Drei Deutsche stehen vorne in der NHL-Draft-ListeVermutlich mehrere Wochen Verspätung

Tim Stützle steht beim NHL Draft hoch im Kurs.  (Foto: dpa/picture alliance/Promediafoto)Tim Stützle steht beim NHL Draft hoch im Kurs. (Foto: dpa/picture alliance/Promediafoto)
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Als am 12. März NHL-Commissioner Gary Bettman die Pause einläutete, hatten die meisten NHL-Teams zwischen 68 und 71 von 82 Spielen absolviert. Da auf Grundlage der damals wie heute gültigen Tabellen kein Draft durchgeführt werden konnte, wurde dieser terminlich nach hinten verschoben. Bis jetzt war der 26. und 27. Juni 2020 im kanadischen Montreal vorgesehen. Der Ort wird vermutlich bleiben, der Termin steht noch nicht fest.

Das Ganze ist dabei etwas ärgerlich für die drei Deutschen, die im Draft nicht nur dabei, sondern sogar in vorderer Front zu erwarten sind, vor allem für den Mannheimer Tim Stützle. Der 18-jährige Viersener, der sich als Junioren-Nationalspieler in der letzten Saison eine Stammspielerrolle bei den Adlern Mannheim erspielen konnte, wird dabei von der Fachwelt als bester internationaler Spieler gesehen. Im NHL Central Scouting für Europa wurde er als Nummer eins, bei vier weiteren Agenturen auf den Plätzen zwei und drei eingeschätzt. Damit war er drei Plätze besser als im Vorjahr Moritz Seider, der vor einem Jahr in der ersten Runde von den Detroit Red Wings gezogen wurde, die Spielzeit jedoch in der AHL bei den Grand Rapids Griffins verbrachte. Stützle erzielte damit die gleiche Leistung wie Leon Draisaitl, Superstar der Edmonton Oilers. Draisaitl wurde 2014 als Nummer drei gedraftet, eingerahmt von sechs Kanadiern, die er bis heute allesamt abgehängt hat. Bis dahin war die beste Leistung Platz 20 gewesen im Jahr 2001, aufgestellt von Adler-Akteur Marcel Goc.

Zweiter deutscher Akteur ist der Münchner John-Jason Peterka. Der gebürtige Münchner hatte zwei Jahre vor dem Engagement bei seinem Heimatverein Red Bull München in der Salzburger Mannschaft des gleichen Hauptsponsors verbracht, konnte mit seinem Gastteam, das 2018/19 in der tschechischen Juniorenliga spielte, in 48 Spielen 94 Punkte erzielen. Diese Leistung machte ihn attraktiv für die Münchner und jetzt für die NHL-Scouts. Dritter im deutschen Drafttrio der europäischen Topspieler ist Eisbären-Stürmer Lukas Reichel. Im Trikot der Berliner konnte er in seiner Premieren-Saison in der DEL sofort mit 24 Punkten in 42 Spielen überzeugen und auch die amerikanischen Fachleute setzten ihn in ihrer europäischen Rangliste auf Platz elf.

Ein weiterer Deutsche, der zumindest im Draft auftaucht, ist Jakub Borzecki. Der Junioren-Nationalspieler ist im Augenblick für die Red Bull Academy Salzburg aktiv. Ebenfalls im Rennen ist Florian Elias von den Jungadlern Mannheim. Neben 49 Punkten in 30 Spielen in der DNL überzeugte er auch mit guten Zahlen im internationalen Länderspielgeschäft. Etwas überraschend im Rennen ist noch der Kölner Maximilian Glötzl, der auch schon für den KEC und die Bad Nauheimer in der DEL bzw. DEL2 antrat.

Mit diesen sechs Spielern stehen die Deutschen auf Rang acht im Länderranking der NHL-Scouts. Vorne natürlich die Kanadier, die 163 Spieler aufbieten. Dahinter folgen mit 109 Spielern die USA. Beste Europäer sind die Russen mit 58 Aktiven, knapp gefolgt von 50 Schweden, 35 Tschechen, 32 Finnen und 10 Slowaken. Hinter sich konnte Deutschland immerhin Lettland (5), Österreich (5), Weißrussland (5), Norwegen (4), Schweiz (4), Kasachstan (2), Ungarn (1), England (1), Dänemark (1) und Italien (1) lassen.

Als Topfavorit und als sicherer Nummer-eins-Anwärter gilt der Kanadier Alexis Lafreniere, der in der QMJHL für Rimouski Oceanic spielt und in der letzten Saison auf 112 Punkte in 52 Spielen kam. Auf Rang zwei wird der Kanadier Quinton Byfield (Sudbury Wolves) gehandelt, der zwar auf 82 Punkte kam, aber von einem dreistelligen Ergebnis durchaus entfernt war. Dritter wird vermutlich noch ein Kanadier, diesmal Jamie Drysdale von den Erie Otters (OHL). Er holte zwar nur 47 Punkte, dies aber als Verteidiger. Interessant, dass nur ein Torwart im Top-Ranking vertreten ist. Der Russe Yaroslav Askarov von SKA Neva St. Petersburg bestritt zwar hinter Nikita Lysenkov ein paar Spiele weniger, konnte aber in der Statistik mit 92 Prozent mehr als sein Konkurrent glänzen und wurde auch schon in der KHL bei SKA St. Petersburg eingesetzt.

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NHL Hauptrunde

Mittwoch 14.04.2021
Boston Bruins Boston
3 : 2
Buffalo Sabres Buffalo
Minnesota Wild Minnesota
5 : 2
Arizona Coyotes Arizona
Washington Capitals Washington
6 : 1
Philadelphia Flyers Philadelphia
Nashville Predators Nashville
7 : 2
Tampa Bay Lightning Tampa Bay
Dallas Stars Dallas
2 : 3
Florida Panthers Florida
New Jersey Devils New Jersey
0 : 3
New York Rangers NY Rangers
Toronto Maple Leafs Toronto
2 : 3
Calgary Flames Calgary
Donnerstag 15.04.2021
St. Louis Blues St. Louis
3 : 4
Colorado Avalanche Colorado
Los Angeles Kings Los Angeles
2 : 6
Vegas Golden Knights Vegas
San Jose Sharks San Jose
1 : 4
Anaheim Ducks Anaheim
Montréal Canadiens Montréal
1 : 4
Calgary Flames Calgary
Ottawa Senators Ottawa
2 : 3
Winnipeg Jets Winnipeg