Enttäuschung in Calgary nach dem frühen Playoff-Aus

NHL-Playoffs: Calgary Flames im Stanley-Cup FinaleNHL-Playoffs: Calgary Flames im Stanley-Cup Finale
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Über den Fernseher

flimmerte das Bemühen der Flames, sich noch einmal zusammen zu reißen, doch den

letzten Siegeswillen spürte man nicht. Der Ententeich führte genügend Wasser,

um das Inferno Calgary erst zu einem kleinen Brandherd herunter zu bringen, nur

um diesen dann gänzlich zu löschen.

Donnerstagmorgen ist der

Bus zur Arbeit dann erstaunlich leer. So leer wie die Straßen am Abend zuvor. Der

Verdauungsakt scheint etwas länger zu dauern und die Niederlage liegt schwer im

Magen. Aus in der ersten Playoff Runde, und viele Sprüche in Calgary wirken nun

lächerlich. “Roasted Duck for Breakfast” ist nur einer davon, der jetzt auf

einem Plakat im Keller schlummern wird.

Die ‘Entenjagd’ ist

vorbei, und die Enten genießen ihr ‘Breakfast’, während die Flames ihre Wunden

lecken und Calgary nun eher ein mattes rot trägt, welches für diese Saison

verblassen wird wie das Airbrush Calgary Flames Logo, welches viele Arme fürs

Spiel zierte.

 Die Art und Weise wie die

Calgary Flames sich im entscheidenden siebten Spiel präsentierten, glich einem

Armutszeugnis und selbst die ansonsten euphorischen Zuschauer konnten sich

nicht richtig motivieren, den Funken zu finden, der ein neues Feuer entfachen

und die nächste Energiestufe zünden kann. Und so war weniger der Fall vom Podium

des Divisionleaders das Gespräch des Tages, sondern viel mehr wie die Flames

von ihrer Favoritenposition hinuntertaumelten.

Die direkte Auswirkung

war nur einen Steinwurf vom Stadion zu sehen. Die ansonsten voll gepackte Red

Mile blieb auch an diesem Tag leer. Weniger als 500 Menschen tummelten sich

nach dem Spiel auf der 17th Avenue, während die meisten Fans enttäuscht

den Weg nach Hause antraten. Und es war ruhig, keine Krawalle wie manche

annahmen. Aber auch kein Feiern.

Zwei Jahre zuvor wurde

die Niederlage im siebten Spiel des Stanley Cups so frenetisch gefeiert, dass

die Red Mile zur Touristenattraktion wurde. Für den Rest dieser Saison bleiben

die imaginären Pforten dieser Partyzone jedoch geschlossen.