Ein Bundestaat sieht rot - Wisconsin wieder NCAA-Champion

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In einem sonst eher unscheinbaren und als sehr ländlich bekannten Bundesstaat der USA versetzten die Eishockeymannschaften der University of Wisconsin aus Madison, einen ganzen Staat in Verzückung. Innerhalb von zwei Wochen erkämpften sich die „Big Red“ oder „Badgers“ (engl. für Dachse), wie sie aufgrund ihres Maskottchen genannt werden, die beiden NCAA-Meisterschaften (National Collegiate Athletic Association) im Wettbewerb der Damen und Herren. Dieser Erfolg war für den Governeur des Staates, Jim Doyle, ein Anlass die Tage der Titelgewinne zu Tagen des Collegehockeys der University of Wisconsin auszurufen.

Zur zusätzlichen Freude der Eishockeyfans in Wisconsin trug die Tatsache bei, dass das diesjährige „Frozen Four Tournament“ (Bezeichnung der Endrunde um die NCAA-Meisterschaft) der Herren in Milwaukee also auch im Staate Wisconsin ausgetragen wurde. So war es für die fanatischen Fans kein Problem, welche in Scharen aus allen Winkeln des Staates anreisten, eine Art Heimspielatmosphäre zu erzeugen. Und die Heimspiele der Badgers sind ein wahres Erlebnis, denn nicht selten sind sie, mit bis zu 16.000 Zuschauern im Kohl Center restlos ausverkauft, und zeichnen sich durch eine gute Stimmung aus.

Für die Frauenmannschaft war es der erste Erfolg der seit 2001 ausgetragenen Meisterschaft. Somit durchbrachen sie die Erfolgsserie der Universitäten aus dem Staate Minnesota. Der insgesamt sechste Titelgewinn der Herren und der erstmalige Gewinn der Frauen verleitete einige Fans dazu, nun auch für den Staat Wisconsin den Zusatz „State of Hockey“ einzufordern, als welcher deren größter Rivale und Nachbarstaat – Minnesota schon lange bekannt ist.

Nun kommt der Erfolg für Kenner der „Collegehockeyszene“ nicht gerade überraschend, denn die beiden Coaches sind keine Unbekannten. So steht Mark Johnson bei den Damen hinter der Bande, welcher allein schon durch seine Tore beim „Miracle on Ice“, 1980 bei den Olympischen Spielen in Lake Placid, bekannt sein dürfte. Und auch die Herren haben mit Mike Eaves einen sehr erfahrenen Coach, der auf eine langjährige NHL-Karriere als Spieler zurückblicken kann. Auf Grund seines Erfolges mit den Badgers wird Eaves nun auch mit einigen NHL-Teams in Verbindung gebracht. Kürzlich wurde er zum Headcoach des Team USA bei der diesjährigen Eishocheyweltmeisterschaft vom 5. bis 21. Mai in Lettland ernannt, um nach der eher schwachen Leistung des Team USA bei den diesjährigen Olympischen Spielen wieder an Erfolge anzuknüpfen.

Auch in der Vergangenheit haben die Badgers mit Dany Heatley, Chris Chelios, Brian Rafalski, Mike Richter oder Ryan Suter erfolgreiche NHL-Profis hervorgebracht. Der MVP des diesjährigen „Frozen Four Tournaments“, Robert Earl (University of Wisconsin) hat sich entschieden auf das letzte Jahr seiner Collegekarriere zu verzichten, und unterzeichnete einen Profivertrag bei den Toronto Maple Leafs, die sich nach der weniger erfolgreichen Saison im personellen Umbruch befinden, was Earl als gute Chance und Grund seiner Entscheidung angab.

Nun bleibt abzuwarten, ob die Badgers in der nächsten Saison an die Erfolge anknüpfen können und ob ihr Coach nicht doch den Rufen aus der NHL folgt.

(Mike Wenigmann)


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