden, um den Lockout zu beenden, aber man erhofft sich doch vielleicht den ein oder anderen Denkanstoß gegeben zu haben. (ts)