Leon Draisaitl: Ein Stern am EishockeyhimmelEin Deutscher im Fokus der NHL-Teams

Hockeyweb-Mitarbeiter Ivo Jaschick (links) mit Leon Draisaitl. Foto: Peggy NieleckHockeyweb-Mitarbeiter Ivo Jaschick (links) mit Leon Draisaitl. Foto: Peggy Nieleck
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Leon Draisaitl erblickte am 25. Oktober 1995 in Köln das Licht der Welt. Sein Vater, kein anderer als der frühere deutsche Nationalstürmer Peter Draisaitl. Bei den Olympischen Spielen 1992 in Albertville, Frankreich, blieb sein Penalty bei der Shootout-Niederlage im Achtelfinale gegen Kanada auf der Torlinie liegen. Söhnchen Leon hatte all die Talente und Gaben von seinem Vater geerbt und man bekommt sogar den Eindruck, dass er sogar noch ein klein wenig mehr davon bekommen hat.

In Köln lernte er die Grundlagen dieses schönen Sports und wechselte anschließend zu den Jungadlern nach Mannheim. Selbstverständlich bleibt ein solches "Jahrhunderttalent" den Scouts in den amerikanischen Juniorenligen nicht lange verborgen. Familie Draisaitl berief einen Familienrat ein und der beschloss, dass Leon sein Glück in den amerikanischen Juniorenligen suchen sollte, da dies für seine sportliche Zukunft die beste Vorbereitung sei.

Gesagt, getan! Draisaitl junior wurde im CHL (Canadian Hockey League) – Draft an zweiter Stelle von den Prince Albert Raiders in Saskatchewan an zweiter Position gedraftet. „Wir haben wieder zusammengesessen und kamen zu der Erkenntnis, dass ich dort die besten Voraussetzungen hätte, um mich auf den Sport zu konzentrieren.“ Auf Anhieb fand er sich in der Organisation der Raiders in der kanadischen Kleinstadt sehr wohl und wusste direkt den Zuschauern, der Mannschaft und den Scouts zu zeigen, dass er einer der Besten ist. Obwohl er sich nach der Ankunft in Prince Albert erst an all das Neue wie beispielsweise die kleinere Eisfläche gewöhnen musste , konnte er sein Punktekonto nach 64 Partien auf 58 Punkte (21 T; 37 V) hochschrauben. Die Eingewöhnungsphase ist vorbei und so hat er bereits nach aktuell 45 Partien 64 Skorerpunkte gesammelt (22 T,42 V) – Leon Draisaitl hat also seinen alten, auch schon guten, Rekord geknackt und alle Experten ins Schwärmen gebracht.

In den letzten Tagen des Jahres 2013 wurde die Junioren-Weltmeisterschaft in Malmö (Schweden) gespielt und der Jungstar half dem deutschen Team, den Abstieg in die ‚B‘-Gruppe zu vermeiden. In einer "Best-of-three" Serie über drei Partien gegen Norwegen schaffte die U-20 den Verbleib in der ‚A‘-Gruppe, die im nächsten Jahr in Kanada (Montreal/Ottawa) stattfindet.

Hockeyweb traf ihn zu einem Interview:

Was sind die größten Unterschiede zwischen der Western Hockey League (Prince Albert Raiders) und der DNL (Jungadler Mannheim)?

Da gibt es schon einige Unterschiede. Die größten sind wohl die Geschwindigkeit und die Physis. In der WHL ist alles schneller – du hast keine Zeit um eine Entscheidung zu treffen – und härter. Denn durch die kleinere Eisfläche kommt es zu mehr Körperkontakt.

Was bedeutet es für Sie, für die Raiders in Prince Albert zu spielen?

Es bedeutet mir, genauso wie allen anderen in unserem Team sehr viel. Jeder ist stolz darauf, ein Raider zu sein, da wir alle wissen, dass viele berühmte und Weltklassespieler aus dieser Organisation hervorgegangen sind.

Sie haben Ihren letztjährigen Skoringrekord schon gebrochen – ist das ein Zeichen, dass Sie sich immer besser an die neuen Gegebenheiten gewöhnen?

Ganz gewiss! Ich weiß jetzt, wie hier alles funktioniert und wie ich hier laufen und spielen muss. Wie Sie sagten, ich gewöhne mich immer mehr an den kanadischen Lebens- und Spielstil.

Sie haben es als Mannschaft geschafft im A-Pool der U-20 zu bleiben! Was bedeutet es für Sie Ihr Heimatland zu repräsentieren?


Das war schon sehr wichtig für uns. Nachdem wir den Abstieg abwenden konnten, wird es für uns eine riesige Erfahrung sein, bei der nächsten WM in Kanada teilnehmen zu können. Wir alle freuen uns schon auf Montreal und Ottawa, das wird eine riesige Sache!

Sie brauchten drei Partien gegen Norwegen, um in der A-Gruppe zu verbleiben. Was ging in Ihrem Kopf vor, als Spiel 1 verloren war?

Das war schon angsteinflößend! Wir hatten das erste Spiel verloren und standen mit dem Rücken zur Wand. In einem Teammeeting haben wir uns zusammengerauft und danach zurückgeschlagen. Wir haben wirklich hart gekämpft und dann noch die beiden folgenden Partien gewonnen - und waren alle mehr als glücklich, dass wir jetzt im dritten Jahr zu den Besten gehören. Ich glaube, keiner von uns wird diese drei Spiele je vergessen, da Norwegen auch sehr gut und mit viel Energie gespielt hat.

Freuen Sie sich auf den NHL-Draft 2014 in Philadelphia?

Ich möchte nicht lügen: JA! Es wird eine riesengroße Sache für mich und meine Familie sein. Wenn ich daran denke, schwirren mir schon alle möglichen Gedanken durch den Kopf. Ich denke es wird sehr aufregend.

Würden Sie lieber von einer Mannschaft im Norden, Süden, Osten oder Westen gedraftet werden? Oder sollte es gar ein "Original Six Team" sein?

Also, um ganz ehrlich zu sein, das interessiert mich überhaupt nicht! Alle Mannschaften sind perfekte Organisationen! Ich werde voller Spannung warten was passieren wird – die Hauptsache ist doch, ich werde überhaupt gezogen!

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