„NHL-Debüt auf jeden Fall unter den Top Drei“

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Marcel, leider endete auch Deine zweite NHL-Begegnung mit einer Niederlage für Euch – diesmal mit einer eindeutigen. Was nimmst Du dennoch für Dich aus diesem Spiel mit?

Naja, das passiert auch mal im Sport. Und vielleicht ist so eine Niederlage ja besser, als die gegen Calgary, weil so eine Packung einen richtig wach rüttelt. Man lernt eine Menge aus solchen Spielen.

Am Wochenende standest Du zum ersten Mal mit den Leafs auf dem Eis. Wie war es für Dich, plötzlich in der besten Eishockeyliga der Welt zu spielen, noch dazu vor Heimpublikum? Warst Du besonders motiviert oder eher nervös?

Also es war ein Riesengefühl, im Air Canada Centre aufzulaufen und es hat sehr großen Spaß gemacht. Aufgeregt war ich eigentlich gar nicht. Es war im Endeffekt dieselbe kleine Aufregung, die man vor jedem Spiel hat. Ich bin auch immer motiviert und möchte jede Partie gewinnen, egal ob es in der NHL, AHL, DEL oder bei einem Hobby-Spiel im Sommer ist. Ich denke, ich gehe so ziemlich jedes Spiel gleich an.

Wie kam es eigentlich zu Deinem ersten NHL-Einsatz?

 Ich glaube der Hauptgrund war, dass Mike Brown für drei Spiele gesperrt wurde, aber ich denke, es hatte auch etwas mit meiner Leistung bei den Marlies zu tun. Ich habe am Freitagmittag einen Anruf von Dallas Eakins, dem Trainer der Marlies, bekommen und er meinte, ich sitze in zwei Stunden im Flieger nach Toronto. Wir waren ja gerade auswärts in Abbotsford unterwegs.

Wie hat Dich denn das Team der Maple Leafs aufgenommen?

Die Mannschaft war sehr offen und freundlich. Im Grunde kannte ich ja schon alle vom Trainingscamp und viele Spieler wohnen auch in meiner Nähe, so dass man sich auch mal beim Essen oder so sieht.

Als Du im Sommer von den Leafs gedraftet wurdest: Hattest Du damals damit gerechnet, mit den Jungs tatsächlich einmal gemeinsam auf dem Eis zu stehen?

Als ich meinen Vertrag unterschrieben habe, habe ich natürlich oben spielen wollen, sonst hätte ich das Abenteuer gar nicht erst angetreten.

In Deutschland hast Du unter anderem für die Eisbären und die Kölner Haie gespielt, dann für die Marlies und nun sind die Leafs an der Reihe. Wie würdest Du die Unterschiede in der Spielweise der DEL, AHL und NHL beschreiben?

Also die NHL ist die beste Liga der Welt, da hier einfach die besten Spieler spielen. Der Unterschied ist einfach nur, dass hier alles viel schneller gemacht wird und stets zu hundert Prozent. Jeder Pass kommt im Training an und jeder Schuss geht aufs Tor. Der Unterschied zwischen DEL und AHL ist auch sehr klar: Die DEL ist abgezockter, weil der Altersdurchschnitt in der AHL niedriger ist. Dafür ist das Spiel hier viel körperbetonter als in Deutschland.

War es schon Dein Kindheitstraum, später einmal NHL-Spieler zu werden oder hattest du ganz andere Vorstellungen von Deinem Leben?

Ich wollte immer Eishockeyprofi werden und damit mein Geld verdienen. Und ich glaube, es ist der Traum eines jeden kleinen Eishockeyspielers, später einmal in der NHL zu spielen. Von daher kann ich das nur mit „ja“ beantworten.

Hast Du ein persönliches „Idol“? Wenn ja, wer ist es für Dich?

Mein Vorbild war mein Vater und als Eishockeyspieler finde ich Dany Heatley gut, weil er das Gesamtpaket hat. Doch es gibt da noch so ein bis zwei andere, die ich gut finde, aber die spielen nicht höherklassig.

Was sind Deine Ziele/Träume für die Zukunft? Eigentlich hast Du ja mit Deinen 22 Jahren schon „fast“ alles erreicht. Vielleicht gibt es ein bestimmtes Team, für das Du gerne einmal spielen würdest?

Naja, nicht wirklich. Ein Traum von mir ist natürlich, einmal den Stanley Cup zu gewinnen und eine Familie zu gründen. Aber ich glaube, dass es im Eishockey fast kein besseres Team gibt, bei dem man unter Vertrag stehen kann. Aber ich würde liebend gern mal mit Dany Heatley in einer Reihe spielen.

Würdest Du Dein NHL-Debüt als Highlight Deiner bisherigen Karriere bezeichnen oder gab es andere Höhepunkte in Deinem Leben, die Dir persönlich wichtiger waren?

Es ist auf jeden Fall unter den Top Drei. Die anderen beiden Highlights waren das Eröffnungsspiel der Eishockey-WM auf Schalke und die Olympischen Spiele.


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