Jeremy Roenick attackiert NHL-Commissioner Gary Bettman

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Der Top-Center der Philadelphia Flyers, Jeremy Roenick, befindet sich im Privatstreit mit der NHL und deren Chef, Gary Bettman. Hintergrund ist eine Sperre des Starspielers für ein Spiel, nachdem er in der Partie gegen die Buffalo Sabres eine Trinkflasche in Richtung des Referees Blaine Angus geworfen hatte. Zusätzlich muss Roenick für die Zeit der Sperre auf sein Gehalt verzichten, die stolze Summe von circa 91.000 US-Dollar.



Der Teamkollege des verletzten Dennis Seidenberg war bereits im ersten Drittel im Gesicht blutend vom Eis gefahren und hatte auf die Offiziellen geschimpft. Allerdings zu Unrecht, da nicht ein Stock der Sabres, sondern der seines eigenen Außenstürmers Sami Kapanen versehentlich in Roenicks Gesicht gelandet war. Als der US-Boy dann im Schlussdrittel erneut von einem Stock, und diesmal tatsächlich von einem Spieler aus Buffalo, im Gesicht getroffen wurde, war es um die Geduld des Superstars endgültig geschehen. Wütend fuhr er an Schiedsrichter Angus vorbei und spukte Blut neben den erfahrenen Offiziellen, der dem US-Nationalspieler aber klar machte, dass er die Aktion nicht gesehen habe und daher auch nicht ahnden könne. Wieder auf der Spielerbank warf Roenick daraufhin eine Trinkflasche in Richtung des Schiedsrichters, was ihm eine Spieldauer-Disziplinarstrafe einbrachte.



Doch auch nach dem Spiel und in den folgenden Tagen konnte sich Roenick, ohnehin in der Branche bekannt für offene Worte, nicht beruhigen. Angesprochen auf die Sperre zog er gegen NHL-Commissioner Gary Bettman vom Leder und nutzte die Gelegenheit vor den versammelten Medien zugleich als Plattform für eine Anspielung auf den im Sommer zwischen NHL und der Spielergewerkschaft NHLPA neu zu verhandelnden Rahmentarifvertrag. Er sei „überrascht, dass man für das Werfen einer Trinkflasche eine Strafe in Höhe von 91,000 Dollar bekommen kann“, so Roenick. „Das ist genau so, als würde man Bettman für all die Lügen bestrafen, die er über den kommenden Tarifvertrag verbreitet. Er wirft mit ihnen nur so um sich. Die NHLPA sollte ihn dafür bestrafen.“ Eine Antwort der Liga und Bettmans steht noch aus. (JM)