„Local Hero“ Pat Maroon schießt St. Louis zum späten Sieg gegen Dallas StarsSieben verrückte letzte Minuten

Pat Maroon (r.) sorgte 98 Sekunden vor dem Ende für Entscheidung zugunsten seiner St. Louis Blues. (picture alliance / AP Photo / Tony Gutierrez)Pat Maroon (r.) sorgte 98 Sekunden vor dem Ende für Entscheidung zugunsten seiner St. Louis Blues. (picture alliance / AP Photo / Tony Gutierrez)
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Dallas Stars – St. Louis Blues 3:4

Play Off-Stand: 1:2

Patrick Maroon, der letzte Woche seinen 31. Geburtstag feierte, hat sich einen Kindheitstraum erfüllt: Gebürtig aus St.Louis, hatte er sich als Spieler der St. Louis AAA Blues - mit Teams von der U11 bis zur U18 - immer wieder vorgestellt, für die „großen“ Blues, damals mit legendären Spielern wie Brett Hull oder Adam Oates, ein wichtiges Tor zu schießen. Gestern Abend war es schließlich soweit: Nach einer mehr als zehnjährigen Reise durch die AHL in den Farmteams der Philadelphia Flyers und der Anaheim Ducks und durch die NHL, in der er sich erst im Alter von 25 Jahren etablieren konnte und zunächst für die Ducks, später die Edmonton Oilers und die New Jersey Devils auflief, sicherte er seinem Heimatclub nun mit dem Tor 98 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit den Sieg in Spiel 3 gegen die Dallas Stars. Entsprechend emotional äußerte er sich nach dem Spiel: „So ganz habe ich das noch nicht begriffen, aber es ist sehr schön!“ Seine Teamkollegen freuten sich unisono für den „Big Guy“, der meist seinen bulligen Körper einsetzt, um Freiräume für andere zu schaffen. So hatte er sich seinerzeit in Anaheim aus der vierten Reihe bis an die Seite der Superstars Ryan Getzlaf und Corey Perry im Wortsinne hochgearbeitet.

Blues gehen vier Mal in Führung

Bevor dieses Sportmärchen wahr wurde, durchlebten die Fans beider Lager eine wahre Achterbahnfahrt, die schließlich in einer turbulenten Schlussphase gipfelte. Zunächst schien das Spiel jedoch in geordneten Bahnen zu verlaufen: Jordan Schwartz, jüngerer Bruder des Neu-Nürnbergers Rylan Schwartz fälschte nach 87 Sekunden im ersten Drittel einen Schuss von Colton Pareyko ab zur Führung für die Gäste, die Alexander Radulov im Powerplay spät im ersten Abschnitt ausglich. Tyler Bozak brachte seine Blues wieder in Führung, als er nach einem Schuss, den Stars-Keeper durchrutschen ließ, am schnellsten regierte und die Scheibe ins Tor drückte. Dabei blieb es bis in die 54. Spielminute – und dann nahm der Wahnsinn seinen Lauf.

Andrew Cogliano, auch ein ehemaliger Ducks-Spieler, schloss einen Unterzahl-Konter der Ducks zum Ausgleich der Texaner ab. Im gleichen Powerplay jedoch holten sich die Blues die dritte Führung in diesem Spiel, als Blues-Defender Alex Pietrangelo in bester Ovechkin-Manier per Direktschuss von der linken Bande die Scheibe in das Tor der Stars nagelte. Die erneute Antwort ließ wieder keine 90 Sekunden auf sich warten: Tyler Seguin tippte einen Pass Miro Heiskanen ins Tor von Blues-Schlussmann Jordan Binnington. Als sich viele geistig schon auf die Overtime vorbereiteten, schlug die große Stunde von Pat Maroon.

Vor dem großen Jubel mussten die Blues allerdings noch einmal gehörig zittern: Colton Pareyko schoss die Scheibe in der Schlussminute unerlaubt über die Bande in der eigenen Zone, und musste wegen Spielverzögerung bis Spielende auf der Strafbank Platz nehmen. Die Stars riskierten alles, nahmen Ben Bishop vom Eis, konnten aber den Ausgleich nicht mehr erzwingen, weil die Blues  sich in alle drei Schüsse warfen, die die Texaner in den letzten 44 Sekunden noch abgaben.

Play Off-Hockey heißt eben auch, sich aufzuopfern und Schmerzen in Kauf zu nehmen. Dann konnte die (kleine) Party um Pat Maroon beginnen. 

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