New York Islanders übernehmen Serienführung, Lightning mit drittem Sieg gegen Bruins Varlamov erhält Vorzug vor Greiss

Vegas-Goalie Robin Lehner wehrte alle Schüsse der Vancouver Canucks ab und verhalf seinem Team damit zur Serienführung. (dpa / picture-alliance / The Canadian Press / Jason Franson)Vegas-Goalie Robin Lehner wehrte alle Schüsse der Vancouver Canucks ab und verhalf seinem Team damit zur Serienführung. (dpa / picture-alliance / The Canadian Press / Jason Franson)
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Nach dem zweitägigen Spieler-Boykott, um gegen systemischen Rassismus und Polizeigewalt zu protestieren, wurde in der vergangenen Nacht wieder Eishockey gespielt. Vor den drei Spielen gab es jeweils "Momente der Solidarität".

Philadelphia Flyers – New York Islanders 1:3

Play-off-Stand: 1:2

Islanders-Stürmer Derrick Brassard, der zuletzt nicht zum Kader zählte und erstmals nach drei Spielen Pause wieder ran durfte, leitete die entscheidende Szene des Spiels ein. Beim Stand von 1:1 waren im zweiten Drittel nur noch wenige Sekunden zu spielen. Die Flyers versuchten, die Scheibe in hohem Bogen aus der eigenen Zone zu befördern. Doch Brassard stand genau richtig: Selbst noch außerhalb der Zone stehend, fing er die Scheibe innerhalb Flyers-Zone mit der Hand ab, legte sie sich vor und schoss aus spitzem Winkel auf das Tor der Flyers. Den Abpraller holte er sich selbst hinter dem Tor wieder zurück, steckte die Scheibe durch zu Leo Komarov am langen Pfosten, der Philadelphias Keeper Carter Hart überwand.  

Damit hatten die Islanders das Spiel gedreht. Anders Lee setzte nach dreieinhalb Minuten im Schlussdrittel in Überzahl per Rückhandschuss aus dem Gewühl vor Carter Hart den Schlusspunkt. Nach gutem Beginn gaben die Flyers aus ihrer Sicht das Spiel aus der Hand. Entsprechend frustriert war etwa Flyers-Coach Alain Vigneault: „Wir sind gut ins Spiel gekommen, in den ersten zehn Minuten hat mir das Tempo in unserem Spiel sehr gut gefallen. Das haben wir dann aber irgendwie verloren. Wir waren nicht mehr als Erste am Puck, unsere Spieler haben mit der Scheibe nicht mehr die Dinge gemacht, die wir brauchten. So haben sie [die Islanders, Red.] langsam, aber sicher das Momentum auf ihre Seite gezogen und waren für den Rest des ersten Drittel und auch im zweiten Abschnitt das bessere Team.“  Erstmals in diesen Play-offs haben die Flyers damit ein Spiel verloren, in dem sie selbst das erste Tor erzielt haben.

Daran hatte auch Semyon Varlamov im Tor der Islanders mit 26 Paraden entscheidenden Anteil.

Torschützen:

0:1 Tyler Pitlick (Laughton | Niskanen) 14:18 

1:1 Matt Martin (Barzal | Eberle) 27:12

1:2 Leo Komarov (Brassard) 39:54

1:3 Anders Lee (Eberle | Pulock) 43:41 (PPG) 

Tampa Bay Lightning – Boston Bruins 3:1

Play-off-Stand: 3:1

Den Boston Bruins scheint in diesen Play-offs ein wenig die Luft auszugehen. Als punktbestes Team nach der Hauptrunde schwächelten sie in der Platzierungsrunde der Eastern Conference und wurden am Ende nur Vierter. Mit den Carolina Hurricanes hatten die Braunbären in der ersten Runde ihre liebe Mühe, alle fünf Partien waren sehr eng, vor allem natürlich die doppelte Overtime in Spiel 1.  

Nach dem 1:7-Debakel in Spiel 3 gegen die „Bolts“ konnten die Bruins das Ergebnis nun in der vierten Partie zwar etwas knapper halten, stehen aber dennoch vor dem Aus. Das Team aus Florida benötigt nur noch einen Sieg in der Best of Seven-Serie. Doppeltorschütze Ondrej Palat und Schlussmann Andrej Vasilevsky ragten heraus. Mit seinen 29 Saves trug er entscheidend dazu bei, dass die Bruins, die erstmals in dieser Serie mehr Torschüsse abgaben als ihr Gegner, ihr Chancenübergewicht nicht zum Sieg und damit zum Serienausgleich nutzen konnten.

Ondrej Palat, der in seiner achtjährigen NHL-Karriere bisher nur für die Bolts gespielt hat, traf im ersten Drittel per Schlagschuss, ehe er mit einem Direktschuss im zweiten Abschnitt die Führung der Lightning ausbaute. Victor Hedman erzwang die Vorentscheidung mit einem fulminanten Schlagschuss, als die Bolts gerade eine fünfminütige Überzahl hatten. Bostons Nick Ritchie wurde wegen eines Bandenchecks gegen Yanni Gourde hinausgestellt.

So geht es nun in der Nacht von Montag auf Dienstag für den Meister von 2011 darum, in der Serie zu bleiben – und für Tampa Bay darum, den Sack zuzumachen.

Torschützen:

1:0 Ondrej Palat (Point) 8:59

2:0 Ondrej Palat (Cirelli | Kutcherov) 32:29

3:0 Victor Hedman (Johnson | Kutcherov) 48:04

3:1 Jake deBrusk (Coyle | Grzelcyk) 47:04 (PPG) 

Vegas Golden Knights – Vancouver Canucks 3:0

Play-off-Stand: 2:1

Ein Doppelschlag zu Beginn des ersten Drittels und ein Robin Lehner im Tor der Golden Knights, der alles parierte, was auf seinen Kasten kam, legten den Grundstein zum glatten 3:0-Sieg der Ritter aus dem Wüstenstaat Nevada gegen die Vancouver Canucks. Für die Golden Knights entwickelt sich Alex Tuch zu einem echten Play-off-Monster: Acht Tore hatte er 42 Hauptrundenspielen erzielt, jetzt aber bereits sieben Treffer in elf Partien der diesjährigen Play-offs.

Vier Minuten waren gespielt, als einen Konter nach Pass von Nicolas Roy vom linken Bullykreis über die Fanghand von Jacob Märkstöm abschloss. Nur 83 Sekunden später nutzte Zach Whitecloud einen Scheibenverlust von Vancouvers Quinn Hughes in der eigenen Zone. Mark Stone setzte nach gut zwei Minuten im letzten Drittel per Schlagschuss in Überzahl den Schlusspunkt.

Vegas-Goalie Robin Lehner parierte alleine im ersten Drittel 16 Schüsse des Teams von Kanadas Westküste, neun während drei Überzahlsituationen. So verwehrte er den Canucks die Chance auf eine eigene frühe Führung und bei doppelter Überzahl der Kanadier die Gelegenheit, den Anschluss zu erzielen. „Das 3-gegen-5 war eine gute Gelegenheit für uns, Momentum aufzubauen. Wir haben uns reingehängt und Robin Lehner hat ein paar tolle Saves gemacht. Er war unser bester Spieler in den ersten zehn Minuten und hat es uns ermöglicht, durch diese Phase zu kommen. Manchmal reflektieren die Special Teams das Spiel Fünf gegen Fünf – und das hat heute bei uns sehr gut gepasst“, kommentierte Knights-Coach Peter DeBoer zufrieden.

Torschützen:

1:0 Alex Tuch (Roy | Martinez) 4:05

2:0 Zach Whitecloud 5:28

3:0 Mark Stone (Theodore | Smith) 42:19 (PPG)

 


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