Fünf Deutsche im CHL-Import-Draft gezogenJunioren auf dem Sprung nach Nordamerika

Tim Bender wurde von den London Knights gedraftet. (Foto: Kevin Niedereder)Tim Bender wurde von den London Knights gedraftet. (Foto: Kevin Niedereder)
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Der erste Akteur, der sich über ein neues Team freuen darf, ist Markus Eisenschmid aus dem Kaufbeurer Nachwuchs. Der 18-Jährige war bereits im NHL-Draft als möglicher „Pick“ gelistet, wurde aber am Ende von keinem NHL Team ausgewählt. Nun beim CHL-Draft lief es besser, bereits an 28. Stelle in der ersten Runde wurde er von den Medicine Hat Tigers aus der Western Hockey League ausgewählt. Gegenüber Hockeyweb bestätigte er, dass er in der kommenden Saison für die Tigers spielen möchte.

Kurz nach Eisenschmid kam Marco Sedlar vom Landshuter Nachwuchs an die Reihe. Die gerade umbenannten Charlottetown Islanders (Früher P.E.I. Rockets) zogen den 17-jährigen Stürmer an 33. Stelle. Auch Sedlar gab bekannt, dass er in der kommen Saison in Nordamerika spielen wird: „Ich freue mich riesig“, sagte der in Dingolfing geborene Angreifer. Auch hat er seine neue Heimat schon übers Internet kennen gelernt: „Eine richtig schöne Stadt.“ Google Streetview macht‘s möglich.

Der nächste im Bunde ist Andreas Eder vom Tölzer Nachwuchs. Der Tegernseer durchlief den Bad Tölzer Nachwuchs. Bereits internationale Erfahrung machte er in der deutschen U18-Nationalmannschaft. An 61. Stelle wurde er von den Vancouver Giants aus der Western Hockey League gedraftet.

Ebenfalls aus dem Tölzer Nachwuchs kommt Maximilian Kammerer. Der vierte gedraftete Deutsche im CHL-Import-Draft ist 16 Jahre alt und wird in der kommenden Saison für die Regina Pats auflaufen. Diese drafteten ihn an 76. Stelle in Runde zwei. Der in Düsseldorf geborene Kammerer spielte bereits für die Oberliga-Mannschaft von Bad Tölz und kam dort in 30 Spielen auf stolze sechs Tore und elf Assists. „Ich freue mich unglaublich, gedraftet worden zu sein. Und ja, ich werde nächste Saison nach Regina gehen“, sagt „Maxi“ gegenüber Hockeyweb.

Als letzter Spieler im CHL-Draft kam Tim Bender an die Reihe. Die London Knights aus der Ontario Hockey League zogen den Mannheimer an 118. Stelle und damit als letzten Spieler des Drafts, da Kelowna und Portland auf ihre Draftpicks verzichteten. Dies können die Teams machen, wenn sie bereits die erlaubten zwei ausländischen Spieler im Kader haben.

Allerdings ist eben dieser letzte Draftplatz nichts Wertendes. Anders als in der NHL können die Teams der Canadian Hockey League eben nur zwei Ausländer in der Saison auflaufen lassen. Sollte sich also ein Team für einen Spieler entscheiden, so ist jeder dieser 120 möglichen Picks wertvoll für die Teams. Daher wissen auch die meisten Spieler im Vorfeld bereits, dass sie gedraftet werden. Ein Vorvertrag sichert die Teams davor ab, ihren Pick zu verschwenden und in der kommenden Saison ohne ausländischen Spieler dazustehen.

Im CHL-Import-Draft wurden insgesamt 22 Russen, zwölf Tschechen, zehn Schweizer, neun Slowaken, sieben Schweden, sechs Finnen, fünf Deutsche, zwei Weißrussen, zwei Dänen, zwei Letten, ein Österreicher und ein Norweger gezogen.

Im letzten Jahr wurden nur drei Deutsche gedraftet: Leon Draisaitl, Frederik Tiffels sowie Marvin Cüpper.

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