Ein Deutscher im traditionsreichen Finalturnier der CHLDer Memorial Cup

Der Memorial Cup. (Foto: OHL Images)Der Memorial Cup. (Foto: OHL Images)
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Der Memorial Cup ist eine traditionsreiche Trophäe der Canadian Hockey League, welcher erstmals 1919 an die University of Toronto Schools verliehen wurde. Damals wurde der Pokal noch von der Ontario Hockey Association verliehen. James T. Sutherland, führte die Trophäe zur Ehrung der im ersten Weltkrieg gefallenen Eishockeyspieler ein.

Damals spielte die Liga in einem Ost-West-Format. So spielten die Teams im Osten zuvor die George Richardson Memorial Trophy aus, die Teams im Westen den Abbott Cup. Anschließend spielten die beiden Meister um den Memorial Cup. Erst 1972 änderte sich der Modus dahin gehend, dass der Champion in einem finalen Turnier ermittelt wird. In diesem Turnier treten die drei Meister der Western Hockey League, der Ontario Hockey League und der Quebec Major Junior Hockey League gegeneinander an. Diese drei Ligen bilden gemeinsam die Canadian Hockey League. Erst 1983 wurde ein viertes Team für das Memorial Cup Finale zugelassen, welches als Ausrichter des Memorial Cups automatisch gesetzt ist.

Im ersten Jahr in diesem noch bis heute geltenden Format waren es die Portland Winter Hawks, die als erstes amerikanisches Team überhaupt den Memorial Cup austrugen und auch selbst gewannen. Sollte es zu dem Fall kommen, dass eine der drei Liga-Champions gleichzeitig der Ausrichter des Memorial Cups ist, kommt das im Ligafinale unterlegende Team mit zum Finalturnier – so geschehen 2006, als die Moncton Wildcats als Ausrichter des Memorial Cups feststanden und gleichzeitig die QMJHL-Meisterschaft feierten. Also fuhren die im Finale unterlegenden Quebec Remparts mit zum Memorial Cup. Am Ende gewannen sogar die die Remparts und waren damit auch gleichzeitig das erste Team, das auf diese Weise den Memorial Cup gewann. Allerdings geschah es erst einmal, dass der Ausrichter des Turniers auch Ligameister wurde.

In diesem Jahr wird es einen neuen Champion geben. Denn die Shawinigan Cataractes, die den Memorial Cup im vergangen Jahr gewannen, haben die vergangene Saison als Tabellenvorletzter beendet. In der Meistersaison sah es zwar für die Cataractes tabellarisch besser aus, doch schied man damals bereits in der zweiten Play-off-Runde in sieben Spielen gegen die Chicoutimi Saguenéens aus, nur um am Ende das Finalturnier als Ausrichter zu gewinnen.

Die vier Teams, die sich in diesem Jahr um den Memorial Cup streiten werden, sind die Portland Winterhawks (WHL-Meisterr), London Knights (OHL-Meister), Halifax Mooseheads mit Konrad Abeltshauser (QMJHL-Meister) sowie die Saskatoon Blades (WHL, Ausrichter des Turniers).

Erstmals steht mit Konrad Abeltshauser auch ein deutscher Feldspieler im Memorial Cup. Torhüter Philipp Grubauer war 2010 mit den Windsor Spitfires nicht nur dabei, er gewann den Cup auch noch.

Zunächst spielen alle Teams einmal gegeneinander, das punktbeste Team landet automatisch im Finale, Platz zwei und drei spielen im Halbfinale den zweiten Finalteilnehmer aus. Sollten Platz zwei und drei punktgleich sein, so wird ein Tie-breaker-Spiel ausgetragen um den zweiten Platz zu ermitteln, gefolgt vom geplanten Halbfinale, welches beide Teams erneut austragen.


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