Kein guter Abend für die beiden DeutschenNHL kompakt

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Dank Kevin Fialas energischer Einzelleistung in der Verlängerung am denkwürdigen Ostermontag, an dem alle vier Spiele in die Overtime gingen, haben die Nashville Predators den dritten Sieg in Folge gegen die Chicago Blackhawks eingefahren, gegen die sie zuletzt immer wieder unterlegen waren. Geradezu sensationell mutet es vor allem an, dass die Männer aus der Music City den Blackhawks in den ersten beiden Spielen nicht ein einziges Tor gestatteten. Bei der Offensiv-Power des Meisters von 2010, 2013 und 2015 ist das schon eines der ersten Highlights dieser Endrunde.

Zweimal Kalifornien gegen Alberta in der Western Conference

Ebenfalls zweimal ohne Gegentor blieben die Edmonton Oilers gegen die San Jose Sharks, die zwar das erste Spiel in Alberta gewinnen konnten, dann aber die Scheibe 120 Minuten nicht mehr an Oilers-Goalie Cam Talbot vorbeibrachten. In Spiel 4 in der vergangenen Nacht platzte der Knoten: Mit 7:0 fegten die Sharks die Oilers vom Eis und landeten neben diesem historischen Schützenfest - höchster Play-off-Sieg in der Geschichte der Franchise - auch gleich noch einen Shutout. Damit geht es nun beim Stand von 2:2 in der Serie wieder nach Edmonton. Dann darf auch wieder Leon Draisaitl mitspielen, der wegen eines Stockstichs eine Spieldauer-Disziplinarstrafe erhielt. Im anderen Duell „Kalifornien gegen Alberta“ der Western Conference, in dem die Anaheim Ducks den Calgary Flames gegenüberstehen, sieht es wesentlich deutlicher aus. Aller guten Dinge sind drei hieß es für die Enten in der letzten Partie: Sie holten einen Drei-Tore-Rückstand im dritten Drittel auf – es war das erste Mal in dieser Franchise-Geschichte, dass ihnen ein solches Bravourstück gelang – und holten sich damit Spiel 3 und den dritten Sieg in Folge gegen an diesem Abend starke Flames.

Columbus vermeidet den Sweep gegen den Titelverteidiger

In der Serie Pittsburgh gegen Columbus – als eine der unfairsten Serien tituliert, weil sie bedingt durch den Modus zwei der punktbesten Teams der Eastern Conference bereits in der ersten Runde zusammenführt – machte Penguins-Stürmer Gabe Guentzel in Spiel 3 seinen ersten Play-off-Hattrick als Profi und wurde als Schütze des goldenes Tores in der Overtime zum Helden des Spiels, nachdem kurz zuvor Marc-Andre Fleury spektakulär mit der Maske gerettet hatte gegen Cam Atkinson und die Penguins so im Spiel hielt. Nur zwei Tage später schlugen die Jackets zurück und gewannen ihrerseits mit 5:4 gegen die Pens, für die Tom Kühnhackl sein erstes Tor in der diesjährigen Endrunde zum zwischenzeitlichen Anschluss schoss. Jake Guentzel konnte nach Boone Jenners Treffer (46.) nur noch auf 5:4 verkürzen, als Fleury bereits das Eis verlassen hatte für den sechsten Feldspieler. Damit hat das Team aus Ohio den Sweep vermieden, dennoch geht die Serie mit einem komfortablen 3:1-Vorsprung für den Titelverteidiger wieder zurück nach Pennsylvania.

Knapper steht es in den anderen Serien. In der vergangenen Nacht haben die New York Rangers Spiel 4 gegen die Montreal Canadiens gewonnen und die Serie zwischen die beiden „Original Six“-Teams ausgeglichen. Mann des Spiels war Rick Nash, der zu Beginn des zweiten Drittels das 2:1 für die Rangers und damit den Siegtreffer erzielte. Neben dem wichtigen Sieg in dieser Serie haben die New Yorker damit auch einen etwas kuriosen Heimfluch besiegt, der ihnen saisonübergreifend sechs Heimniederlagen in Folge beschert hat. In der anderen Serie der Atlantic Division führen die Ottawa Senators mit 2:1 gegen die Boston Bruins. Auch hier war es ein Overtime-Sieg, der dem Team aus der kanadischen Hauptstadt die Führung in der Serie bescherte.

Minnesota mit dem Rücken zur Wand, Washington muss kämpfen

Eine weitere große Überraschung in der Western Conference ist die 3:0-Führung der St. Louis Blues gegen Minnesota Wild, eines der punktbesten Teams im Westen. Nach einer durchwachsenen Saison, in dessen Verlauf die Blues einen neuen Trainer bekamen und Star-Verteidiger Kevin Shattenkirk nach Washington abgeben mussten, scheint das Team aus Missouri nun in die Erfolgsspur gefunden zu haben – zur Unzeit für Minnesota, die sich durch das Schwächeln ihres Angstgegners aus Chicago sicher einen langen Run in den diesjährigen Play-offs erhofft haben, nun aber mit dem Rücken zur Wand stehen. Soweit ist es für Shattenkirks neuen Arbeitgeber, die Washington Capitals, in der Serie die Toronto Maple Leafs noch nicht, aber das kanadische Traditionsteam führt mit 2:1. Ein Sieg – natürlich in der Verlängerung - bescherte den Leafs, für die Jungstar Auston Matthews sein erstes Tor in den Play-offs der NHL erzielte, am Ostermontag die Führung in der Serie. Den Siegtreffer erzielte Tyler Bozak. Bereits in der kommenden Nacht können die Toronto Maple Leafs vor heimischem Publikum auf 3:1 davonziehen.

„Ausgleich oder Vorentscheidung?“ heißt es heute Nacht ebenso in der Serie der Senators gegen die Bruins. In den beiden Spielen der Western Conference geht es heute sowohl für die Calgary Flames gegen die Anaheim Ducks als auch die Minnesota Wild gegen die St. Louis Blues einzig darum, „am Leben zu bleiben“ und den Sweep zu vermeiden.

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