Metropolitan Division siegreich - Crosby schreibt Geschichte All-Star-Game in San Jose

Johnny Gaudreau überzeugte bei Puck Control-Wettbewerb und feierte ein emotionales Wiedersehen mit seinem Vater Guy. (picture alliance / AP Photo)Johnny Gaudreau überzeugte bei Puck Control-Wettbewerb und feierte ein emotionales Wiedersehen mit seinem Vater Guy. (picture alliance / AP Photo)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Das All-Star-Game 2019 ist Geschichte und hat wieder für reichlich Geschichten gesorgt. Aus Deutscher Sicht war es ohnehin ein historisches, denn erstmals seit 19 Jahren – damals Olaf Kölzig – nahm wieder ein Deutscher daran teil. Und Leon Draisaitl fügte sich gleich hervorragend ein, indem er im Rahmen der Skills Competition den Wettbewerb für präzises Passspiel gewann.

Durch das Mini-Turnierformat gab es statt eines gleich drei All-Star-Spiele. Jede der Divisions stellte ein Team, die ein Halbfinale gegen die jeweils andere Division aus der eigenen Conference spielte, bevor es dann zum Duell der beiden Sieger kam. Zunächst bezwang die Auswahl der Central Division der Western Conference – hauptsächlich mit Spielern aus Colorado, Nashville und Winnipeg das Team der Pacific Division mit den drei Lokalmatadoren Brent Burns, Joe Pavelski und Erik Karlsson sowie unter anderem Connor McDavid und Leon Draisaitl deutlich mit 10:4. Im Anschluss setzte sich die Metroplitan Division – angeführt von Sidney Crosby, aber ohne Alex Ovechkin, der in der Vorwoche mit Red Wings-Legende Sergej Fedorov als punktbester russischer Spieler der NHL-Geschichte gleichgezogen hatte – gegen die Besten aus der Atlantic Division mit 7:4 durch. Dabei spielten seit erstmals seit langer Zeit die beiden Kindheitsfreunde John Tavares (Toronto Maple Leafs) und Steven Stamkos (Tamps Bay Lightning) wieder in einem Team und zeigten eindrucksvoll, dass die Chemie zwischen den beiden Ausnahmekönnern noch stimmt.


Sidney Crosby: Vom Bett in die Geschichtsbücher

Das Finale entschieden dann Crosby & Co. mit 10:5 für sich. Und Sidney Crosby, der tags zuvor wegen einer Magen-Darm-Grippe das Hotelzimmer nicht verlassen konnte, wurde auch gleich noch als MVP der All-Star-Games gewählt. Er ist damit der vierte Spieler der Penguins, dem dies gelingt, und der sechste der NHL-Geschichte, der neben dieser Auszeichnung auch noch die Conn Smythe- und die Hart-Trophy gewonnen hat. Seine Vorgänger lesen sich wie kurzer Ritt durch die NHL-Geschichte: Mario Lemieux, Jean Beliveau, Wayne Gretzky, Bobby Orr und Joe Sakic vollbrachten ebenfalls dieses Kunststück.

Die vielleicht schönste Geschichte lieferten Guy und Johnny Gaudreau. Guy, der Vater des schmächtigen Wirbelwinds der Calgary Flames, stand als Assistenztrainer hinter der Bande der Auswahl der Pacific Division. Im März vergangenen Jahres hatte Gaudreau Senior schwere Herzprobleme und es war stand zu befürchten, dass sich die beiden nie mehr sehen könnten. Nun also die emotionale Reunion auf dem Eis - die Finalniederlage gegen die Metropolitan Division war da, wie auch für die Fans in der Halle oder an den Bildschirmen, zweitrangig.

Mit dem Spielbetrieb geht es bereits am Montag weiter, wenn die Winnipeg Jets mit ihren All Stars Blake Wheeler und Mark Scheifele auf die Philadelphia Flyers treffen, für die Claude Giroux in San Jose aufgelaufen war. In der anderen Partie treffen die die drei All Stars Sidney Crosby und Kris Letang (Pittsburgh) und Kyle Palmieri (New Jersey Devils) aufeinander.