Ducks gewinnen den Stanley Cup - Scott Niedermayer MVP

Nach fünf Siegen in Folge: Wings und Bruins verlierenNach fünf Siegen in Folge: Wings und Bruins verlieren
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Aus der Traum für Christoph Schubert und seine Senators! In Spiel fünf der Stanley Cup Finals unterlagen die kanadischen Hauptstädter den Anaheim Ducks mit 2:6. Die Kalifornier feierten somit verdient den ersten Cupgewinn der Franchise-Geschichte.

Die Senators standen bereits von Beginn an auf verlorenem Posten und wirkten ob der großen Bedeutung dieser Partie dem Druck oftmals nicht gewachsen. Hinzu kam, dass die Sens ausgerechnet an diesem Abend nicht unbedingt mit Glücksgöttin Fortuna im Bunde waren. Andy McDonald erzielte bereits nach weniger als vier Minuten in Überzahl den Führungstreffer für die Ducks. Sein Pass vor das Tor von Ray Emery wurde von Verteidiger Chris Philips unhaltbar zum 1:0 abgefälscht. Chancenlos war der Torhüter der Sens ebenfalls beim zweiten Gegentreffer. Rob Niedermayer tankte sich auf der rechten Seite durch und vollendete gekonnt zum 2:0 Pausenstand ins lange Eck.

Das Angriffsspiel der Senators fand über die gesamte Partie so gut wie gar nicht statt. Gerade einmal 13 Schüsse gaben sie auf das Tor von J-S Giguere ab, wobei der Goalie der Ducks nur selten ernsthaft geprüft wurde. Lediglich Daniel Alfredsson stemmte sich gegen die Niederlage und markierte nach etwas mehr als der Hälfte der Spielzeit mit einem schönen Schuss in den Winkel den 1:2 Anschlusstreffer. Was aber nur rund vier Minuten später geschah, wird zwei Spieler der Sens wohl noch eine ganze Weile beschäftigen. Eine fatale Co-Produktion von Chris Philips und Ray Emery führte zu einem kuriosen Eigentor. Travis Moens Dump-in wurde von Emery hinter dem Tor gestoppt und beim Versuch, den Puck nach vor das Tor zu tragen, rutsche Philips die Scheibe vom Schläger, verfing sich zwischen Emerys Schlittschuhen und trudelte von dort aus zum 1:3 ins Tor. Zwar erzielte wiederum Alfredsson nach starker Einzelleistung in Unterzahl den erneuten Anschlusstreffer, doch der Schock des Eigentors saß tief. Bereits 50 Sekunden nach dem Tor des Schweden stellte Francois Beauchemin mit einem satten Schuss von der blauen Linie den alten Abstand wieder her.

Wer nun im Schlussdrittel ein letztes Aufbäumen der Sens erwartete, wurde enttäuscht. Die beste Chance bot sich Antoine Vermette, der nach rund sieben Minuten allein auf das Tor von Giguere zulief und von Todd Marchant nur mit einem Foul gebremst werden konnte. Beim fälligen Penalty verlor er allerdings vor dem Tor den Puck, so dass Giguere gar nicht eingreifen musste. In der Folge kamen die Sens nur noch selten gefährlich vor das Tor der Ducks und mussten letztlich noch zwei weitere Gegentreffer durch Travis Moen und Corey Perry hinnehmen. Die letzten Minuten der Partie spielte der neue Champion schließlich routiniert herunter, bevor mit dem Ertönen der Schlusssirene der Jubel keine Grenzen mehr kannte.

Bevor allerdings der Stanley Cup an das siegreiche Team übergeben wurde, stand die Auszeichnung des wervollsten Spielers der Play-offs mit der Conn Smythe Trophy an. Kapitän Scott Niedermayer, zuvor bereits dreimaliger Champion mit den New Jersey Devils, räumte zum ersten Mal in seiner Karriere auch diese Trophäe ab. Der letzte Verteidiger, dem diese Ehre zuteil wurde, war Detroits Nicklas Lidström nach dem Triumph seiner Red Wings im Jahr 2002. (Dennis Kohl)