FASZINATION STANLEY-CUP Teil 11

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Randgeschichten:

Eishockey in Kitchener hatte viele Namen

Deutsche Einwanderer waren es, die im früheren Berlin, das

ab 1918 in Kitchener umgetauft wurde, die ersten (Eis)-Hockeyclubs gründeten.

Die Namen der Hockeyclubs in Kitchener wechselten oft. Da waren es 1918 die

Kitchener Greenshirts, die den Allan-Cup, die kanadische Amateurmeisterschaft

gewannen. 1953 und 1955 gelang das auch den Kitchener Waterloo Dutchmans. Und

noch etwas haben die Statistiker über Berlin (Kitchener) herausgefunden. Oliver

Seibert und sein Sohn Earl waren das erste „Vater-Sohn-Paar der Geschichte, das

in die Hall of Fame aufgenommen wurde. Der Vater noch als „Berliner“, der Sohn

schon als „Kitcherner Kid“. Eishockey-Forscher Fritz Krauß (verstorben 1986)

hat noch mehr deutschstämmige NHL-Cracks herausgefunden:

Robert „Bobby“ Bauer, geb. 16.2.1915 in Waterloo (Ont.)

spielte mit Milt Schmidt und Woody Dumart1940 in der berühmten „Kraut-Linie“

der Boston Bruins.
Philipp Hergesheimer, geb.9.7.1914 in Winnipeg. Spielte 1939

– 1943 bei Chicago Black Hawks. Er wurde „Phantom“ genannt.
Wilbert Carl

„Dutch“ Hiller, geb.11.5.1915 in  Kitchener. Spielte

1937-46 bei den Detroit Red Wings, New York Rangers, Boston Bruins und Montreal Canadiens.
Orland Kurtenbach, geb.

7.9.1936 in Cudworth (Sask.). Spielte von 1960-74 für die Boston Bruins, Toronto Maple

Leafs, New York Rangers und Vancouver Canucks.
Nik u. Donald Metz, geb. in Wilcox

(Sask.). Nik, Jahrgang 1914 spielte
1934-46 bei den Toronto Maple Leafs. Don, Jahrgang 1916  trug von 1938 – 49 das Trikot der Maple Leafs. Er spielte 1947 im All Star-Match.
Earl

„Dutch“ Reibel, geb. 21.7.1930 in Kitchener, spielte 1953-59 für Detroit Red Wings, Chicago

Black Hawks und Boston Bruins. Er bekam die Lady Byng-Trophy und wurde 1954 und 1955 im All

Star-Match eingesetzt.
Ken Schinkel, geb. 27.11.1932 in Jansen (Sask.) trug 1959-73

das Trikot der New York Rangers und der Pittsburgh Penguins. 1968 und 1969 wurde er

zum All Star-Match berufen.

Wenn man nachforscht findet man sicher noch viele

deutschstämmige Cracks in den Analen der NHL. Viele Deutsche haben sich zwischen den

beiden Weltkriegen „amerikanisiert“ und von den deutschen Klubs abgewendet. In

Kitchener wird heute kaum noch deutsch gesprochen. Man sieht die Vergangenheit nur noch an

den Firmenschildern. Im unweit entfernten Hamilton findet man  mehr deutsche Firmen und Gaststätten.

Die Deutschen haben also auch ihren kleinen Beitrag zur

NHL-Geschichte geleistet. Viele Jahre später kamen noch „Nachfahren“ nach Deutschland,

die sogenannten „Deutsch-Kanadier“, die unsere Bundesliga und auch das Nationalteam

„befruchteten“. Namen wie Karl Friesen, Harold Kreis, Manfred Wolf oder Roy Roedger sind da

zu nennen.
Der Begriff „Deutsch-Kanadier“ führte aber auch zu Irritationen, wie

z.B. den Passfälscher-Skandal.

Fazination Stanleycup ist eine Hockeyweb-Serie von Horst Eckert.
Die bereits veröffentlichten Teile finden Sie unter: http://www.duisburgweb.de/Almanach_eishockey_international/index.htm