Furiose Columbus Blue Jackets deklassieren Tampa BayNew York Islanders feiern nächsten Sieg

Cam Atikonson trifft zum 1:0 für Columbus gegen die Tampa Bay Lightning, die in der regulären Saison auf Rekordjagd waren, sich nun aber sorgen müssen, bereits in Runde eins auzuscheiden. (Foto: dpa/picture alliance/ZUMA Press)Cam Atikonson trifft zum 1:0 für Columbus gegen die Tampa Bay Lightning, die in der regulären Saison auf Rekordjagd waren, sich nun aber sorgen müssen, bereits in Runde eins auzuscheiden. (Foto: dpa/picture alliance/ZUMA Press)
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Tampa Bay Lightning – Columbus Blue Jackets 1:5

Play-off-Stand: 0:2

Der Vorrundenprimus Tampa Bay Lightning liegt nach der 1:5-Niederlage gegen Columbus bereits mit 0:2 in der Play-off-Serie zurück. Cam Atkinson eröffnete den Torreigen in der sechsten Minute. Matt Duchene erkämpfte den Puck in der gegnerischen Zone und leitete direkt weiter vor das Tor, wo Atkinson nur noch den Schläger reinhalten musste. Im Powerplay erhöhte Zach Werenski auf 2:0. Matt Duchene gewann den Bully und Werenski zog per Handgelenkschuss von der blauen Line in den rechten Winkel ab. Zu Beginn des zweiten Drittels befanden sich die Blue Jackets erneut in Überzahl und Matt Duchene verwerte seinen eigenen Abpraller zum 3:0. Den Ehrentreffer für die Ligthtning erzielte Mikhail Sergachev in der 45. Spielminute zum zwischenzeitlichen 1:3. Columbus antwortete jedoch in Person von Riley Nash zum vorentscheidenden 4:1. Den Schlusspunkt setzte Artemi Panarin, nachdem er in der offensiven Zone den Puck selbst erkämpfte, Oliver Bjorkstrand auf Matt Duchene weiterleitete und dieser mustergültig Panarin vor dem Tor zum 5:1 anspielte. Matt Duchene war mit einem Tor und drei Assists überragender Mann des Spiels. Ein sogenannter Gordie-Howe-Hattrick (1 Tor, 1 Assist und 1 Kampf) gelang Zach Werenski.

Columbus setzt das nächste dicke Ausrufezeichen und fährt mit einer 2:0-Serienführung nach Hause. Dort haben die Blue Jackets nun zwei Heimspiele. In der vergangenen Saison führte Columbus gegen den späteren Stanley-Cup-Sieger Washington Capitals ebenfalls 2:0 und verlor am Ende die Serie 2:4. Es wird sich zeigen, ob der haushohe Titelfavorit Tampa Bay eine passende Antwort findet. Ansonsten könnte die Saison schon bald zu Ende sein.

New York Islanders – Pittsburgh Penguins 3:1

Play-off-Stand: 2:0

Die New York Islanders gewinnen das zweite Spiel gegen die Pittsburgh Penguins mit 3:1 und führen in der Serie mit 2:0. Die Gastgeber konnten zunächst ihre Überlegenheit nicht in zählbares ummünzen. So blieben im ersten Durchgang drei Überzahlsituationen ungenutzt und im zweiten Drittel konnte New York selbst eine 5:3-Überzahl (Crosby und Gudbranson saßen auf der Strafbank) nicht nutzen. Die mangelnde Chancenverwertung rächte sich in der 31. Minute, als Evgeni Malkin einen Querpass zu Erik Gudbranson spielte und dieser mit einem krachenden Schlagschuss das 1:0 erzielte. Die Islanders ließen sich jedoch von dem Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und hatten die passende Antwort parat. Keine drei Minuten später schloss Anthony Beauvillier einen Konter zum wichtigen 1:1-Ausgleich ab. Im letzten Spielabschnitt ging New York erstmals in diesem Spiel in Führung. Nach einem gewonnen Zweikampf in der neutralen Zone leitete Mathew Barzal weiter auf Jordan Eberle, der unnachahmlich vor das Tor zog und mit der Rückhand Matt Murray im Tor der Penguins keine Chance ließ. Die Vorentscheidung dann durch Josh Bailey in einem Überzahlspiel der Islanders. Nach einem Schuss von Devon Toews verwandelte Bailey den Nachschuss zum entscheidenden 3:1.

Der bärenstarke Robin Lehner erhielt erneut den Vorzug im Tor der Islanders vor Thomas Greiss und bestätigte das Vertrauen mit 32 Paraden und einer Fangquote von 97 Prozent. Der deutsche Tom Kühnhackl erhielt 11:44 Minuten Einsatzzeit und verzeichnete dabei drei Checks, zwei geblockte Schüsse und einen Schuss auf das gegnerische Tor.

San Jose Sharks – Vegas Golden Knights 3:5

Play-off-Stand: 1:1

Die Vegas Golden Knights konnten nach einem 5:3-Sieg bei den San Jose Sharks die Serie zum 1:1 ausgleichen. Die Vegas Golden Knights erwischten den besseren Start und führten nach Toren durch Cody Eakin, Colin Miller (Unterzahltor) und Max Pacioretty mit 3:0. Es waren gerade erst 6:11 Minuten gespielt. Die Führung konnte Vegas bis zur 17. Spielminute halten. Dann jedoch egalisierten die San Jose Sharks den Spielstand bis zur ersten Pause. Logan Couture, Tomas Hertl und Joe Thornton erzielten innerhalb von knapp zwei Minuten den 3:3-Ausgleich. Der Pausentee tat den Golden Knights sichtbar gut. Nach 1:31 Minute brachte Mark Stone in Überzahl, mit seinem bereits dritten Tor in den diesjährigen Playoffs, die Gäste wieder in Front. Diese Führung hatte auch bis zur zweiten Pause Bestand. In einer Überzahlsituation in der 48. Minute der Sharks konnte Vegas zum zweiten Mal an diesem Abend ein Shorthanded-Tor zum 5:3 erzielen. Reilly Smith erkämpfte den Puck in der eigenen Zone und spielte mit einem feinen Pass den freigelaufenen William Karlsson an, der per Alleingang mit der Rückhand vollendete. Damit feiert Vegas den Ausgleich in der Serie und empfängt in den beiden nächsten Spielen die Sharks in der heimischen T-Mobile-Arena.

Winnipeg Jets – St. Louis Blues 3:4

Play-off-Stand: 0:2

In einer engen Partie erkämpften sich die St. Louis Blues mit einem 4:3 den zweiten Auswärtssieg bei den Winnipeg Jets. Den Führungstreffer der Blues durch Oskar Sundqvist glich Blake Wheeler im ersten Durchgang aus. Das zweite Drittel war nichts für schwache Nerven. Patrik Laine brachte die Hausherren mit 2:1 in Front - Pat Maroon und erneut Oskar Sundqvist drehten die Partie zum 3:2 für St. Louis. Mark Scheifele glich noch vor der zweiten Pause wieder für die Jets aus. Ryan O‘Reilly erzielte in der 44. Spielminute das 4:3 für St. Louis und Winnipeg konnte nicht mehr ausgleichen. So reist Winnipeg mit einem 0:2-Rückstand nach St. Louis und muss dort mindestens eine Partie gewinnen, um nicht vorzeitig den Sommerurlaub antreten zu müssen.