Härtere Strafen für Schlägereien in der AHLRegeländerungen

Fights gehören in der AHL zum täglich Brot. (Foto: Imago)Fights gehören in der AHL zum täglich Brot. (Foto: Imago)
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Wer sich in den nordamerikanischen Profiligen einen Faustkampf liefert, der muss in aller Regel nur fünf Minuten auf die Strafbank. Danach dürfen beide Kontrahenten wieder normal am Spielgeschehen teilnehmen. Nun kommt es in den Ligen unterhalb der NHL deutlich häufiger zu so genannten „Staged Fights“, also abgesprochenen Kämpfe zwischen zwei Spielern direkt nach einem Bully.

Diese Kämpfe möchte die AHL ab der kommenden Saison durch härtere Strafen einschränken. In der der Regeländerung heißt es nun: „Spieler die vor, während oder direkt nach dem Einwerfen des Pucks in eine Schlägerei geraten, erhalten eine Spieldauer-Disziplinarstrafe in Addition zur ausgesprochenen Strafe.“ Schlägereien, die sich aus dem Spielverlauf entwickeln, sind davon unberührt. Allerdings schaut die Liga nun auch hier genauer hin. Nach zehn Fights droht ein Sperre von einem Spiel, für jeden weiteren Fight. Ab dem 14. Kampf, wird der Spieler automatisch für zwei Spiele gesperrt.

Auch in Bezug auf Icings wurde eine kleine Änderung vorgenommen. Ab der kommenden Saison ist es der Mannschaft, die ein Icing verursacht hat, nicht mehr erlaubt eine Auszeit zu nehmen. Diese Taktik wurde oft von Coaches genutzt, um den eigenen Spielern eine kurze Pause zum Durchatmen zu geben.

Regeländerungen in der AHL waren in den letzten Jahren immer ein Indikator für kommende Regelanpassungen in der NHL. So wurden in der AHL die Drei-gegen-Drei Overtime (welche in der kommenden Saison auch in der DEL praktiziert wird) und das Hybrid Icing erfolgreich getestet, bevor es auch in der NHL eingeführt wurde.