Greiss und Kühnhackl hoffen nach Einzug in Conference-Halbfinale weiter auf Einsätze, Rieder mit Calgary rausVier Tore von Denis Gurianov besiegeln Playoff-Aus für Flames

Denis Gurianov feiert seinen vierten Treffer beim 7:3-Sieg der Dallas Stars gegen Calgary (picture alliance / AP Photo)Denis Gurianov feiert seinen vierten Treffer beim 7:3-Sieg der Dallas Stars gegen Calgary (picture alliance / AP Photo)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

New York Islanders – Washington Capitals 4:0 (1:0,1:0,2:0)

Serienstand: 4:1

Das ging schnell, zu schnell für die Capitals, die nach dem letzten Spiel noch auf einen Serienreturn gehofft hatten. Die Gründe für die Niederlage in der fünften Begegnung, die somit das Aus für den Stanley-Cup-Sieger des Jahres 2018 bedeuteten, haben drei Namen. Zum einen Anthony Beauvillier. Der Kanadier in Diensten der Islanders brachte seine Farben höchstpersönlich mit 2:0 in Führung und unterstrich damit seine augenblickliche Topform. Mit neun Punkten in neun Spielen gehört er zusammen mit Bo Horvat von den Vancouver Canucks und Nazem Kadri von den Colorado Avalanche zu den besten Play-Off-Scorern.
Der zweite Grund ist sicherlich ein Ärgernis für Thomas Greiss, der im Augenblick den Back-up im Tor für Semyon Varlamow mimt. Dieser Varlamow zeigte 21 Paraden beim gestrigen 4:0, stellenweise aus der Kategorie „unhaltbar“ und verdiente sich somit das Vertrauen seines Trainers und seinen Shutout nachhaltig. Der dritte Grund heißt Trainer Barry Trotz. Der 58-jährige, der 2018 noch Trainer des Gegners war, den Cup holte und dann zu den Islanders wechselte. Trotz fand in den Begegnungen mit dem Ausschalten der gegnerischen Toplinie mit Superstar Alex Ovechkin die richtige Taktik, die nur einmal nicht funktionierte. Trotz nach der Serie: „Die Capitals werden in meinen Augen immer Meister sein. Wenn man dann so ein Team in einer Play-Off-Runde eliminiert, dann tut das sogar ein bisschen weh. Andererseits haben wir mit den Islanders noch viel vor und wir haben bewiesen, dass wir mehr als wettbewerbsfähig sind.“ Den Torreigen begann, wie bereits bemerkt, Anthony Beauvillier, der in der 11. und 30. Minute zweimal Braden Holtby im Tor der Capitals überwand. Das erste Tor fiel im Powerplay, das zweite nach feiner Vorarbeit von Brock Nelson. Beauvillier wurde dabei von Capitals-Stürmer Tom Wilson sehr hart gegen den Torpfosten gecheckt, konnte aber weiterspielen. In der Folge versuchte Washington alles, kam jedoch zu keinen nennenswerten Möglichkeiten mehr und musste in der 58. Minute das 3:0 hinnehmen, als Nick Leddy per Rückhand die Scheibe in das 55m entfernte, leere gegnerische Tor beförderte. Den Schlusspunkt setzte Josh Bailey, 89 Sekunden vor Schluss, ebenfalls mit einem Empty-Netter.
Capitals-Trainer Todd Reirden: „Ich denke, dass wir hier in Toronto unsere Möglichkeiten nicht im Entferntesten abgerufen haben. Wir werden alle Spielprozesse neu prüfen und bewerten müssen.“

 

Dallas Stars – Calgary Flames 7:3 (1:3,5:0,1:0)

Serienstand: 4:2

In der Nacht zum Freitag wurde in der NHL mal wieder Play-Off-Geschichte geschrieben. Die sechste Partie in Edmonton schien nach nur wenigen Minuten bereits zugunsten von Calgary gelaufen zu sein, bis ein Russe, der für Dallas antritt, seinen besonderen Auftritt hatte und seine Mannschaft praktisch im Alleingang ins Conference-Halbfinale schoss. Doch der Reihe nach. Calgary begann wie die Feuerwehr, spielte Dallas an die Wand. Nach sieben Minuten zählte man 8:0-Torschüsse für die Kanadier, die bis dahin durch Andrew Mangiapane (4.), Johnny Gaudreau (6.) und Rasmus Andersson (8.), nach Vorarbeit von Tobias Rieder, getroffen hatten. Nach dieser Machtdemonstration und einem 3:0-Vorsprung gab niemand im Stadion und an den Bildschirmen den Texanern eine Chance auf einen Sieg und doch kam es anders. Erst zog Dallas-Coach Rick Bowness eine Auszeit, nahm sein Team in die Pflicht: „Wir brauchen ein Tor, dann sind wir wieder dran.“ Dieses geforderte 1:3 fiel dann in der zehnten Minute, erzielt vom Finnen Miro Heiskanen im Powerplay, erschien zunächst nur wie eine Spielkosmetik, zu überlegen gestaltete Calgary das Spiel vor und nach dem Gegentor.

Im zweiten Drittel sahen dann die Flames nur noch texanische Sterne. Die ersten beiden und das letzte Tor in diesem Abschnitt erzielte der russische Stürmer Denis Gurianow. Der vor zwei Jahren aus Togliatti gekommene 23-jährige erzielte die Tore drei bis fünf (21.,24.,36.) in seiner bisherigen Play-Off-Karriere in der NHL. Dazwischen fielen noch zwei Tore für das Team aus Dallas. Radek Faksa (26.) und Joe Pavelski (28.) machten zwischenzeitlich aus dem 2:3 ein 4:3 und versetzten die Flames in eine Art Schockzustand. Nach dem 3:5 wechselte Flames-Trainer Geoff Ward seinen Keeper, brachte für Cam Talbot Backup David Rittich, aber auch dieser Wechsel brachte die Flames nicht mehr zurück in die Serie. Den Schlusspunkt setzte, wie sollte es an diesem Abend anderes sein, noch einmal Denis Gurianow, dem in der 50. Minute noch das 7:3 im Nachschuss gelang. Damit war Gurianow der erste Spieler seit dem 22. April 2018, der in einer Play-Off-Begegnung vier Tore erzielte. Der letzte Akteur, dem dies gelang war Pittsburghs Jake Guentzel gegen Philadelphia. Nach dem Spiel äußerste sich Calgarys Mikael Backlund: „Das war brutal. Die Gegentore kamen einfach zu schnell hintereinander und wir konnten nicht mehr zurück ins Spiel finden. Einfach nur traurig.“

 


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