Draisaitl überragt mit vier Vorlagen bei 8:3-Schützenfest der Edmonton Oilers gegen CalgaryDer deutsche Stürmer baut Führung in der Scorerwertung weiter aus

Hart zur Sache ging es mal wieder beim Duell zwischen den Calgary Flames und Edmonton Oilers  (picture alliance / AP Images)Hart zur Sache ging es mal wieder beim Duell zwischen den Calgary Flames und Edmonton Oilers (picture alliance / AP Images)
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Die Calgary Flames empfingen am Samstagabend die Edmonton Oilers zur vierten Auflage des Battle of Alberta in dieser Saison. Mit 8:3 konnten die Gäste aus Edmonton erstmals in dieser Spielzeit dieses Aufeinandertreffen gewinnen und setzten ein Ausrufezeichen im Kampf um die Playoffs. Der Beginn hätte für Edmonton besser nicht sein können. Bereits nach 29 Sekunden traf Kailer Yamamoto auf Zuspiel von Leon Draisaitl zum 1:0. Als 65 Sekunden auf der Spieluhr standen, klingelte es zum zweiten Mal im Kasten von Flames-Torhüter David Rittich, nachdem Zach Kassian ihn überwinden konnte. Buddy Robinson konnte für Calgary in der 13. Minute mit seinem ersten Treffer seit der Saison 2016-17, als er noch im Dienste der Ottawa Senators war, verkürzen. Connor McDavid (16.) stellte nach Zuspiel von Draisaitl den alten Abstand zum 3:1 noch im ersten Durchgang wieder her. Kurz nach Wiederbeginn des zweiten Drittels markierte McDavid (24.) mit seinem zweiten Treffer des Spiels und dem 29. Saisontor das 4:1. Danach war der Arbeitstag von Flames-Torhüter Rittich vorerst beendet und Backup Cam Talbot übernahm. Im Anschluss verkürzte zunächst Calgary durch Matthew Tkachuk (25.) und Elias Lindholm (31.) auf 3:4, bevor Ryan Nugent-Hopkins (32.) nach dem dritten Assist von Draisaitl und Caleb Jones ((36.) die Führung der Oilers mit 6:3 wieder auf drei Tore schraubten. Kurz vor der zweiten Drittelpause flogen dann einmal mehr die Fäuste in dem hitzigen Duell. Nachdem bereits im ersten Abschnitt Buddy Robinson und Jujhar Khaira Meinungsverschiedenheiten austauschten, eskalierte die Situation, als Oilers-Stürmer Sam Gagner nach dem Puck stocherte, den Cam Talbot bereits gesichert hatte. Mehrere Gerangel und Auseinandersetzungen entstanden - Ethan Bear (Edmonton) und Matthew Tkachuk (Calgary) fingen einen Kampf an. Gäste-Goalie Mike Smith wartete an der Mittellinie und Cam Talbot nahm das Angebot an. Ohne Helme und Handschuhe setzten die beiden Torhüter heftige Treffer, wobei Talbot den kürzeren zog und als erster zu Boden ging. Beide Torhüter wurden mit Spieldauer-Strafen belegt und mussten durch ihre Backups Mikko Koskinen (Oilers) und David Rittich, der dadurch nach seiner Auswechselung zu Beginn des Drittels erneut im Tor stand, ersetzt werden. Im Schlussabschnitt entschied Edmonton mit zwei Toren durch Sam Gagner (vierte Vorlage von Draisaitl im Spiel) und Gaetan Haas die Partie mit 8:3. Mit den vier Vorlagen baute Draisaitl seine Punkteserie auf elf Spiele aus und hat in der Scorerwertung auf dem ersten Platz nun 83 Punkte (29 Tore, 54 Vorlagen) und damit vier Zähler Vorsprung auf seinen zweitplatzierten Kollegen Connor McDavid mit 79 Punkten (29 Tore, 50 Assists). Edmonton bleibt mit nun 62 Punkten auf dem zweiten Rang der Pacific Division. Die Calgary Flames, bei denen Tobi Rieder 8:46 Minuten Einsatzzeit erhielt und dabei vier Torschüsse verzeichnete, rangieren mit 60 Punkten auf dem ersten Wildcard-Platz. Auf dem ersten Platz der Pacific Division liegen weiter die Vancouver Canucks (64 Punkte), die mit 4:3 nach Overtime bei den New York Islanders gewannen. Der 20-jährige Quinn Hughes avancierte mit zwei Treffern zum Matchwinner für die Canucks. Der junge Verteidiger traf in der Verlängerung nach 42 Sekunden und die Canucks holten damit den wichtigen Sieg um an der Tabellenspitze zu bleiben. Bei den Islanders stand Thomas Greiss im Tor und konnte 20 Torschüsse entschärfen. Der zweite Deutsche im Dienste der New Yorker Tom Kühnhackl erhielt 6:47 Minuten Einsatz, hatte einen Plus-Minus-Wert von -3, wurde aber zweimal regelwidrig gestoppt und holte damit zwei Strafen für New York heraus. Die Islanders liegen nach der Niederlage auf dem dritten Platz der Metropolitan Division. 
Philipp Grubauer verlor mit den Colorado Avalanche 3:6 bei den Philadelphia Flyers. Der deutsche Torhüter konnte 22 Paraden aufweisen, die Niederlage jedoch nicht verhindern. Colorado liegt mit 60 Punkten auf dem zweiten Platz der Central Division. 

Die weiteren Ergebnisse vom 01.02.2020: 

Buffalo Sabres - Columbus Blue Jackets 2:1 n.V.

Montreal Canadiens - Florida Panthers 4:0

Winnipeg Jets - St. Louis Blues 5:2

Toronto Maple Leafs - Ottawa Senators 2:1 n.V.

Detroit Red Wings - New York Rangers 0:1

New Jersey Devils - Dallas Stars 2:3 n.V.

Arizona Coyotes - Chicago Blackhawks 2:3 n.P.

Nashville Predators - Vegas Golden Knights 0:3

Minnesota Wild - Boston Bruins 1:6

Los Angeles Kings - Anaheim Ducks 1:3

San Jose Sharks - Tampa Bay Lightning 0:3

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