Neue Kooperation zwischen IIHF und NHL

NHL-Playoffs: Tampa Bay und Calgary spielen um den Stanley CupNHL-Playoffs: Tampa Bay und Calgary spielen um den Stanley Cup
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Die sechs größten Eishockeynationen unter dem Dach der IIHF einigten sich mit der NHL auf einen neuen Kooperationsvertrag. Lediglich Russland schoss hierbei quer und weigerte sich, den Vertrag zu unterzeichnen.

Der Vertrag, der neben der Tschechischen Republik, der Slowakei, Schweden, Finnland und der Schweiz auch von Deutschland unterzeichnet wurde, regelt bis einschließlich 2011 die Transferabwicklungen , bei denen Spieler, die bereits in Europa unter Vertrag stehen, in die NHL wechseln. Neben einer finanziellen Entschädigung sieht die Vereinbarung unter anderem ein Transferfenster sowie eine festgelegte Anzahl an Akteuren vor, die pro Jahr in die beste Liga der Welt wechseln können.

Wie auch bei der letzten Vereinbarung dieser Art, zogen sich die Russen in den Schmollwinkel zurück und bleiben auch diesmal außen vor. Mit diesem Verhalten will der russische Verband erreichen, dass die bestehenden Verträge zwischen den Spielern und den Clubs der russischen Superliga von der NHL respektiert werden. Dass dieses störrische Verhalten allerdings auch gewaltig nach hinten losgehen kann, beweist die Personalie Evgeni Malkin, der trotz gültigen Vertrags bei Metallurg Magnitogorsk zu den Pittsburgh Penguins in die NHL gewechselt war. Da der russische Verband die Transfervereinbarung nicht unterzeichnet hatte, bekam Malkins Ex-Club nicht einmal eine Entschädigung für das Supertalent. Auch gerichtliche Schritte, die Malkin zur Einhaltung des Vertrags mit Magnitogorsk zwingen sollten, blieben für den Youngster ohne Folgen.

Ein weiterer Bestandteil des Abkommens besagt, dass die NHL sowohl zu den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver als auch zu den IIHF-Weltmeisterschaften ihre Spieler abstellen muss. (Dennis Kohl)