Minnesota Wild und New York Islanders siegen in der VerlängerungDas "Play-off-Monster" Brayden Point ist zurück

Das letztjährige Play-off-Monster Brayden Point (r.) verbreitet wieder Angst und Schrecken. Ihm fielen in Spiel 1 die Florida Panthers zum Opfer. (Jay LaPrete)Das letztjährige Play-off-Monster Brayden Point (r.) verbreitet wieder Angst und Schrecken. Ihm fielen in Spiel 1 die Florida Panthers zum Opfer. (Jay LaPrete)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Pittsburgh Penguins - NewYork Islanders 3:4 (OT)

Serienstand: 0:1

"Es sind die Kleinigkeiten, die den Ausschlag geben" heißt eine vielbemühte Phrase in den Play-offs. Aber sie trifft eben auch immer wieder zu: Dreieinhalb Minuten vor dem Ende der ersten Verlängerung tankte sich Kyle Palmieri, als Ersatz für den Langzeitverletzten Anders Lee aus New Jersey Devils verpflichtet, auf dem rechten Flügel durch, brachte Pens-Verteidiger John Marino im Zweikampf kurz aus dem Gleichgewicht und verschaffte sich damit den entscheidenden Raum, den Pass von JG Pageau anzunehmen und die hüpfende Scheibe hoch in die kurze Ecke über die Schulter von Tristan Jarry im Tor der Penguins zur Entscheidung ins Netz zu bugsieren. 

Palmieris Sturmreihe zeichnete auch schon in der regulären Spielzeit für zwei der drei Treffer der Islanders verantwortlich. Jeweils mit Schüssen über die Schulter bzw. die Fanghand von Jarry - wenn die Isles dies vorher als Schwäche des Pens-Goalies ausgemacht haben sollten, haben sie diese konsequent genutzt. Das Tor von Brock Nelson zum zwischenzeitlichen 3:2 für die Gäste fiel nach einem verdeckten Schuss durch Verteidiger Kris Letang, der auf mehr als 32 Minuten Eiszeit kam, hindurch. Für die Penguins trafen Evan Rodrigues, Kapitän Sidney Crosby mit einem sehenswerten einhändigen Abfälscher aus der Bewegung heraus und Kasperi Kapanen, der Nelsons Führungstreffer nur 31 Sekunden später zum 3:3-Endstand nach 60 Minuten ausglich.

Vegas Golden Knights - Minnesota Wild 0:1 (OT)

Serienstand: 0:1

Der einzige, der sich zumindest ein kleines bisschen über den verpatzten Heimauftakt der Vegas Golden Knights in der Endrunde gefreut haben dürfte, war Torwart Marc-Andre Fleury. Es war nicht klar, ob er als Starter in die Endrunde würde gehen dürfen. Durfte er - und rechtfertigte dieses Vertrauen mit einigen spektakulären Paraden. In der entscheidenden Szene in der ersten Overtime war er allerdings machtlos: Marcus Foligno erkämpfte sich hinter dem Tor der Golden Knights die Scheibe, passte sie vors Tor auf Joel Eriksson Ek, der sofort abzog. Vegas-Verteidiger Alec Martinez fälschte die Scheibe mit seinem Schlittschuh so unglücklich aus Sicht der Knights ab, dass sie "Flower" durch die Schoner rutschte - Spiel entschieden. Noch bitterer für die Gastgeber aus dem Wüstenstaat: Stürmer Max Pacioretty fiel kurzfristig aus, ebenso wie Zach Parise auf Seiten der Wild.

Nico Sturm kam für Minnesota rund elf Minuten zum Einsatz, davon zwei in Unterzahl. Der Augsburger verzeichnete einen Torschuss und vier Hits.

Florida Panthers - Tampa Bay Lightning 4:5

Serienstand: 0:1

Wenn es noch einen weiteren Beweises für die Klasse von Nikita Kutcherov bedarf, dann hat er ihn in seinem ersten Spiel nach langer Verletzungspause eindrucksvoll erbracht: Mit zwei Überzahltoren im Mittelabschnitt, jeweils auf Zuspiel von Victor Hedman und Steven Stamkos, verwandelte er einen 1:2-Rückstand in eine Führung für sein Team. "Können wir auch" - mögen sich die Panthers gedacht haben und drehten durch Tore von Jonathan Huberdeau und Sturmkollege Owen Tippett, erster Rookie-Torschütze der Panthers in der Endrunde seit mehr als 24 Jahren, im Schlussbaschnitt ihrerseits in nur zweieinhalb Minuten die Partie.

Und wer sonst als das Play-off-Monster 2020 Brayden Point hätte die Partie zugunsten des amtierenden Meisters entscheiden können? In Überzahl glich er nach exakt 53 Minuten aus, ehe er 74 Sekunden vor dem Ende zur Entscheidung traf: Es begann in der eigenen Zone, als Bolts-Verteidiger Ryan McDonagh einen Schuss blockte und Point mit einem langen Pass auf die Reise schickte. Es sollte die Reise in Glück werden, denn Point verwertete das Zuspiel in einem gekonnt ausgespielten Alleingang mit der Rückhand. 

Damit setzte er den Schlusspunkt in einem spektakulären Spiel, in dem viermal die Führung wechselte. Das hat es in der NHL-Geschichte bislang nur dreimal in einer Play-off-Begegnung gegeben.

Vancouver Canucks - Calgary Flames 5:6 (OT)

Die Flames verspielten im Schlussabschnitt eine 5:1-Führung - Brock Boeser glich zwei Minuten vor dem Ende zum 5:5 aus - und gingen dennoch als Sieger vom Eis. Elias Lindholm sorgte in der Overtime für die Entscheidung für die Gäste aus Alberta in diesem bedeutungslosen Spiel der North Division.


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