Greiss überragt und bringt seine Islanders ganz nah ans Conference Finale New Yorker gewinnen ihr "schlechtestes Spiel der Play-offs"

Thomas Greiss parierte 36 Schüsse und sorgte dafür, dass die Islanders ihr "schlechtestes Spiel" dieser Endrunde gewannen. (dpa / picture-alliance / empics / The Canadian Press / Frank Gunn)Thomas Greiss parierte 36 Schüsse und sorgte dafür, dass die Islanders ihr "schlechtestes Spiel" dieser Endrunde gewannen. (dpa / picture-alliance / empics / The Canadian Press / Frank Gunn)
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Philadelphia Flyers – New York Islanders 2:3

Play-off-Stand: 1:3

Mit 36 Saves war Thomas Greiss maßgeblich am nächsten Sieg seiner New York Islanders beteiligt. Es war sein erster Playoff-Start seit über vier Jahren – und Greiss avancierte dabei zum Matchwinner. „Du musst immer bereit sein“, sagte Greiss und betonte, dass die physische Komponente die größte Herausforderung sei. Auch Coach Barry Trotz fand lobende Worte im Anschluss der Partie für den deutschen Goalie.

Während Greiss während und nach der Partie im Vordergrund stand, war es beim Warmup ein anderer: Flyers-Spieler Oskar Lindblom wärmte sich mit seinen Teamkollegen auf, nachdem er im Dezember letzten Jahres mit einer seltenen Form von Knochenkrebs diagnostiziert wurde. Zum Einsatz kam der junge Schwede jedoch nicht.

Den Torreigen eröffnete Brock Nelson mit seinem ersten Tor des Abends Anfang des zweiten Drittels (27.) ehe Sean Couturier noch im Mitteldrittel einen Schuss von Justin Braun so abfälschte, dass auch Thomas Greiss im Tor der Islanders geschlagen war (36.). Neun Sekunden vor der zweiten Sirene stand erneut der Deutsche im Mittelpunkt, als er mit einem starken Save gegen Jakub Voracek die Führung der Flyers verhinderte. Im Schlussabschnitt erhöhte erst Jean-Gabriel Pageau mit seinem siebten Treffer der Playoffs auf 2:1 (48.), bevor Brock Nelson mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 3:1 erhöhte (52.). Zwar kamen die Flyers durch Ivan Provorov zum Anschluss, was allerdings nicht mehr reichen sollte (59.).

„Es war eines der schlechtesten Spiele, die wir in den diesjährigen Playoffs gespielt haben“, sagte Islanders Coach Trotz nach der Partie und fügte an, dass „[Thomas Greiss] der ultimative Goalie-Partner ist. Er gibt immer alles, egal was du willst. Er war überragend heute!“

Zwei starke Goalies, solide Defeinsive und die Fähigkeit, Spiele zu gewinnen, auch wenn es mal nicht rund läuft - es ist zwar noch ein weiter Weg für Thomas Greiss und seine Isles, aber das ist das Holz, aus dem Cup-Sieger geschnitzt sind.

Torschützen:

0:1 Brock Nelson (Bailey) 26:52

1:1 Sean Couturier (Braun | Hagg) 35:19

1:2 Jean-Gabriel Pageau (Mayfield | Toews) 47:18

1:3 Brock Nelson (Bailey | Beauvillier) 51:12

2:3 Ivan Provorov (Hayes | Sanheim) 58:55

Colorade Avalanche – Dallas Stars 4:5

Play-off-Stand: 1:3

Ohne den weiterhin verletzten deutschen Goalie Philipp Grubauer mussten die Avalanche eine weitere Niederlage hinnehmen und stehen nun vor Spiel 5 der Serie gegen die Dallas Stars mit dem Rücken zur Wand.

„Viele Spieler fühlen sich gut und das ist der Grund, warum wir aktuell als eine zuversichtliche Truppe agieren“, sagte Stars Verteidiger John Klingberg im Anschluss der Partie. Das zeigte bereits der erste Spielabschnitt, in dem die Weichen für den Sieg der Dallas Stars gestellt wurden. Binnen vier Minuten sorgten zunächst John Klingberg (7.) und anschließend noch Radek Faksa (9.) und Jamie Benn (11.) für einen soliden 3:0-Vorsprung. Besonders hervorzuheben ist hier, dass zwei der drei Treffer im Powerplay fielen – dabei saß jeweils Male Nazem Kadri in der Kühlbox, der damit seinen Teamkollegen keinen Gefallen tat.

Der Mittelabschnitt gehörte den Avalanche, die durch Treffer von Nichushkin und dem jungen Cale Makar den Anschluss schafften. Der Schlussabschnitt sollte die Entscheidung bringen – allerdings nicht zu Gunsten der Avalanche. Mit zwei Treffern binnen 32 Sekunden stellten die Stars den alten Abstand wieder her. Erst war Roope Hintz erfolgreich und keine Zeigerumdrehung später traf Gurianov zum 5:2. Zwar kamen die Avalanche durch den zweiten Treffer des Abends von Nichushkin und einem weiteren Tor von Namestnikov noch auf 4:5 ran, was allerdings nicht mehr reichen sollte.

Torschützen:

0:1 John Klingberg (Faksa | Comeau) 6:18

0:2 Radek Faksa (Hintz | Heiskanen) 8:33

0:3 Jamie Benn (Radulov | Pavelski) 10:48

1:3 Valeri Nichushkin (Makar | Burakovsky) 33:24

2:3 Cale Makar (MacKinnon | Rantanen) 39:34

2:4 Roope Hintz (Klingberg | Faksa) 47:30

2:5 Denis Gurianov 48:02

3:5 Valeri Nichushkin (Burakovsky | Girard) 51:24

4:5 Vladislav Namestnikov (Girard | Kadri) 59:56

Vegas Golden Knights – Vancouver Canucks 5:3

Play-off-Stand: 3:1

Auch nach dem dritten Spiel der Nacht von Sonntag auf Montag steht es 3:1 in der Serie: Die Vegas Golden Knights führen gegen das letzte verbleibende Team aus Kanada, die Vancouver Canucks.

Wie auch Thomas Greiss bei den Islanders stand in dieser Partie der Goalie im Vordergrund: Marc-Andre Fleury stoppte 28 Pucks und sicherte den Golden Knights den dritten Sieg der Serie. Es war sein erster Start seit der Serie gegen die Chicago Blackhawks am 15. August.

„Er ist ein sehr wichtiger Baustein in unserem Kader“, sagte Vegas Coach Peter DeBoer nach der Partie. „Die Mannschaft stellte sich vor Fleury und spielte für ihn“, ergänzte der Coach. Den Torreigen der Partie eröffnete Max Pacioretty Mitte des ersten Abschnitts. Ganze zwei Minuten später glich Elias Pettersson ebenfalls im Powerplay aus, bevor Chandler Stephenson wiederum zwei Minuten später den alten Abstand für die Golden Knights herstellte. Es waren turbulente sechs Minuten, bevor es mit diesem Stand in die erste Pause ging. Im Mitteldrittel bescherte erst Captain Bo Horvat mit seinem neunten Treffer dieser Playoffs den Ausgleich, ehe Tyler Toffoli noch im zweiten Drittel die Canucks in Führung brachte. Horvat führt mit seinem Treffer nun die Torschützenliste an.

Die Vegas Golden Knights stehen aktuell bei 8-0-0, wenn sie den ersten Treffer der Partie erzielen und das sollte sich erneut bewahrheiten. Im Schlussabschnitt glich erst Nate Schmidt aus, bevor erneut Max Pacioretty die erneute Führung der Golden Knights bescherte. Den Schlusspunkt setzte William Karlsson Mitte des letzten Drittels.

Torschützen:

1:0 Max Pacioretty (Stone | Theodore) 9:28 (PPG)

1:1 Elias Pettersson (Miller | Hughes) 11:15 (PPG)

2:1 Chandler Stephenson (Theodore | Martinez) 13:19

2:2 Bo Horvat (Miller | Edler) 24:07

2:3 Tyler Toffoli (Hughes | Miller) 31:26 (PPG)

3:3 Nate Schmidt (Merrill) 42:52

4:3 Max Pacioretty (Schmidt | Stone) 47:02

5:3 William Karlsson (Pacioretty | Stone) 48:29

 


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