Grubauer zieht mit Colorado nach nächster Machtdemonstration in Conference-Halbfinale ein, Titelverteidiger St. Louis steht vor dem AusTampa Bay und Boston erreichen ebenfalls nächste Runde

Philipp Grubauer und seine Teamkollegen durften sich über den Einzug in das Conference-Halbfinale freuen  (picture alliance / empics)Philipp Grubauer und seine Teamkollegen durften sich über den Einzug in das Conference-Halbfinale freuen (picture alliance / empics)
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Colorado Avalanche - Arizona Coyotes 7:1

Serienstand: 4:1

Philipp Grubauer steht mit Colorado im Halbfinale der Western Conference. Ein weiteres Offensivspektakel boten seine Vorderleute in Spiel 5, dass sie mit 7:1 für sich entschieden. Die vorhergehende Partie konnte ebenfalls mit 7:1 gewonnen werden. Der deutsche Nationaltorhüter war wieder nur einmal zu bezwingen und konnte am Ende 23 Paraden und eine Fangquote von 95,8 Prozent verzeichnen. Bereits im Eröffnungsdrittel machte Colorado klar, welchen Ausgang das Spiel nehmen sollte. Nach Treffern durch Nazem Kadri (5.) und Sam Girard (9.), beide im Powerplay, stand es früh 2:0. Kurz vor Drittelende (19.) erhöhte Kadri mit seinem zweiten Treffer des Spiels auf 3:0. Der zweite Abschnitt sollte dann die Vorentscheidung bringen. Ein Doppelschlag von Nathan MacKinnon (10. und 11.) innerhalb von 58 Sekunden schraubte das Ergebnis auf 5:0 und Nikita Zadorov fälschte zum 6:0 ab. Danach war, wie schon in Spiel 4, für Coyotes-Torhüter Darcy Kuemper der Arbeitstag vorzeitig beendet. Backup Antti Raanta durfte im letzten Abschnitt das Tor hüten und musste sich nur noch einmal von J.T. Compher (56.) bezwingen lassen. Den Ehrentreffer für Arizona, der übrigens die deutschen Hoffnungen auf einen Shutout von Philipp Grubauer zerstörte, erzielte Clayton Keller in der 47. Spielminute. Nathan MacKinnon gehörte mit zwei Toren und zwei Vorlagen neben Nazem Kadri (zwei Tore) zu den Matchwinnern der Mannen aus Denver. Colorado unterstreicht im Conference-Viertelfinale seine Ambitionen als Titelanwärter auf den Stanley Cup. 

Tampa Bay Lightning - Columbus Blue Jackets 5:4 n.V.

Serienstand: 4:1

Den Tampa Bay Lightning wird ein Stein vom Herzen gefallen sein. Endlich konnten sie die Columbus Blue Jackets im Conference-Viertelfinale eliminieren, nachdem sie im Vorjahr per Sweep an der Franchise scheiterten. Dafür mussten sie jedoch in Spiel 5 eine Energieleistung abrufen, um den 5:4-Sieg nach Verlängerung feiern zu können. Zwar startete Tampa Bay nach einem Doppelschlag durch Tyler Johnson (6.) und Blake Coleman (7.) perfekt in das Spiel und führte früh mit 2:0. Doch Nick Foligno verkürzte noch im ersten Abschnitt (12.) auf 1:2. Das zweite Drittel lief dann ganz im Sinne der Blue Jackets. Das erste Karriere-Play-off-Tor von Kevin Stenlund brachte den Ausgleich und als sich alle schon auf die Pause einstellten (16 Sekunden vor Drittelende) brachte Alexander Wennberg (40.) Columbus erstmals in Front. Nachdem dann Oliver Bjorkstrand in der 50. Minute auf 4:2 stellte, sprach nicht mehr viel für die Lightning. Aber im Stile eines Spitzenteams schüttelte sich Tampa kurz und verkürzte durch Kevin Shattenkirk (53.) auf 3:4. Dann wurde Lightning-Goalie Andrei Vasilevskiy zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis genommen, um den Druck weiter zu erhöhen. Dies sollte sich in der 59. Minute auszahlen, als Brayden Point den Puck vor das Tor spielte und Anthony Cirelli mit seinem Schlittschuh glücklich und regelkonform ins Tor zum 4:4 abfälschte. In der anschließenden Overtime dauerte es fünf Minuten, bis die Blue Jackets den Puck in der eigenen Zone vertändelten, Nikita Kucherov spielte gedankenschnell auf den im Slot völlig freien Brayden Point, der sich die Scheibe auf die Rückhand legte und Columbus-Torhüter Joonas Korpisalo keine Abwehrchance ließ. Damit gewinnt Tampa Bay die Serie mit 4:1 gegen aufopferungsvoll kämpfende Blue Jackets und zieht in das Halbfinale der Eastern Conference ein. 

Boston Bruins - Carolina Hurricanes 2:1

Serienstand: 4:1

Die Boston Bruins sicherten sich nach dem knappen 2:1-Erfolg gegen die Carolina Hurricanes den vierten Sieg in der Serie und stehen somit im Conference-Halbfinale. David Pastrnak kehrte nach einer Verletzungspause von drei Spielen zurück in die Mannschaft und war an beiden Toren mit einer Vorlage beteiligt. Besser startete jedoch Carolina und ging in der 10. Spielminute durch einen platzierten Schuss in den linken Winkel durch Haydn Fleury mit 1:0 in Front. Diese knappe Führung konnten die Hurricanes bis weit ins zweite Drittel verteidigen. Dann durfte Boston erstmals in Überzahl ran und nutzte diese Gelegenheit direkt zum Ausgleich. Patrice Bergeron schoss den Puck auf das Tor, wo David Pastrnak noch abfälschte und David Krejci (36.) den Abpraller am chancenlosen Carolina-Torhüter Petr Mrazek (25 Paraden) vorbeischob. Eine weitere Strafe der Hurricanes führte vier Sekunden vor der zweiten Pause zum 2:1 für die Bruins. Wieder waren die gleichen Akteure von Boston beteiligt. David Krejci spielte zu David Pastrnak, der auf das Tor feuerte und Patrice Bergeron schnappte sich die Scheibe hinter dem Tor und schoss von dort aus Mrazek an, von wo aus das Spielgerät den Weg in das Tor fand. Im Schlussabschnitt konzentrierte sich Boston verstärkt auf die Abwehrarbeit vor Torhüter Jaroslav Halak (23 Saves), ließ Carolina nur zu wenigen aussichtsreichen Abschlüssen kommen und rettete den knappen Sieg über die Zeit. Mit 4:1 gewinnt Boston eine sehr knappe Serie, bei der vier von fünf Spielen mit nur einem Tor Unterschied ausgingen und das dritte Tor beim 3:1-Sieg von Boston in Spiel 2 nur durch einen Empty-Netter fiel.   

Philadelphia Flyers - Montreal Canadiens 3:5

Serienstand: 3:2

Die Montreal Canadiens konnten den ersten Matchpuck der Philadelphia Flyers abwehren. Mit 5:3 gewannen die Kanadier Spiel 5 und verkürzten die Serie auf 2:3. Die Canadiens zogen bereits nach 88 Sekunden die erste Strafe, erzielten dennoch per Shorthander durch Joel Armia (3.) den Führungstreffer. Ein Doppelschlag mit zwei Überzahltreffern von Philadelphia-Stürmer Jakub Voracek (23. und 27.) wendete das Blatt zugunsten der Flyers, bevor Joel Armia (31.) mit seinem zweiten Tor zum 2:2 ausglich. In einem Powerplay nur 78 Sekunden später, ging wieder Montreal mit 3:2 durch Brendan Gallagher in Front. Der Ausgleich der Flyers folgte im Schlussabschnitt durch Joel Farabee erneut in Überzahl in der 51. Minute - doch nur 22 Sekunden später führten wieder die Canadiens nach einem Treffer von Nick Suzuki. Trotz großem Aufwand schafften es die Flyers nicht mehr auf das Scoreboard und mussten noch das 3:5 von Phillip Danault (60.) in das verwaiste Tor schlucken.  

St. Louis Blues - Vancouver Canucks 3:4

Serienstand: 2:3

Die Vancouver Canucks konnten nach zuletzt zwei Niederlagen und dem Ausgleich in der Serie, den so wichtigen dritten Sieg gegen Titelverteidiger St. Louis Blues einheimsen. Am Ende hieß es in einem nervenaufreibenden Spiel 4:3 für die Kanadier, die mit einer Aufholjagd einen 1:3-Rückstand noch drehen konnten. Tyler Motte brachte die Canucks in der 14. Spielminute in Unterzahl in Führung, bevor Brayden Schenn (16.) und Ryan O‘Reilly (20.) für die Blues noch im ersten Abschnitt auf 2:1 stellten. Als Zach Sanford (26.) in Überzahl auf 3:1 erhöhte, roch es danach, als ob der Stanley Cup-Sieger von 2019 auch das dritte Spiel in Folge gewinnen könnte. Doch Vancouver hatte die passenden Antworten parat und wendete durch J.T. Miller (32.), Jake Virtanen (37.) und dem zweiten Tor des Spiels von Tyler Motte (39.) noch im zweiten Drittel den Rückstand in eine 4:3-Führung. St. Louis versuchte im dritten Drittel nochmal heranzukommen und wäre beinahe noch in der Schlusssekunde zum Ausgleich gekommen. Aber der Videobeweis ergab, dass der Puck erst nach Ablauf der Zeit die Linie überquerte und somit feierte Vancouver die 3:2-Serienführung und ist nur noch einen Sieg vom Einzug in das Conference-Halbfinale entfernt. Neben Doppeltorschütze Tyler Motte gehörte Torhüter Jacob Markström mit 36 Paraden und einer Fangquote von 92,3 Prozent zu den besten Spielern auf dem Eis. St. Louis hingegen darf kein Spiel mehr verlieren, da ansonsten die Titelverteidigung ein jähes Ende findet.


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