Glanz und Glamour bei den NHL Awards in Las VegasAlexander Ovechkin ist MVP der Play-offs – Vegas-GM George McPhee geehrt

Alexander Ovechkin mit der (von links) Maurice Richard Trophy (bester Torschütze), dem Stanley Cup, der Conn-Smythe-Trophy (MVP der Play-offs) und der Prince-of-Wales-Trophy (Meister der Eastern Conference). (Foto: dpa/picture alliance/AP Photo)Alexander Ovechkin mit der (von links) Maurice Richard Trophy (bester Torschütze), dem Stanley Cup, der Conn-Smythe-Trophy (MVP der Play-offs) und der Prince-of-Wales-Trophy (Meister der Eastern Conference). (Foto: dpa/picture alliance/AP Photo)
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Vergeben wurden zwei Dutzend verschiedene Auszeichnungen, von denen die wichtigsten Titelträger hier genannt werden sollen.

Übergeben wurden die Pokale von vier Überlebenden des Massakers vom August 2017 in Las Vegas, als bei einem Konzert in der Nähe des Mandalay Bay Hotels 58 Menschen ums Leben kamen.

Passend dazu war, dass gleich vier Pokale an Akteure der Vegas Golden Knights gingen. Die heimischen Titelträger sind General Manager George McPhee, der David Poile von Nashville beerbte, Trainer Gerard Gallant, der John Tortorella (Columbus) ablöste, Stürmer William Karlsson und Verteidiger Derek Engelland.

Gallant nach der Pokalübergabe: „Es war eine Traumsaison bis zum fünften Spiel. Es war ein unglaubliches Jahr. Offensichtlich hat niemand erwartet, dass wir das Finale erreichen werden. Wir hatten ein großartiges Team und wir hatten eine großartige Saison. Ich bin sehr stolz auf unsere Organisation.“

Manager McPhee: „Es war wirklich schwer für mich zu glauben, um ehrlich zu sein. Jeden Monat dachte ich: Junge, ist das wirklich passiert? Wir holten so viele überraschende Siege und dann die Play-offs. Wir überstanden eine Runde nach der anderen und schließlich dachte ich: Das ist zu schön, um wahr zu sein. Wir könnten den Stanley Cup gewinnen. Und dann haben wir es nicht getan. Und dann bist du wieder auf die Erde gekommen. Aber es war nur ein außergewöhnliches Jahr in all unseren Leben.“

William Karlsson, Sieger der Lady-Byng-Trophy, meinte: „Es ist sehr speziell. Ich meine, vor einem Jahr habe ich an alles gedacht, aber nicht daran, eventuell hier zu sitzen und einen Preis für meine sportliche Leistung anzunehmen. Alleine schon die Nominierung war verrückt, so verrückt wie die ganze Saison.“

Den Mark-Messier-Leadership-Award erhielt der 36-jährige Verteidiger Deryk Engelland. Engelland war eigentlich nur einer von fünf Assist-Kapitänen, da die Golden Knights keinen echten Kapitän aufwiesen. Engelland zeigte jedoch bereits am Anfang seine Führungsqualitäten, als die Stadt und auch die Mannschaft noch unter dem Schock des grausamen Attentats vom August standen. Engelland hatte bereits von 2003 bis 2005 bei den Las Vegas Wranglers in der ECHL gespielt, war im Sommer 2017 aus Calgary gekommen und hatte nach dem Attentat bei Hilfsmaßnahmen teilgenommen und bei einer Zeremonie am 10. Oktober eine Rede gehalten. Er war es, der den Teilnehmern sagte, dass sie stark seien müssten, zusammenhalten sollten und ihnen dann sein Motto auf den Weg gab: „We are Vegas Strong“. Zusätzlich organisierten seine Frau und er eine Spendenaktion zugunsten der Feuerwehr und sammelten über 40.000 Dollar ein. Engelland: „Es hat viel bedeutet. Rückblickend, egal was ich in meiner Karriere mache, wird das wahrscheinlich einer der größten Momente meiner Hockeykarriere sein.“

Die Norris-Trophy für den besten Verteidiger erhielt Tampas Schwede Victor Hedman. Er war Nachfolger des Kanadiers Brent Burns, der für die San Jose Sharks aktiv ist. Wie stark schwedische Abwehrspieler sind zeigt die Tatsache, dass der Titel bereits zum zehnten Mal seit 2000 an einen Schweden geht.

Die Vezina Trophy für den besten Torhüter ging an Pekka Rinne (Nashville). Der 35-jährige Finne spielt seit 2005 in Nashville, musste aber trotz herausragender Leistungen bis 2018 warten, ehe er sich diese Trophäe in den Schrank stellen konnte.

Da der NHL-Stanley-Cup-Champion ebenfalls als Mannschaft geehrt wird, war auch ein Deutscher mit im Spiel. Torhüter Philipp Grubauer konnte sich als vierter Deutscher feiern lassen, der die wichtigste Vereinstrophäe der Welt gewonnen hat.

Einer der wichtigsten Awards ist die Conn-Smythe-Trophy für den MVP (Most Valuable Player), den wichtigsten und effektivsten Spieler in den Play-offs. Rekordgewinner dieses Cups ist übrigens Keeper Patrick Roy (Montreal Canadiens), der dreimal gewinnen konnte. In diesem Jahr ging die Trophäe an den Russen Alexander Ovechkin. Der Moskowiter, der seit 2004 in den Farben des Stanley-Cup-Gewinners Washington Capitals steht, beerbte Sydney Crosby nach dessen zwei Erfolgen in Folge und holte sich zum ersten Mal diesen Award. Die Hart Memorial Trophy für den MVP der gesamten Saison erhielt Taylor Hall von den New Jersey Devils.

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