Großer Abend für Steven Stamkos und Tampa Bay LightningPresidents‘ Trophy und Tor-Rekord

Steven Stamkos ist sichtlich bewegt nach seinem Rekord-Treffer für Tampa Bay Lightning. (picture alliance / AP Images)Steven Stamkos ist sichtlich bewegt nach seinem Rekord-Treffer für Tampa Bay Lightning. (picture alliance / AP Images)
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Was für ein Abend für Steven Stamkos und sein Team Tampa Bay Lightning: Mit dem 4:1-Sieg auf eigenem Eis gegen die Arizona Coyotes haben sich die Bolts die Presidents‘ Trophy für das punktbeste Team der Liga gesichert. Dabei erzielte Kapitän Steven Stamkos sein 384. Tor zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich nach rund sieben Minuten im ersten Drittel, nachdem kurz zuvor Clayton Keller das Ex-Team von Tobias Rieder in Führung gebracht hatte. Verteidiger Victor Hedman erzielte nach 44 Sekunden im Schlussdrittel die erneute Führung für die Gastgeber, die bis in die Schlussminute Bestand hatte, ehe Cirelli und Gourde noch zweimal ins leere Coyotes-Tor trafen.

Stamkos löste mit seinem Treffer Vincent Lecavalier als besten Torschützen der Franchise-Historie ab, der 15 Jahre für das Team aus Florida auf dem Eis stand und dessen Trikot bereits unter dem Hallendach hängt. Allerdings benötigte „Stammer“ 300 Spiele weniger als Lecavalier. Dazu konnte es fast keinen besseren Gegner geben: Coyotes-Coach Rick Tocchet war Stamkos‘ Trainer, als er als 18jähriger seine erste Profi-Saison in Tampa spielte. Um den Gewinn der Presidents‘ Trophy zu fixieren, benötigen die Bolts lediglich 73 Spiele – der Bestwert datiert aus der Saison 1995/96, als sich die Detroit Red Wings bereits nach 71 Spielen den Platz an der Ligaspitze gesichert hatten. Aber: Den Stanley Cup gewannen sie in dieser Saison nicht, sondern bekanntermaßen Colorado Avalanche mit Ex-Bundestrainer Uwe Krupp.

Blackhawks auf Tuchfühlung mit Arizona 

Davon sind die Chicago Blackhawks mit Dominik Kahun im Moment noch weit entfernt. Vergangene Nacht verloren sie im direkten Verfolger-Duell um die letzten Wild Card-Plätze der Western Conference gegen die Vancouver Canucks mit 2:3 nach Verlängerung. Nur 16 Sekunden – es war der zweitschnellste Overtime-Sieg der Canucks – benötigte das Team von Kanadas Westküste in der Extraschicht, um durch Bo Horvat den Zusatzpunkt zu sichern. Durch den Punktgewinn machte Chicago aber etwas Boden gut und hat derzeit nur noch vier Punkte Rückstand auf die Arizona Coyotes auf Rang acht im Westen. Dominik Kahun blieb ohne Punkt, Patrick Kane hingegen gelangen zwei Assists. Damit durchbrach er die 100-Punkte-Marke und ist nun nach Denis Savard und Jeremy Roenick der dritte Spieler der Blackhawks-Historie, dem dies mehr als einmal gelang.

Marco Sturm verlor mit seinen Los Angeles Kings im 400. Spiel in Folge von Kings-Verteidiger Drew Doughty vor heimischem Publikum mit 2:3 gegen die Winnipeg Jets und schickt sich noch an, den Ottawa Senators noch die Rote Laterne der NHL streitig zu machen. Im letzten Spiel der vergangenen Nacht verpassten es die San Jose Sharks auf eigenem Eis, die Play Off-Qualifikation unter Dach und Fach zu bringen. Sie verloren mit 3:7 gegen die Vegas Golden Knights.