Meister-Goalies sind zu haben, zwei Cup-Gewinner treten abFree Agent-Markt in der NHL

Matt Niskanen, zuletzt in Diensten der Philadelphia Flyers, beendet seine außergewöhnliche Karriere. (dpa / picture alliance / Newscom | John Crouch/Cal Sport Media)Matt Niskanen, zuletzt in Diensten der Philadelphia Flyers, beendet seine außergewöhnliche Karriere. (dpa / picture alliance / Newscom | John Crouch/Cal Sport Media)
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In der NHL sind nun alle Titel vergeben, sowohl der große Pott als auch alle individuellen Auszeichnungen. Getreu dem alten Sepp Herberger-Motto „Nach der Saison ist vor der Saison“ laufen die Kaderplanungen in der NHL jedoch auf Hochtouren. In einigen Stunden öffnet der Markt für die Free Agents. Dabei sind spektakuläre Namen im Spiel, beispielsweise drei Superstar-Goalies. Auch einige interessante Trades haben die Verantwortlichen seit dem Saisonende in der vergangenen Woche getätigt.

Nach der zweiten enttäuschenden Post Season in Folge räumen die Pittsburgh Penguins offenbar ordentlich auf in ihrem Kader: Patric Hörnqvist wurde bereits – für ihn nach eigener Aussage völlig überraschend – für Mark Matheson zu den Florida Panthers getradet. Auch der tschechische Stürmer Dominik Simon, Sturmpartner von Sidney Crosby, hat in der Steel City keine Zukunft mehr. Nick Bjugstad wurde bereits an Minnesota Wild abgegeben. Es tut sich also was beim fünfmaligen Stanley Cup-Champion – und nun hat es auch den zweimaligen Stanley Cup-Goalie Matt Murray erwischt.

Das Torwart-Karussel dreht sich von Washington bis Vancouver

Ihn gaben die Pinguine zu den Ottawa Senators ab. In Kanadas Hauptstadt scheint man entschlossen, das Siechtum der letzten Jahre zu beenden, haben sie doch in diesem Rekord-Draft aus deutscher Sicht – mit Tim Stützle, der nach Ottawa wechselt, und dem künftigen Blackhawk Lukas Reichel erstmals zwei Deutsche in Runde 1 gezogen, dazu John-Jason Peterka früh in Runde 2 – einige wichtige Weichen für die Zukunft gestellt, auch mit der Auswahl von Jake Sanderson an Position 5 des Drafts und Ridly Greig an Nummer 28.


Ein anderer Meister-Goalie ist ebenfalls auf dem Markt: Braden Holtby von den Washington Capitals wird in einigen Stunden Free Agent. Gerüchten zufolge scheint sein bisheriger Arbeitgeber an der Rangers-Legende Henrik Lundqvist interessiert zu sein. Ein durchaus reizvolles Gedankenspiel: Holtby hatte zuletzt nicht mehr ganz die herausragenden Leistungen aufzuweisen, „Hank“ hingegen würde in der Hauptstadt zwischen die Pfosten eines Teams kommen, das immer noch zu den besten Teams der Eastern Conference gehört und noch genug Benzin für einen langen Play off-Run in der kommenden Saison im Tank hat.

Überhaupt sind in diesem verspäteten „Trade-Sommer“ einige sehr interessante Torleute auf dem Markt: Anton Khudobin von den Dallas Stars, der im zarten Alter von 35 Jahren seinen ersten Start in den Playoffs feierte und eine beeindruckende Endrunde im Tor des Stanley Cup-Finalisten ablieferte, und Jacob Markström von den wiedererstarkten Vancouver Canucks. Corey Crawford, Stanley Cup-Gewinner mit den Chicago Blackhawks, wird sich ebenso einen neuen Arbeitgeber suchen müssen wie Cory Schneider von den New Jersey Devils. Vor einigen Tagen war zudem der Wechsel von Devan Dubnyk aus Minnesota an die Westküste der USA in den Kasten der San Jose Sharks bekanntgeworden.

Wiederer weiter auf der Lauer – zwei Cup-Gewinner treten ab

Weiter im Farmteam der Haie, den San Jose Barracuda, wird Manuel Wiederer verbleiben. Der 23jährige Deggendorfer verlängerte für ein Jahr in der zweiten Mannschaft der Kalifornier. Teamkollege von Leon Draisaitl wird der finnisch-schwedische Stürmer Jesse Puljujärvi bleiben: Er verlängerte sein Arbeitspapier bei den Edmonton Oilers um zwei Spielzeiten. Ebenfalls für zwei Jahre band sich Max Domi an seinen neuen Arbeitgeber, die Columbus Blue Jackets, die ihn von den Montreal Canadiens verpflichtet hatten. Keine Zukunft in Nashville hat hingegen Kyle Turris, dessen Vertrag per Buyout durch den Vizemeister von 2017 beendet wurde.

Im Schatten dieser Wechselspiele haben zwei hochdekorierte Spieler ihre Karrieren beendet: Matt Niskanen, mit den Washington Capitals 2018 Meister geworden, hängt nach mehr als 1000 Spielen in der besten Liga der Welt die Schlittschuhe an den Nagel. Auch „Mister Game 7“ Justin Williams lässt es nach mehr als 1200 Partien und drei Cup-Triumphen, einen mit den Carolina Hurricanes und zwei mit den LA Kings, gut sein.



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