Ducks und Scott Niedermayer geraten unter Druck

NHL-Playoffs: Tampa Bay und Calgary spielen um den Stanley CupNHL-Playoffs: Tampa Bay und Calgary spielen um den Stanley Cup
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Brian Burke, General Manager der Ducks, war am Freitag bei seinem Statement zum Angebot der Oilers an Dustin Penner zwar um demonstrative Gelassenheit bemüht, fand jedoch deutliche Worte in Richtung seines Widersachers Kevin Lowe: „Angebote an Restricted Free Agents sind zwar Bestandteil unserer Regeln und sicher nichts ungewöhnliches. Aber Art und Weise des aktuellen Vorgangs muss wohl als Aktion eines Mannes betrachtet werden, der um seinen Job kämpft“.

In der Tat hat Oilers-GM Kevin Lowe den Stanley Cup-Sieger auf dem falschen Bein erwischt. Burke hängt derzeit in der Luft, da die Entscheidungen zweier verdienter Veteranen, Verteidiger Scott Niedermayer und Stürmer Teemu Selänne denken über ihr Karriereende nach, noch immer ausstehen. Allein für Niedermayer muss Burke bis zu dessen definitiven Entscheidung 6,75 Millionen Dollar im Gehaltsbudget freihalten. Ringt sich Niedermayer freilich in den nächsten Tagen tatsächlich zum Rücktritt durch, haben die Ducks plötzlich wieder bessere Karten in der Hand, das Oilers-Angebot fristgerecht bis zum kommenden Donnerstag auszugleichen. Es ist jedoch kein allzu großes Geheimnis, dass sich die Ducks viel eher wünschen, Niedermayer setzte seine außergewöhnlich erfolgreiche Karriere fort.

Allerdings dürften die Ducks bis zu ihrem ersten regulären Saisonspiel den Salary Cap um zehn Prozent überschreiten und hätten somit noch Zeit genug, durch Abgabe anderer Spieler ihr Gehaltsbudget unter den Cap zu drücken. Doch mehren sich inzwischen auch die Stimmen, die den Ducks raten, sich nicht auf dieses Vabanquespiel einzulassen und Dustin Penner zu den Oilers ziehen zu lassen. Die Experten sind durchaus geteilter Meinung, ob Power-Forward Dustin Penner die angebotenen 4,25 Millionen Dollar pro Jahr tatsächlich wert ist. Immerhin wanderten im Fall seines Wechsels jeweils ein Erst-, Zweit- und Drittrunden-Draftpick für den NHL-Entry Draft 2008 als Kompensation aus Edmonton nach Anaheim. Durchaus überlegenswert, wird der kommende Draft-Jahrgang doch etwas stärker eingeschätzt, als der diesjährige. (mac)