Minnesota Wild beendet die Oilers-Serie, Tim Stützle trifft erneut bei Senators-NiederlageJack Eichel trifft erstmals für die Vegas Golden Knights

Tim Stützle im Trikot der Ottawa Senators. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Karl B DeBlaker)Tim Stützle im Trikot der Ottawa Senators. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Karl B DeBlaker)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Jede Serie geht einmal zu Ende - die der Oilers endete bei ihrem Heimspiel gegen Minnesota Wild jedoch in etwa so sanft wie bei ein Open Ice-Hit von Alexander Ovechkin. Nach sechs Minuten hatten die Gäste bereits dreimal getroffen, noch im ersten Drittel legten sie das vierte Tor durch den zweiten Treffer des Schweizers Kevin Fiala nach. Evander Kane brachte die OIlers noch vor der ersten Sirene in Überzahl erstenmals auf die Anzeigetafel.

Oilers-Torwart Mike Smith kehrte im zweiten Drittel nicht an seinen Arbeitsplatz zurück, sondern musste Mikka Koskinen Platz machen. Aber dieser Wechsel brachte nicht den gewünschten Effekt, auch wenn die Oilers nun besser ins Spiel kamen. Die Tore erzielten weiterhin die Gäste: Connor Dewar und Matt Boldy und stellen auf 6:1 aus Sicht der Wild.

Tyler Benson: "Local Hero" mit Tor-Premiere
Einer der wenigen Lichtblicke für die Gastgeber: Tyler Benson, gebürtig aus Edmonton, erzielte nach 36 Minuten per Abstauber sein erstes NHL-Tor. Hoffnung gab dieser Treffer jedoch nicht: Mats Zuccarello stellte per Alleingang im Schlussabschnitt den alten Abstand wieder her, ehe Zach Hyman noch etwas Ergebniskosmetik betrieb. Insgesamt war das Spiel der Oilers zu fehlerhaft - und die Wild nutzten diese konsequent. Vier Treffer erzielten sie innerhalb weniger Sekunden nach Scheibengewinnen.

"Wir hatten natürlich keinen guten Start, und diese Liga zu stark, als dass man einen Vier-Tore-Rückstand aufholen könnte", sagte Leon Draisaitl nach dem Spiel, dem ein Assist gelang. Sein Sturmpartner Connor McDavid blieb punktlos. Nico Sturm auf Seiten der Minnesota Wild kam in dieser Partie nicht zum Einsatz.

Die Finnen der Carolina Hurricanes haben doppelten Grund zum Feiern
Besser als Mikka Koskinen im Tor der Oilers ging es Hurricanes-Keeper Antti Raanta, der im Spitzenspiel der Metropolitan Division bei den Pittsburgh Penguins seinen 100. Sieg in der NHL feierte. Sein Landsmann Sebastian Aho traf zum letztlich entscheidenden 4:2-Zwischenstand, auf Zuspiel von Teuvo Teravainen, zuvor hatte auch schon Jesperi Kotkaniemi getroffen für Carolina. An diesem großen Tag für das finnische Eishockey mit dem erten Olympia-Gold war es noch das Sahnehäubchen für die Suomi-Spieler in Reihen der Canes. Evan Rodrigues konnte für die Penguins kurz vor Schluss noch mit dem sechsten Feldspieler verkürzen. Sidney Crosby hatte praktisch mit der Schlussirene aus kurzer Distanz den Ausgleich auf dem Schläger, aber Raanta machte seinen Kasten dicht.

Das Sahnehäubchen auf der Torte der Senators fegte Artemi Panarin von den New York Rangers mit einem fulminanten Schlagschuss weg: Beim Stand von 1:1 nahm der Torjäger der Gäste vom Broadway in Überzahl vom rechten Bullypunkt Maß und nagelte die Scheibe ins Kreuzeck. Zwar war zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal die Hälfte des Spiels absolviert, aber die Rangers brachten den knappen Vorsprung ins Ziel. Und um ein Haar hätte Rangers-Goalie Shesterkin noch Geschichte geschrieben: Sein Befreiungsschlag in der Schlussphase ging nur ganz knapp am leeren Tor der Sens vorbei. 

Tim Stützle zeigte bei der knappen Niederlage seiner Sens wieder ein auffälliges Spiel und erzieltes sein drittes Tor in den letzten vier Spielen. Nach einem Scheibengewinn schloss er den 2-gegen-1-Konter selbst ab - mit einem platzierten Handgelenkschuss vom rechten Bullykreis ins lange Eck.

Comeback Kids: Jack Eichel und Andrew Hammond treten nach langer Pause wieder in Blickpunkt
Jack Eichel, seit Kurzem bei den Vegas Golden Knights unter Vertrag, erzielte im dritten Spiel sein erstes Tor für den neuen Arbeitgeber. Bei den San Joe Sharks traf er nach feiner Vorarbeit von Chandler Stephenson aus kurzer Distanz zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung für die Gäste aus dem Wüstenstaat Nevada. Zuvor hatte Eichel selbst den Angriff eingeleitet.

Es war Eichels erster Treffer nach mehr als einem Jahr, damals noch im Trikot der Buffalo Sabres - von denen er im Streit um die Behandlung seiner Nackenverletzung nach Las Vegas gewechselt war. Knights-Goalie Logan Thompson parierte beim 4:1-Sieg seiner Mannschaft 35 Schüsse der Sharks und belohnte sich mit seinem ersten NHL-Sieg.

Ebenfalls ein erfolgreiches Comeback feierte Andrew Hammond im Tor der Montreal Canadiens. Vier Jahre hatte er kein NHL-Spiel mehr bestritten, war zuletzt bei den Iowa Wild in der AHL aktiv. Nun also seine Rückkehr auf die große Bühne, die er mit einem 3:2-Sieg im Penaltyschießen bei den New York Islanders krönte. Seine beste Zeit hatte der 34jährige Kanadier in der Saison 2014/2015, als er die Ottawa Senators in die Play-offs führte. Seine teils spektakulären Paraden, mit denen er den gegnerischen Angreifern immer wieder vermeintlich sichere Tore klaute, brachten ihm den Spitznamen "Hamburglar" ein (burglar = Dieb, Einbrecher).

Die weiteren Ergebnisse der vergangenen Nacht im Überblick: 

Chicago Blackhawks - Florida Panthers 2:5
Columbus Bue Jackets - Buffalo Sabres 7:3
Arizona Coyotes - Dallas Stars 3:1


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