Hoffnung in Columbus und Florida, Tristesse in Chicago und DetroitVorschau Central Division: Die Verfolger

Sergej Bobrovsky ist sicher einer der besten Keeper der Liga - muss aber in der kommenden Spielzeit deutlich zulegen, um die Florida Panthers zum Erfolg zu führen. (dpa / picture-alliance | ASSOCIATED PRESS | Nathan Denette)Sergej Bobrovsky ist sicher einer der besten Keeper der Liga - muss aber in der kommenden Spielzeit deutlich zulegen, um die Florida Panthers zum Erfolg zu führen. (dpa / picture-alliance | ASSOCIATED PRESS | Nathan Denette)
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Columbus Blue Jackets 

Bei Columbus scheiden sich die Geister. Das Team hatte letztjährig erstmals nach drei Jahren wieder eine negative Bilanz. Allerdings ist das Team äußerst erfahren, international aufgestellt (9 Länder) und in der Lage, für Überraschungen zu sorgen.

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Tor: Hier praktiziert man die europäische Variante. Nummer Eins ist der Shootingstar der letzten Saison, der aus der Schweiz gekommene Lette Elvis Merzlikins. Dahinter lauert, kaum schlechter, der Finne Joonas Korpisalo auf seine Chance sich zu beweisen.

Abwehr: Die Hoffnungen der Jackets beruhen auf den Leistungsträgern Seth Jones, Zach Werenski und David Savard. Dazu wurden der Schweizer Dean Kukan, der Russe Vladislav Gavrikov sowie Gabriel Carlsson gehalten. Vor allem Letzter soll jetzt den Sprung nach vorne machen, wobei seine physische Präsenz bei einer Größe von 1,95 Meter im Vordergrund steht.

Sturm: Die Sturmreihe mit Cam Atkinson und Nick Foligno gehört wohl zu den produktivsten der Division. Dazu soll sich Max Domi gesellen, der der Linie zu mehr Speed verhelfen soll. Aber auch Riley Nash, Gustav Nyquist und Pierre-Luc Dubois sind nicht zu verachten. Dazu wurde mit Mikko Koivu aus Minnesota ein Routinier verpflichtet, der die jungen Wilden führen soll, wie etwa den Franzosen Alexandre Texier oder den Schweden Kevin Stenlund.

Wenn insbesondere Merzlikins wieder so aufspielt wie im vergangenen Jahr und die Neuzugänge im Angriff funktionieren, ist eine erneute Endrundenteilnahme durchaus möglich.

Florida Panthers

In Miami sind die Hoffnungen, dass die Panthers weit vorne landen, nur bedingt vorhanden. Zwischen drei verlorenen Conference-Finals (2000, 2012 und 2016) und dem Quali-Aus im letzten Sommer gab es für den Finalisten von 1996 oft ein frühes Saisonende.

Tor: Die Lebensversicherung heißt Sergei Bobrovski. Der Russe kassiert zehn Millionen Dollar pro Saison und damit zwölfmal mehr als sein Back-up Chris Driedger. Allerdings steht er nach seinen mäßigen Leistungen in der letztjährigen Qualifikation in der Kritik. Von ihm wird eine deutliche Steigerung erwartet – und für eine erfolgreiche Saison auch dringend erforderlich sein.

Abwehr: Aaron Ekblad, Anton Stralman und Keith Yandle konnten gehalten werden. Da die zweite Garnitur viel körperliche Präsenz bringt (Gudas, Nutivaara, Weegar), muss man wenig Sorgen um die Defensive haben.

Sturm: Zwei gewichtige Abgänge, Mike Hoffman (St. Louis) und Evgeni Dadonov (Ottawa) störten das Konzept von GM Bill Zito. Für die erste Reihe sind Alexander Barkov, Jonathan Huberdeau und der aus Pittsburgh verpflichtete Patric Hörnquist vorgesehen. Alle drei sind mit einem Fünf-Millionen-Dollar-Vertrag ausgestattet. In der zweiten sollen Anthony Duclair, Neuzugang Alex Wennberg und, eine Überraschung, Owen Tippett antreten. Tippett war eigentlich beim AHL-Partner Charlotte vorgesehen, soll jetzt aber in die Fußstapfen von Hoffman treten.

Wenn die Defensive so stabil bleibt und die Offensive produktiv genug ist, wenn „Bob“ im Tor zu alter Stärke zurückfindet, und wenn das zuletzt schwächelnde Unterzahlspiel wieder zulegt, könnte es für die Playoffs reichen.

Chicago Blackhawks

Der Champion von 2010, 2013 und 2015 erfindet sich gerade wieder neu. Nach zweimaligem frühen Ausscheiden gelang im letzten Sommer eine kurze Renaissance, als man in der Qualifikationsrunde der Playoffs zunächst die Edmonton Oilers in den Urlaub schickte und sich erst in der zweiten Runde den Vegas Golden Knights mit 1:4 geschlagen geben musste. Die Fortsetzung dieses Weges scheint jedoch unter ungünstigen Vorzeichen zu stehen.

Tor: Meister-Goalie Corey Crawford wurde, sehr zum Unwillen von Kapitän Jonathan Toews, nach New Jersey abgegeben, geblieben sind nur der junge Malcolm Subban, der Ende der letzten Saison aus Vegas kam, sowie Kevin Lankinen und Collin Delia. Delia stand schon im Tor der Black Hawks und war zuletzt Stammkeeper beim AHL-Partner Rockford.

Abwehr: Ob Corona-bedingt oder aus taktischen Gründen - bis jetzt wurde die Defensive Abteilung deutlich gestutzt. Das kann kaum gutgehen und so wird man sicherlich in der Windy City personell nachbessern. Zumindest hat Chicago sein magisches Trio mit Calvin de Haan, Duncan Keith und Brent Seabrook halten können, hinzu kam Nikita Zadorov aus Colorado.

Sturm: Der Angriff wird wohl die Achilles-Verse in der kommenden Saison: Jonathan Toews fällt erstmal aus, weil er sich in der Off-Season „erschöpft und lethargisch“ gefühlt habe, Youngster Kirby Dach steht nach der Junioren-WM ebenfalls erstmal nicht zur Verfügung, auch auf Alex Nylander müssen die Blackhawks verzichten. Zumindest wurde mit Dylan Strome noch eine wichtige Personalie auf der Center-Position geklärt.

Die vielen Baustellen im Kader der Blackhawks lassen eine erfolgreiche Saison nahezu unmöglich erscheinen - und auch ein Patrick Kane in Bestform wird es alleine nicht richten können.

Detroit Red Wings

Detroit stand und steht für den Niedergang der traditionellen amerikanischen Auto-Industrie. Eines der wenigen Highlights der Stadt waren die Red Wings, die zuletzt 1997, 1998, 2002 und 2008 den Stanley-Cup gewinnen konnten. Bis 2016 konnte dieser Niedergang noch in Grenzen gehalten werden, seitdem scheint sich das Team im freien Fall zu befinden. In der letzten Saison wurde man sogar Letzter der gesamten Liga. Das war das Zeichen für die Verantwortlichen, die Reißleine zu ziehen und einen Neuaufbau einzuleiten.

Tor: Die „deutsche Bank“ der New York Islanders wechselte nach Michigan: in der Spätphase seiner Karriere will Thomas Greiss helfen, dass die Red Wings wieder Land sehen können. Ihm zur Seite steht der Kanadier Jonathan Bernier.

Abwehr: Hier ist man vorsichtig geworden, will keine langfristigen, teuren Verbindungen eingehen. Lediglich Danny deKeiser und Troy Stecher haben einen Kontrakt bis 2022.

Sturm: Das gleiche gilt fast für die Offensive. Nur Anthony Mantha, einer der wenigen Spieler im Kader der Red Wings mit Star-Potenzial, darf bis 2024, Kollege Dylan Larkin bis 2023 bleiben. Der Rest muss sich beweisen, wobei Detroit viele Stürmer im besten Alter, knapp unter 30, unter Vertrag haben wie etwa die neuverpflichteten Angreifer Bobby Ryan Vladislav Namestnikov.

Der Neuaufbau wird Zeit benötigen, alles andere als die Rote Laterne für die Red Wings wäre eine Überraschung.

Manfred Schneider / Holger Neumann


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