Draisaitl-Show: Glanzleistung mit vier Treffern bei 8:3-Sieg der Edmonton OilersDer deutsche Superstar pulverisiert seinen Punkterekord aus der Vorsaison

Leon Draisaitl bejubelt zusammen mit Teamkollege Ryan Nugent-Hopkins einen der Oilers. (picture alliance / AP Photo)Leon Draisaitl bejubelt zusammen mit Teamkollege Ryan Nugent-Hopkins einen der Oilers. (picture alliance / AP Photo)
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Leon Draisaitl hat in der vergangenen Nacht mit einer Gala-Vorstellung seinen persönlichen Rekord von 105 Scorerpunkten (50 Tore und 55 Assists in 82 Partien) aus der Vorsaison bereits nach 66 Spielen pulverisiert. Mit vier Toren und einem Assist führte er nicht nur die Edmonton Oilers fast im Alleingang zu einem 8:3-Auswärtserfolg bei den Nashville Predators, sondern schraubte seine Punkteausbeute in der laufenden Spielzeit auf 107 Punkte (43 Tore, 64 Vorlagen).

Mit nun 43 Toren hat der 24-jährige damit auch wieder den Kampf um die Torjägerkrone aufgenommen und nur noch vier Treffer Rückstand auf Top-Torjäger David Pastrnak (47 Tore). Teamkollege Connor McDavid hatte mit einem Tor und vier Vorlagen ebenfalls gehörigen Anteil am Sieg der Kanadier. Der 23-jährige übernahm mit 94 Punkten (32 Tore, 62 Vorlagen) den zweiten Rang in der Topscorer-Wertung, liegt allerdings aktuell 13 Zähler hinter Draisaitl. Nach dem ersten Drittel führte Edmonton mit 2:0 durch die Treffer von Josh Archibald (7.) und Draisaitls erstem Streich (20.), als er ein Zuspiel von McDavid per Direktabnahme aus fast unmöglichen Winkel im Tor unterbrachte. Bis zur 23. Spielminute egalisierten die Predators durch einen Doppelschlag des Schweizers Roman Josi und Calle Jarnkrok (beide 23.) innerhalb von 14 Sekunden den Spielstand. Rückkehrer Kailer Yamamoto, der zuvor drei Spiele wegen einer Knöchelverletzung fehlte, brachte die Oilers (34.) wieder in Front - Draisaitl behauptete die Scheibe an der Bande trotz großer Bedrängnis und spielte mit unnachahmlicher Ruhe und Übersicht Ryan Nugent-Hopkins an, der wiederum auf Yamamoto weiterleitete. Nick Bonino (36.) konnte noch vor der zweiten Pause zum 3:3 ausgleichen. Der Schlussabschnitt sollte ein denkwürdiger werden. Edmonton schraubte den Spielstand zwischen der 45. und 50. Spielminute auf 8:3. Neben den Toren von Connor McDavid zum 4:3 und Zach Kassian zum 6:3, markierte Leon Draisaitl einen lupenreinen Hattrick (3 Tore in einem Drittel) und komplettierte so sein erstes 4-Tore-Spiel in der NHL. "Ich muss nicht um den heißen Brei herumreden. Wenn man vier Tore erzielt, fühlt man sich gut", sagte Draisaitl. "Du fühlst dich hut. Du fühlst dich wohl mit dir. Du fühlst dich gut mit deinen Reihenkollegen, und offensichtlich machten sie mir heute Abend einige großartige Zuspiele, die es mir ziemlich leicht gemacht haben." Der Nationalspieler erzielte seinen zweiten NHL-Hattrick und ebenfalls zum zweiten Mal ein 5-Punkte-Spiel. Korbinian Holzer kam bei Nashville nicht zum Einsatz und wartet weiter auf sein Debüt, nachdem er zur Trading-Deadline aus Anaheim kam. Die Edmonton Oilers haben nun 78 Punkte in der Pacific Division und verkürzten den Rückstand zu Tabellenführer Vegas Golden Knights (80) auf zwei Punkte und haben dabei noch eine Partie mehr zu absolvieren. Nashville liegt zwar weiter mit 72 Punkten auf dem letzten Wildcardplatz in der Western Conference, verpasste es aber sich von den punktgleichen Verfolgern abzusetzen.


In der zweiten Partie am Montagabend gewannen die Colorado Avalanche bei den Detroit Red Wings knapp mit 2:1. Den verletzten Philipp Grubauer vertrat diesmal Michael Hutchinson (17 Paraden), der nach seinem Wechsel von den Toronto Maple Leafs ein erfolgreiches Debüt für Colorado feierte. Die Avalanche liegt nach dem Sieg mit 87 Punkten nur noch einen Punkt hinter den St. Louis Blues (88), die Tabellenführer der Central Division sind.


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