Josh Anderson hält die Stanley Cup-Hoffnungen der Montreal Canadiens am LebenSpiel 4: Siegtor in der Verlängerung

Am Boden und doch obenauf: Josh Anderson traf per Hechtsprung für seine Canadiens zur Entscheidung im vierten Finalspiel gegen Meister Tampa Bay. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Paul Chiasson)Am Boden und doch obenauf: Josh Anderson traf per Hechtsprung für seine Canadiens zur Entscheidung im vierten Finalspiel gegen Meister Tampa Bay. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Paul Chiasson)
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Montreal Canadiens - Tampa Bay Lightning 3:2 (OT)

Serienstand: 1:3

Die Montreal Canadiens sind zurück - in der Serie, aber auch im übertragenden Sinn. Sie sind wieder so aufgetreten, wie sie sich vor allem gegen die Vegas Golden Knights in dieses Finale gekämpft haben: bissig, mit Zug zum Tor und niemals aufgebend. Carey Price im Tor der Habs glänzte vor allem zu Beginn des Spiels und in den ersten Minuten der Verlängerung mit einigen wichtigen Paraden - und hatte dieses Mal auch das Glück auf seiner Seite. Denn die Gäste aus Florida trafen dreimal nur das Gestänge seines Tores. Einmal sprang der Puck so nach innen weg, dass die Bolts-Spieler schon kurz die Arme hochgerissen hatten zum Torjubel. 

Den Kanadiern gelang es zudem, die Top-Scorer der Bolts wie Nikita Kucherov, Steven Stamkos, Brayden Point oder auch Victor Hedman punktlos zu lassen. Und sie räumten Carey Price immer wieder die Sicht frei, nachdem Meister Tampa in den letzten Spielen einige Tore mit verdeckten Schüssen erzielt hatte. Auch eine weitere Stärke war wieder zu sehen: das Unterzahlspiel. Fünf Situationen überstanden die Habs unbeschadet, eine davon in einem ganz wichtigen Moment. Eine Minute vor dem Ende fing sich Kapitän Shea Weber beim Stand von 2:2 eine doppelte Strafe nach einem hohen Stock gegen Ondrej Palat ein. Bis zur Schlusssirene und in den ersten drei Minuten der Verlängerung übten die Gäste zwar einigen Druck auf das Tor von Carey Price aus, konnten ihn aber nicht überwinden - im Gegenteil: Nick Suzuki hatte bei einem Konter in Unterzahl bereits die Entscheidung auf der Kelle, scheiterte aber um Haaresbreite am rechten Schoner von Andrej Vasilevskiy.

Kruz darauf war es aber soweit - und wie schon in Spiel 3 im Halbfinale gegen Las Vegas war es Josh Anderson mit dem Tor in der Verlängerung. Er selbst leitete die Entscheidung mit einem energischen Antritt auf dem linken Flügel ein, passte auf Cole Caufield, der mit seinem Versuch aus kurzer Distanz an Vasilevskiy scheiterte. Den Abpraller verwertete Anderson per Hechtsprung von hinter dem Tor - der Rest war Jubel in Blau und Rot.

Die Habs haben den Sweep vermieden und damit vielleicht nochmal ordentlich Schwung mitgenommen für das kommende Spiel 5 in Tampa. Bereits in Spiel 2 hatten sie gezeigt, dass sie in Florida gewinnen können, auch wenn es jener Partie nicht zum Sieg gereicht hatte. Bolts-Trainer Jon Cooper gab sich jedoch gelassen: "Über die Verlängerung mache ich mir keine Gedanken. Mir geht es eher um die Art, wie wir das zugelassen haben. Wenn Du dem gegnerischen Team so viel Freiraum gibst, werden sie den auch nutzen. Wir hatten zahlreiche Chancen, das Spiel zu gewinnen, haben sie aber nicht genutzt."

Zweimal haben sie dennoch zugeschlagen, jeweils nach Scheibengewinnen: Barclay Goodrow traf nach feiner Passstaffette zum 1:1-Ausgleich (38.), Pat Maroon glich bei einem Konter die neuerliche Führung durch das erste Play-off-Tor von Alexander Romanow (49.) zum 2:2 aus. Im ersten Drittel hatte Josh Anderson die Canadiens - erstmals in dieser Serie - Führung gebracht.

Das fünfte Spiel der Finalserie steigt in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in Florida. Dann werden die Bolts sicher alles daran setzen, vor den eigenen Fans den Cup zu stemmen.

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