Greiss und Kühnhackl müssen müssen wegen Ovechkin nachsitzen, Rieder verpasst RekordVegas ist durch, Philadelphia, Dallas und die Islanders haben Matchpucks

Alex Ovechkin war bester Laune, nachdem er in Spiel 4 mit zwei Toren der Matchwinner war Alex Ovechkin war bester Laune, nachdem er in Spiel 4 mit zwei Toren der Matchwinner war
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Montreal Canadiens – Philadelphia Flyers 0:2 (0:1,0:1,0:0)

Serienstand: 1:3

Lediglich einmal in den bisherigen vier Spielen versagte die Defensive der Philadelphia Flyers und prompt ging diese Partie glatt mit 0:5 verloren. In den drei siegreichen Spielen kassierte das Team aus Philadelphia ein ganzes Törchen und blieb folgerichtig siegreich. So auch am gestrigen Spieltag, als zwei Tore plus einer, wie üblich, starken Leistung und dem zweiten Shutout in Folge von Keeper Carter Hart reichten, um die anstürmenden Canadiens in Schach zu halten. Diese wiederum müssen sich jetzt sputen, wollen sie im 28. Jahr nach ihrem letzten Stanley-Cup-Erfolg diesen erstmals wieder nach Kanada bringen, denn den Flyers fehlt jetzt nur noch ein Sieg für das Conference-Halbfinale. Den Torauftakt verantwortete der Österreicher Michael Raffl, der von Flyers-Coach Alain Vigneault für Claude Giroux in die erste Reihe beordert wurde, mit einem Handgelenkschuss in der siebten Spielminute. Dazu Raffl nach dem Spiel: „Mit einem normalen Schuss ist Montreals Torhüter Carey Price nicht zu besiegen. Sean Couturier hat mir die Scheibe clever zurückgelegt, dabei den gegnerischen Verteidiger zurückgedrängt und ich konnte mit einem Glücksschuss Price bezwingen.“ In der Folge berannte Montreal, besonders ab dem zweiten Drittel, das Tor von Philadelphia, hatte aber gegen die leidenschaftlichen Flyers-Verteidiger und eben Torhüter Carter Hart kaum eine echte Möglichkeit. Lediglich Paul Byron und Jeff Petry hätten treffen müssen, vergaben aber in aussichtsreicher Position oder trafen sogar nur den Pfosten. Ein wahrer Glücksschuss von Philippe Myers brachte dann den Flyers in der 38. Minute gar das 2:0. Sein Versuch wurde von Price bei dessen Abwehraktion ins eigene Tor abgelenkt. Nach diesem zweiten Tor verstärkten die Flyers die Verteidigung, mussten im letzten Drittel zwar zwölf Torschüsse zulassen, die jedoch sämtlichst entweder von blockenden Verteidigern oder Keeper Carter Hart entschärft wurden. Als eifrigster Schussblocker zeichnete sich dabei Stürmer Nate Thompson aus, der drei Versuche vereitelte. Aber auch Verteidiger Robert Hägg fiel auf, weil er einen Schuss gar mit dem Kopf abwehrte. Zum Glück passierte dabei nichts und Hägg bezahlte diese Aktion nur mit ein paar zusätzlichen Kopfschmerzen. Wichtig für die Flyers war letztendlich ihr Torhüter, dessen Leistung Verteidiger Philippe Myers lobte: „Hart ist wie eine Mauer für uns und im Augenblick der beste Torhüter der Liga.“ Montreals Stürmer Tomas Tatar hat dagegen die Flinte noch nichts ins Korn geworfen: „Wir müssen das einfach hinter uns lassen. Es ist nicht schön, wenn man in zwei Spielen kein Tor erzielt. Wir hatten unsere Chancen, habe aber nicht getroffen. Wir müssen noch mehr Gas geben und sobald wir Erfolg haben, werden wir ins Rollen kommen.“


Dallas Stars – Calgary Flames 2:1 (1:1,0:0,1:0)

Serienstand: 3:2

Dallas war gewarnt vor dem Unterzahlspezialisten der Flames, dem Landshuter Tobias Rieder. Rieder fehlt noch ein Unterzahltor, dann wäre er alleiniger NHL-Rekordhalter vor dem großen Wayne Gretzky in der Kategorie Unterzahltore in einer Play-Off-Serie. Beide liegen aktuell bei drei Toren und während Gretzky seit 1999 nicht mehr spielt, kann Rieder in Spiel sechs an der Legende vorbeiziehen. Doch zuvor muss das gesamte Team aus Calgary unbedingt gewinnen, will es sich die Chance auf das Conference-Halbfinale erhalten. Das der Wille vorhanden ist, bewies Calgary in den ersten beiden Dritteln. 26:14-Torschüsse aber nur ein 1:1-Zwischenstand, wobei Dallas-Stürmer Jamie Benn in der 11. Minute das Team aus Texas, nach glänzender Vorarbeit von Tyler Seguin, gar in Führung brachte. Calgary wollte schnell zurückschlagen, hatte aber auch viel Pech, wie z.b. bei einem Lattentreffer von Mark Giordano. Dafür traf der Schwede Mikael Backlund in der 20. Minute mit einem exakten Schuss ins linke Eck zum Ausgleich. Dallas-Keeper Anton Khudobin war dabei durch Tobias Rieder erfolgreich die Sicht versperrt worden. Nachdem im zweiten Drittel die Kanadier erfolglos angerannt waren, begann der letzte Abschnitt mit einem Paukenschlag der Texaner. Bereits nach 72 Sekunden versuchte Defender John Klingberg einen Weitschuss, der über der Fanghand von Calgarys Keeper Cam Talbot einschlug. Diese Führung brachte Dallas letztendlich über die Ziellinie, da am Ende den Kanadiern die Kraft ausging. Noch aber haben die Flames Hoffnung. Stürmer Milan Lucic: „Wir sind stark genug um den Return zu schaffen. Jetzt müssen wir zwei Spiele gewinnen und das nächste muss erst einmal das beste sein, zu dem wir imstande sind.“ Für die Dallas Stars spricht im Augenblick die Statistik. Von 18 Play-Off-Serien, in denen sie 3:2 führten, konnten 15 erfolgreich beendet werden.

New York Islanders – Washington Capitals 2:3 (2:0,0:2,0:1)

Serienstand: 3:1

Sie standen vor dem Aus und dann kam er zurück. Washingtons Superstar Alex Ovechkin, in den bisherigen drei Spielen von den Islanders gut ausgeschaltet, entdeckte seine Torfreuden wieder und schickte die jetzt favorisierten New Yorker in ein Tal der Tränen. Anstatt nach einem Sweep sich auf den nächsten Gegner vorzubereiten, müssen sich die Islanders den Capitals nun noch ein fünftes Mal stellen. Dabei hatten die Islanders ihren Gegner im ersten Drittel im Griff und sie trafen auch. In der vierten Minute versuchte Scott Mayfield im Powerplay einen Handgelenkschuss, den Jean-Gabriel Pageau erfolgreich ablenkte. Braden Holtby im Tor der Capitals war chancenlos. Nur sechs Minuten später ein perfekter Konter der Brooklyner, der von Andy Greene eingeleitet wurde. Nick Leddy startete durch, bediente Mathew Barzal und dieser versenkte die Scheibe unter der Latte zur beruhigenden Führung. In der ersten Pause wird der keineswegs amüsiert wirkende Capitals-Coach Todd Reirden passende Worte gefunden haben, denn die Capitals kamen wie verwandelt aus der Kabine. Die ersten Angriffe fing die Defensive der Islanders mit Keeper Semyon Varlamow, der wiederum den Vorzug vor Thomas Greiss erhalten hatte, noch ab, aber dann folge ein gnadenloser Doppelschlag innerhalb von nur zwei Minuten. In der 24. Minute missbrauchte Capitals-Angreifer Evgeny Kusnetzow die gegnerischen Verteidiger als Slalomstangen, vernaschte am Ende auch noch Varlamow und traf zum Anschlusstor. Das war das Zeichen für die Aufholjagd und kurz darauf, die Islanders hatten ein Unterzahlspiel fast schadlos überstanden, bediente John Carlson den anfangs erwähnten Alex Ovechkin und der hämmerte von seiner Lieblingsposition den Puck zum Ausgleich in die Tormaschen. Im dritten Drittel zeigten sich die Islanders dem Spiel der Capitals angepasst, mussten jedoch die schnelle Führung des Gegners akzeptieren. Fast zeitgleich wie im zweiten Drittel, erzielte Washington die Führung. In der 44. Minute schickte Dmitri Orlov seinen Landsmann Alex Ovechkin auf die Reise und der erzielte die mittlerweile verdiente Führung der Capitals, die diese nicht mehr abgaben. Damit bekamen die Washingtoner Oberwasser, möchten als erst fünftes Team in der Geschichte der NHL einen 0:3-Serienrückstand noch drehen. Alex Ovechkin: „Wenn wir weiter so spielen haben wir noch eine gute Chance.“ Und sein Trainer Todd Reirden meinte: „Wenn wir nicht wieder so hart arbeiten, werden wir auch keinen Erfolg haben. Die Intensität der letzten fünfzig Minuten dieser Begegnung muss beibehalten werden.“ Der Kapitän der New Yorker, Anders Lee sagte: „Der vierte Sieg in so einer Serie ist der schwerste. Das war heute nicht anders. Wir müssen uns neu gruppieren und die immer noch komfortable Position im nächsten Spiel ausnutzen.“

 

Vegas Golden Knights – Chicago Blackhawks 4:3 (1:2,2:1,1:0)

Serienstand: 4:1

Mit den Vegas Golden Knights hat der erste Verein es ins Conference-Halbfinale geschafft. Das Team aus dem Glücksspielstaat Nevada schickte die Chicago Blackhawks mit einem 4:1-Seriensieg nach Hause und wartet nun auf seinen Gegner, welcher das am schlecht-platzierteste Team, dass sich für das Conference-Halbfinale des Western Conference qualifiziert, ist. Für die Blackhawks ein trauriges Ende und doch können sie sich über eine erfolgreiche Saison freuen. Der Champion von 2015 hatte zuletzt zwei Play-Off-Serien verpasst und war 2017 auch in der ersten Runde nach einem Sweep an Nashville gescheitert. Immerhin reichte es in dieser Runde zu einem Sieg und sie können sich anrechnen lassen, dass sie Vegas ärgerten, ja mit der 2:0 Führung im ersten Drittel sogar ziemlich unter Druck setzten. Für die Führung hatten Jonathan Toews in der zehnten Minute und Alex deBrincat in der 19. Minute gesorgt. Vegas, das in allen drei Dritteln optisch besser war, zeigte sich nervenstark und unbeeindruckt, kam sofort zum Anschluss, als Max Pacioretty einen Abpraller von Chicagos Torhüter Corey Crawford im Tor versenkte. Das zweite Drittel hatte kaum begonnen, da hieß es schon 2:2. William Karlsson hatte Mark Stone bedient und dieser lenkte die Scheibe geschickt an Crawfords Fanghand vorbei ins Netz. In der 25. Minute nutzte Hawks-Stürmer Drake Caggiula einen Wechselfehler der Knights aus, passte zu Patrick Kane und dieser tunnelte Vegas-Keeper Robin Lehner. Schon in der 28. Minute war die Partie wieder ausgeglichen. Alec Martinez traf mit einem Direktschuss. Den Schlusspunkt mit dem Siegestreffer und dem damit verbundenen Seriensieg setzte Alex Tuch in der 42. Minute, als er glänzend von Jonathan Marchessault freigespielt wurde und Hawks-Keeper Crawford tunnelte.

 

 

 

 

 

 

 


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